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	<title>Geheimnis &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Ich erzähl’ dir was dazu …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 14:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Mitternacht]]></category>
		<category><![CDATA[Neugier]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind unterwegs, um diverse Pflanzen und Accessoires für unseren Garten zu besorgen.  „Schau mal“, sage ich zu meinem Mann, der gerade einen Rasenroboter begutachtet, „was ich gefunden habe.“ „Ein Zitronenbäumchen, &#8211; ja nimm es mit. Es wird aber eine Weile dauern, bis es groß ist und Früchte trägt.“ „Egal, irgendwann hängt eine Zitrone daran!“, freue ich mich schon jetzt. Peter allerdings hat sich den technischen Daten des Rasenroboters zugewendet und meint nur beiläufig: „Dazu kann ich dir was erzählen…, aber nicht jetzt. Erinnere mich daran!“ „Mache ich!“ Und damit ist die Sache verschoben und auch vergessen. Erst am Nachmittag fällt mir wieder ein, dass mein Göttergatte mir noch etwas erzählen wollte, aber der Moment ist für eine Nachfrage ungeeignet, weil er gerade telefoniert. „Ich werde gleich nach seinem Telefonat nachfragen!“, nehme ich mir vor. Allerdings klingelt es in diesem Moment an der Haustür und unsere Mieterin hat ein Problem mit ihrem Rollladengurt. Er ist nämlich gerissen. Zufälligerweise haben wir noch einen neuen Gurt da, den Peter, hilfsbereit wie er nun mal ist, auch sofort &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind unterwegs, um diverse Pflanzen und Accessoires für unseren Garten zu besorgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Schau mal“, sage ich zu meinem Mann, der gerade einen Rasenroboter begutachtet, „was ich gefunden habe.“</p>
<p>„Ein Zitronenbäumchen, &#8211; ja nimm es mit. Es wird aber eine Weile dauern, bis es groß ist und Früchte trägt.“</p>
<p>„Egal, irgendwann hängt eine Zitrone daran!“, freue ich mich schon jetzt.</p>
<p>Peter allerdings hat sich den technischen Daten des Rasenroboters zugewendet und meint nur beiläufig:</p>
<p>„Dazu kann ich dir was erzählen…, aber nicht jetzt. Erinnere mich daran!“</p>
<p>„Mache ich!“ Und damit ist die Sache verschoben und auch vergessen.</p>
<p>Erst am Nachmittag fällt mir wieder ein, dass mein Göttergatte mir noch etwas erzählen wollte, aber der Moment ist für eine Nachfrage ungeeignet, weil er gerade telefoniert.</p>
<p>„Ich werde gleich nach seinem Telefonat nachfragen!“, nehme ich mir vor. Allerdings klingelt es in diesem Moment an der Haustür und unsere Mieterin hat ein Problem mit ihrem Rollladengurt. Er ist nämlich gerissen. Zufälligerweise haben wir noch einen neuen Gurt da, den Peter, hilfsbereit wie er nun mal ist, auch sofort nach seinem Gespräch einbaut.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen, was ihr euch nicht schon selber denken könnt?: Ich habe meine Frage nach der geheimnisvollen Erzählung vergessen.</p>
<p>Erst als wir kurz vor Mitternacht im Bett liegen, kommt die Erinnerung wieder zurück.</p>
<p>„Du wolltest mir doch noch etwas erzählen …“</p>
<p>„Was? Ich? Keine Ahnung! Frag mich morgen nochmal. Ich will jetzt schlafen, bin ziemlich müde…“</p>
<p>Und schon ist er im Reich der Träume, vermutlich beim Baumfällen, denn das Geräusch der „Säge“ dringt ganz deutlich an mein Ohr.</p>
<p>„Ist das gemein. Jetzt bin ich neugierig, was er mir unbedingt erzählen wollte und er vertröstet mich auf morgen. Wie soll ich jetzt einschlafen?“, frage ich mich und überlege hin und her, was er mir wohl sagen wollte. Aber das Grübeln nutzt nichts, weil ich einfach keinen Anhaltspunkt habe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Vielleicht hat es was mit dem Bäumchen zu tun!? Aber was?“ Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Das Letzte, an das ich denke ist:</p>
<p>„Zitrone,…sauer,…sauer macht lustig,…….das hat meine Mutter früher immer gesagt.&#8220;<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann gibt mein Gehirn auf, es ist zu müde, um weiter zu überlegen. Ich auch. Und so falle ich in einen tiefen traumlosen Schlaf.</p>
<p>Am nächsten Morgen beim Frühstück halte ich es nicht mehr aus. Meine Neugier zernagt mich.</p>
<p>„Jetzt rück&#8216; endlich mit der Sprache heraus“, fordere ich meinen Mann unumwunden auf.</p>
<p>„Was? Womit? &#8211; Ach, ja, du willst wissen, was ich dir schon gestern erzählen wollte. Warte mal, ich überlege …“</p>
<p>„Spann mich nicht auf die Folter!“</p>
<p>„Das würde ich doch nie tun!“, empört er sich mit grinsendem Gesicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Also gut: Das Zitronenbäumchen hat mich an etwas erinnert.“</p>
