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	<title>Fußball &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opa Rudi und das Sollen und Wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 11:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Abend ist Opa Rudi wieder an der Reihe. Er muss die beiden Enkelkinder Mia und Basti ins Bett bringen. So ist es mit Oma ausgemacht,- immer schön abwechselnd. Gestern war Oma dran, also hat heute Opa die Ehre. Nur leider hat er überhaupt keine Lust, denn er will eigentlich gleich den Fernseher einschalten. „Abgemacht ist abgemacht“, meint Oma Karla nur. „Ich wollte gestern auch erst mit meiner Freundin telefonieren und du warst nicht gewillt für mich einzuspringen.“ „Ja, ja ich weiß schon, &#8211; gleiches Recht für alle“, antwortet ihr Gatte und marschiert in Richtung Kinderzimmer. Mia hat sich heute auf dem Spielplatz tüchtig ausgepowert und sie blickt dem Großvater schon ziemlich müde entgegen. „Himpelchen und …“, beginnt der Opa und endet mit: „und wackelten mit ihren Zipfelmützen…“, weil Mia nämlich bereits eingeschlafen ist. Opa Rudi freut sich insgeheim und denkt: „Das ging aber fix. Wenn Basti auch so schnell einschläft wie seine kleine Schwester, dann bin ich pünktlich zum Start der Fernsehsendung wieder im Wohnzimmer.“ Basti kommt gerade aus dem Badezimmer und kuschelt sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute Abend ist Opa Rudi wieder an der Reihe. Er muss die beiden Enkelkinder Mia und Basti ins Bett bringen. So ist es mit Oma ausgemacht,- immer schön abwechselnd. Gestern war Oma dran, also hat heute Opa die Ehre. Nur leider hat er überhaupt keine Lust, denn er will eigentlich gleich den Fernseher einschalten.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„A</span>bgemacht ist abgemacht“, meint Oma Karla nur. „Ich wollte gestern auch erst mit meiner Freundin telefonieren und du warst nicht gewillt für mich einzuspringen.“<br />
„Ja, ja ich weiß schon, &#8211; gleiches Recht für alle“, antwortet ihr Gatte und marschiert in Richtung Kinderzimmer.<br />
Mia hat sich heute auf dem Spielplatz tüchtig ausgepowert und sie blickt dem Großvater schon ziemlich müde entgegen.<br />
„Himpelchen und …“, beginnt der Opa und endet mit:<br />
„und wackelten mit ihren Zipfelmützen…“, weil Mia nämlich bereits eingeschlafen ist.<br />
Opa Rudi freut sich insgeheim und denkt:<br />
„Das ging aber fix. Wenn Basti auch so schnell einschläft wie seine kleine Schwester, dann bin ich pünktlich zum Start der Fernsehsendung wieder im Wohnzimmer.“<br />
Basti kommt gerade aus dem Badezimmer und kuschelt sich gemütlich unter die Bettdecke. Seine Augen blicken den Großvater hellwach und erwartungsvoll an. Er liebt Opa Rudis Geschichten und heute kann er gerne eine richtig lange Geschichte erzählen, denn Basti ist noch kein bisschen müde.<br />
„Himpelch…“, beginnt der ältere Herr, in der Hoffnung, die Sache mit dem Einschlafen geht genauso flott wie bei Mia.<br />
„Halt, stopp!“, ruft Basti sofort aus. „Ich bin doch schon ein Schulkind. Erinnerst du dich, ich bin letzten Sommer eingeschult worden. So ein Kinderkram ist nichts mehr für mich!“<br />
Basti ist richtig entsetzt und Opa Rudi bleibt nichts anderes übrig, als sich eine andere Geschichte einfallen zu lassen:<br />
„Okay, okay, aber Heinrich, den Rotzipfelmützenträger und Leo, den Blauzipfelmützenträger kennst du bestimmt noch nicht. Das sind zwar auch Zwerge, aber die wohnen in einem unbekannten Land mit dem welthöchsten Berg. Weil es den Beiden aber zu langweilig ist immer nur mit ihren Zipfelmützen zu wackeln, spielen sie Schach….“<br />