<p>„Das habe ich mir auch schon gedacht!“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So langsam bin ich der Verzweiflung nahe.</p>
<p>Mein Mann erbarmt sich meiner und spricht nun fließend und nicht mehr in Rätseln:</p>
<p>„In jungen Jahren waren meine Eltern mal im Urlaub. Keine Ahnung wo, aber irgendwo im Süden. Ich vermute im Mittelmeerraum. Sie lernten andere junge Leute kennen, mit denen sie sich gut verstanden. So trafen sie sich jeden Abend auf ein Gläschen Wein in einem gemütlichen Gartenlokal. Sie saßen immer um den selben Tisch, der unter einem Baum stand…“</p>
<p>„Lass mich raten, es war ein Zitronenbaum“, falle ich ihm ins Wort.</p>
<p>„Ja genau! Und an diesem Baum hing eine einzige Zitrone. Jeden Abend sahen sie nach, aber sie hing immer noch. Jeder einzelne von ihnen alberte herum, dass er diese Zitrone pflücken wollte. Aber keiner von ihnen tat es tatsächlich.“</p>
<p>„Und wenn sie nicht heruntergefallen ist, dann hängt sie noch heute…“, wollte ich dieser seltsamen Geschichte ein Ende setzen.</p>
<p>„Nicht ganz“, erzählt mein Peter weiter:</p>
<p>„Meine Eltern waren ein paar Tage wieder zu Hause, da lag eine Postkarte von den Urlaubsbekanntschaften im Briefkasten. “</p>
<p>„Was stand darauf?“</p>
<p>„Sie war an meinen Vater adressiert und begann mit den Worten:</p>
<p>‚Hallo lieber Zitronendieb!‘ “</p>
<p>„Echt?! Dein Vater hat die Zitrone ‚geklaut’?“</p>
<p>Mein Mann zuckt mit den Schultern.</p>
<p>„Fakt ist, dass am Abend der Abreise von meinen Eltern die Zitrone definitiv nicht mehr am Baum hing. Mein Vater hat nur immer gegrinst, wenn man ihn gefragt hat, ob er tatsächlich der Zitronendieb war. Das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.“</p>
<p>„Ich glaube“, sage ich, „an diese Geschichte und deinen Vater als Zitronendieb, werde ich bestimmt denken, wenn die erste Zitrone an unserem Bäumchen hängt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a></p>
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<p><a href="https://lifetellsstories.de/goldgloeckchen/">Goldglöckchen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tante Friedas Geheimnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 09:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kostprobe]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Laune]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle lieben Tante Frieda. Warum das so ist? Na, weil Tante Frieda die netteste und lustigste Frau ist, die ich kenne. Mutti meint oft: „Susi, du bist ihr sehr ähnlich!“ Das macht mich richtig stolz, obwohl ich der Meinung bin, dass Mama ebenfalls sehr viel Ähnlichkeit mit ihr hat und das kommt daher, weil Tante Frieda die kleine Schwester meiner Mutter ist.  Klein ist richtig, denn sie ist nicht sehr groß, gerade einmal einen Meter und sechsundfünfzig Zentimeter. Das steht nicht nur in ihrem Pass, sondern ist eindeutig bewiesen. Ich habe es nämlich erst letzte Woche höchstpersönlich nachgemessen. Ich bin inzwischen schon einhundertzweiundfünfzig Zentimeter, also muss ich noch zu ihr aufschauen. „Die vier Zentimeter schaffst du doch locker noch!“, hat Tante Frieda gesagt und mir dabei zugezwinkert. Sie ist immer quietschvergnügt, ihr Lachen schallt durch das ganze Haus und ist ansteckend. Wenn wir ein Fest feiern, dann singt und tanzt sie und reißt mit ihrer Fröhlichkeit alle mit. Ganz ehrlich, ich habe sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und ich kenne sie nun schon mein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle lieben Tante Frieda. Warum das so ist? Na, weil Tante Frieda die netteste und lustigste Frau ist, die ich kenne. Mutti meint oft: „Susi, du bist ihr sehr ähnlich!“ Das macht mich richtig stolz, obwohl ich der Meinung bin, dass Mama ebenfalls sehr viel Ähnlichkeit mit ihr hat und das kommt daher, weil Tante Frieda die kleine Schwester meiner Mutter ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>lein ist richtig, denn sie ist nicht sehr groß, gerade einmal einen Meter und sechsundfünfzig Zentimeter. Das steht nicht nur in ihrem Pass, sondern ist eindeutig bewiesen. Ich habe es nämlich erst letzte Woche höchstpersönlich nachgemessen. Ich bin inzwischen schon einhundertzweiundfünfzig Zentimeter, also muss ich noch zu ihr aufschauen. „Die vier Zentimeter schaffst du doch locker noch!“, hat Tante Frieda gesagt und mir dabei zugezwinkert.<br />