„Opa, das glaubst du doch nicht wirklich?!“, fragt Basti leicht irritiert. „Das hab ich ja noch nie gehört, dass Zwerge Schach spielen. Außerdem ist Schachspielen genauso langweilig wie das Wackeln mit den Zipfelmützen.“<br />
Erschrocken schaut der Großvater seinen Enkel an, räuspert sich und sagt:<br />
„Eh,&#8230; ich meine,&#8230; sie denken sich den ganzen Tag über irgendeinen Schabernack aus.“<br />
„Das hört sich schon besser an“, grinst Basti erwartungsvoll.<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>„Sie haben ihrem Zwergenvolk zum Beispiel erzählt, dass sie den Berggeist gesehen haben. Er sei so groß wie ein Turm und mächtiger als ein König. Er wohne in einer Höhle unter der Erde und würde dort einen großen Schatz in einer riesigen Truhe hüten.“<br />
„Und was ist das für ein Schatz?“, erkundigt sich der Enkelsohn neugierig.<br />
„Der Schatz ist ein sehr kostbares und altes Schachspiel und deshalb wird er von den zwei weltbesten Schachspielern bewacht…“<br />
„Halt, stopp!“, ertönt es dieses Mal nicht von Basti, sondern von Oma Karla, die in der Tür steht.<br />
„Ich glaube, wir sollten an dieser Stelle den Geschichtenerzähler auswechseln. Bitte geh&#8216; in das Wohnzimmer, dort beginnt soeben die Sendung, die du nicht verpassen wolltest.“<br />
Gesenkten Hauptes, aber innerlich frohlockend, verlässt Opa Rudi das Zimmer.<br />
„Oma“, versucht Basti vorsichtig eine Frage zu stellen. „Ist Opa Rudi krank, ich meine, so wie alte Leute manchmal werden und dann wirre Sachen erzählen?“<br />
„Nein, nein“, beteuert Oma Karla. „Dein Großvater ist nicht dement oder verwirrt, er erfreut sich bester geistiger Klarheit. Allerdings geht es ihm im Moment so wie dir, wenn du Hausaufgaben machen sollst, aber lieber Fußballspielen willst.“<br />
„Dann mache ich viele Fehler, weil ich die ganze Zeit an mein Fußballspiel denke“, gesteht der Enkel.<br />
„Ja und Opa Rudi möchte die Schachweltmeisterschaft im Fernsehen sehen, die jetzt beginnt. Deshalb waren seine Gedanken beim Schachspiel und nicht beim Geschichtenerzählen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Alt und vergessen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2020 09:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich weiß ja, dass man Dinge und leider auch Menschen vergessen kann, aber ich habe mir nie bewusst gemacht, dass auch mir so etwas passieren könnte. Mich jedenfalls hat man vergessen. Und das kam so: Ich war der beste Freund von Florian. Er holte mich jeden Tag ab und dann ging es auf den Sportplatz. Dort traf er sich mit Alex, seinem Kumpel. Wir Drei waren ein Team und spielten Fußball. Was auch sonst? Gut, mit einem Ball kann man auch Handball spielen, aber ich heiße ja ausdrücklich „Fußball“, weil ich gekickt werden will. Ich brauche den Jubel, wenn ich ins Tor gehe. Das klingt für mich so, wie für andere Musik. Wir waren glücklich miteinander,- bis zu jenem Tag. „So, alter Kumpel“, sagte Florian neulich zu mir. „Heute gehen wir das letzte Mal gemeinsam zum Sportplatz hier im Dorf. Dann geht es in die Stadt.“ Wie ich aus den Gesprächen zwischen Florian und Alex heraushören konnte, wollte mein Freund mit seiner Familie umziehen. Während Alex das mit großem Bedauern aufgenommen hat, war es mir &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich weiß ja, dass man Dinge und leider auch Menschen vergessen kann, aber ich habe mir nie bewusst gemacht, dass auch mir so etwas passieren könnte. Mich jedenfalls hat man vergessen. Und das kam so:</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch war der beste Freund von Florian. Er holte mich jeden Tag ab und dann ging es auf den Sportplatz. Dort traf er sich mit Alex, seinem Kumpel. Wir Drei waren ein Team und spielten Fußball. Was auch sonst? Gut, mit einem Ball kann man auch Handball spielen, aber ich heiße ja ausdrücklich „Fußball“, weil ich gekickt werden will. Ich brauche den Jubel, wenn ich ins Tor gehe. Das klingt für mich so, wie für andere Musik.<br />