Sie ist immer quietschvergnügt, ihr Lachen schallt durch das ganze Haus und ist ansteckend. Wenn wir ein Fest feiern, dann singt und tanzt sie und reißt mit ihrer Fröhlichkeit alle mit. Ganz ehrlich, ich habe sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und ich kenne sie nun schon mein ganzes Leben. Insgesamt also 12 Jahre.<br />
Gut, gerade eben war sie nicht ganz so lustig. Da ist sie nämlich über einen blöden Ast gestolpert und kann jetzt nicht mehr aufstehen. Es ist beim Spazierengehen mit mir und unserem Hund Fridolin passiert. Wir sind auf einem Waldweg unterwegs, als Fridolin einen Hasen sieht und ihm nachrennen will. Er zieht an der Leine und da passiert es. Zum Glück hat sie ihr Handy dabei und so kann ich den Krankenwagen alarmieren.<br />
Ja, und nun sitze ich an ihrem Krankenbett im Krankenhaus. „Es ist ein komplizierter Beinbruch und sie haben mich operiert“, erklärt sie mir. „Ich muss noch eine ganze Weile hier bleiben.“<br />
„Dann bist du also bei Papas rundem Geburtstag nicht da?“, frage ich sie erschrocken.<br />
„Nein, das wird nicht klappen!“<br />
„Das macht dann auch nur halb soviel Spaß!“, gestehe ich.<br />
„Den versprochenen Kuchen kann ich auch nicht backen. Richte es bitte deiner Mutter aus“, meint sie.<br />
Man muss erklären, dass Tante Friedas Schokoladenkuchen berühmt ist. Keiner kann ihn so gut backen, wie sie. Alle werden enttäuscht sein, denn er ist wahnsinnig beliebt bei der ganzen Familie und allen Gästen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Alle werden dich und deinen Kuchen vermissen“, meine ich.<br />
„Da kann man leider nichts machen“, zuckt sie bedauernd mit den Schultern.<br />
„Aber du könntest mir das Rezept geben und ich backe ihn“, kommt mir die Idee.<br />
„Das geht leider nicht“, sagt sie bedauernd und versucht trotz ihrer Schmerzen ein bisschen zu lächeln. „Das ist mein Geheimnis!“<br />
„Ah, ein Familiengeheimnis!“, grinse ich. „Dann kennt es Mutti auch!“<br />
„Nein, mein Schatz, &#8211; es ist ganz allein mein Geheimnis und niemand weiß etwas davon.<br />
Auch auf mein Bitten und Betteln lässt sie sich nicht erweichen mir ihr großes Geheimnis zu verraten.<br />
„Dann müsst ihr halt mal auf meinen Schokoladenkuchen verzichten. Ich verspreche aber, dass ich sofort nach meiner Heimkehr aus dem Krankenhaus einen backen werde.&#8220;<br />
Auf dem Nachhauseweg überlege ich krampfhaft, was ich tun könnte. Und ich habe eine Idee.<br />
An Papas Geburtstag vermissen zwar alle Tante Frieda, aber sie sind begeistert, dass zumindest ihr Schokoladenkuchen nicht fehlt. Aus allen Ecken hört man:<br />
“Mmmh!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Der ist sooo lecker!“.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Einfach köstlich!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Niemand kann ihn so gut wie Tante Frieda!“<br />
„Ist sie denn nicht mehr im Krankenhaus?“, fragt man mich.<br />
„Doch! Und den Kuchen habe übrigens ich gebacken!“<br />
„Was?- Oh, sie hat dir ihr Rezept verraten!“, schlussfolgern alle.<br />
Im Nu bin ich von allen umringt und jeder will das Rezept haben.<br />
„Das ist mein und Tante Friedas Geheimnis“ sage ich schmunzelnd und laufe in die Küche.<br />
Dort öffne ich schnell und unbemerkt den Abfalleimer und hole etwas heraus. Dieses Etwas bringe ich sofort in mein Zimmer und packe es in Geschenkpapier ein.<br />
Leider finde ich kein Stückchen Kuchen mehr vor, als ich wieder in das Wohnzimmer komme. Tante Friedas, &#8211; oder soll ich sagen,- mein Schokoladenkuchen ist ratzeputz aufgefuttert?!<br />
Am nächsten Morgen, es ist zum Glück Sonntag und ich habe keine Schule, hält mich nichts mehr. Ich greife mir das kleine Päckchen und mache mich auf den Weg zum Krankenhaus.<br />
„Schade“, sage ich zu Tante Frieda. „Ich hätte dir gerne eine Kostprobe meines Schokoladenkuchens mitgebracht, aber es ist nichts mehr übrig geblieben. Allerdings habe ich dir etwas anderes mitgebracht&#8220;, verkünde ich und reiche ihr das Päckchen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Tante Frieda packt es aus und blickt zuerst entsetzt auf das Mitbringsel, doch dann schallt ihr fröhliches Lachen durch den Raum und die Gänge.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Jetzt haben wir wohl beide dasselbe Geheimnis!“, meint sie augenzwinkernd und zerreißt schnell die leere Packung der Fertigbackmischung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien – A B C</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/familienausflug/">Familienausflug</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/verliebt-verlobt-verheiratet/">Verliebt, verlobt, verheiratet</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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