Wir waren glücklich miteinander,- bis zu jenem Tag.<br />
„So, alter Kumpel“, sagte Florian neulich zu mir. „Heute gehen wir das letzte Mal gemeinsam zum Sportplatz hier im Dorf. Dann geht es in die Stadt.“<br />
Wie ich aus den Gesprächen zwischen Florian und Alex heraushören konnte, wollte mein Freund mit seiner Familie umziehen. Während Alex das mit großem Bedauern aufgenommen hat, war es mir eigentlich egal. Ich dachte, dass Florian sicher in der neuen Heimat auch mit mir und einem anderen Freund zum Kicken gehen würde.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Doch dann gab ihm Alex ein Abschiedsgeschenk.<br />
„Hier, für dich. Immerhin ist dein alter Fußball schon ziemlich abgenutzt. Vergiss mich nicht und lass dich ab und zu mal wieder hier blicken.“<br />
„Oh, super!“, jubelte Florian. „Ich werde immer an dich denken, wenn ich mit dem Neuen trainiere.“<br />
Ja, was soll ich sagen? Sie legten mich an den Rand des Spielfeldes und kickten mit dem Neuen. Aber es kam noch schlimmer. Am Abend als sie sich verabschiedeten, vergass mich Florian mit nach Hause zu nehmen.<br />
„Das war es dann also“, dachte ich so bei mir.&#8220;Ich habe ausgedient.&#8220;<br />
Ich war traurig, einfach so abgelegt zu werden.<br />
In der Nacht kam Wind auf, um nicht zu sagen, es stürmte. So rollte ich auf dem Fußballplatz hin und her. Das war ja eigentlich ganz nett, aber ich war allein. Außerdem begann es zu regnen. Gegen Morgen ließen Wind und Regen nach und als die Sonne aufging, kam ich in einer Pfütze zum Liegen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Was wird mir wohl dieser Tag bescheren?“, fragte ich mich und jammerte still und leise vor mich hin.<br />
Die Sonne trocknete die Pfütze, in der ich lag. Auch ich war inzwischen wieder trocken, als ich Stimmen hörte. Ein paar fremde Jungs kamen vorbei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hey, da liegt ein Fußball!“, rief einer von ihnen aus.<br />
„Der sieht ja schon ganz schön ramponiert aus. Wurde wahrscheinlich viel benutzt“, meinte der andere und hob mich auf. „Aber Luft hat er noch und scheint auch so noch in Ordnung zu sein. Lass ihn uns mal ausprobieren!“<br />
Ja, und nun wurde ich wieder hin und her gekickt. Das machte nicht nur mir, sondern auch den Jungs Spaß.<br />
Aber das ist nicht alles, was an diesem Tag geschah. Plötzlich erschienen nacheinander noch zwei Jungs. Zuerst kam Florian.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ha“, freute ich mich. „Er hat bemerkt, dass er mich vergessen hat und will mich nun holen.“<br />
Und dann kam auch noch Alex.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hey, kommt her und spielt mit!“, riefen ihnen die Jungs auf dem Spielfeld zu. Jetzt klopften sich Alex und Florian freundschaftlich gegenseitig auf die Schultern, sozusagen als Abschiedsgruß. Dann wandte sich Florian zum Gehen, doch ich konnte seine letzten Worte noch verstehen:<br />
„Machs gut! Ich komme immer wieder mal zu Besuch. Halte unseren alten Fußball in Ehren. Und nun lauf schon und kicke mit den Jungs dort!“<br />
„Mach ich!“, nickte Alex. „Bis bald!“<br />
Kurz darauf spürte ich seinen Fuß, der mich auf direktem Weg ins Tor beförderte. Es war ein tolles Spiel und half Alex und mir die Traurigkeit über Florians Wegzug zu verarbeiten. Am Abend hob mich Alex auf und trug mich mit nach Hause.<br />
„Bis morgen!“, riefen ihm die Jungs zu. „Gleicher Ort, gleiche Zeit! Und vergiss den alten guten Fußball nicht!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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