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	<title>echt &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Echt jetzt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2022 13:46:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[echt]]></category>
		<category><![CDATA[Einfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Klingel]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bereite gerade das Mittagessen vor, als mein Mann aus seinem Arbeitszimmer kommt.  „Sag mal“, fragt er mich, während er neugierig in meinen Kochtopf schaut, „ich war doch heute mit Tobias verabredet?!“ Tobias ist ein langjähriger guter Bekannter, der hin und wieder mal bei uns vorbeischaut. Leider ist er momentan arbeitslos und lebt zur Zeit ein bisschen in den Tag hinein. Er nimmt das Leben wie es kommt und ist trotzdem meistens gut gelaunt. „Oder täusche ich mich?“, reißt mich mein Gatte aus meinen Gedanken. „Nein, nein, es stimmt schon“, bestätige ich ihm. „Er hat versprochen um zehn Uhr vorbeizukommen, weil du ihm beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen behilflich sein willst.“ Mein Blick wandert zur Küchenuhr und ich zucke mit den Schultern, denn sie zeigt mit ihren beiden Zeigern genau auf die Zwölf. „Das ist typisch für Tobias. Wahrscheinlich hat er es vergessen oder hat keine Lust. Ich denke mal, er wird nicht mehr kommen.“ „Aber wenigstens Bescheid könnte er sagen“, beschwert sich mein Mann und geht wieder zurück in sein Arbeitszimmer. Es dauert exakt fünf &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bereite gerade das Mittagessen vor, als mein Mann aus seinem Arbeitszimmer kommt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Sag mal“, fragt er mich, während er neugierig in meinen Kochtopf schaut, „ich war doch heute mit Tobias verabredet?!“</p>
<p>Tobias ist ein langjähriger guter Bekannter, der hin und wieder mal bei uns vorbeischaut. Leider ist er momentan arbeitslos und lebt zur Zeit ein bisschen in den Tag hinein. Er nimmt das Leben wie es kommt und ist trotzdem meistens gut gelaunt.</p>
<p>„Oder täusche ich mich?“, reißt mich mein Gatte aus meinen Gedanken.</p>
<p>„Nein, nein, es stimmt schon“, bestätige ich ihm. „Er hat versprochen um zehn Uhr vorbeizukommen, weil du ihm beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen behilflich sein willst.“</p>
<p>Mein Blick wandert zur Küchenuhr und ich zucke mit den Schultern, denn sie zeigt mit ihren beiden Zeigern genau auf die Zwölf.</p>
<p>„Das ist typisch für Tobias. Wahrscheinlich hat er es vergessen oder hat keine Lust. Ich denke mal, er wird nicht mehr kommen.“</p>
<p>„Aber wenigstens Bescheid könnte er sagen“, beschwert sich mein Mann und geht wieder zurück in sein Arbeitszimmer.</p>
<p>Es dauert exakt fünf Minuten, sprich: Es ist jetzt fünf nach zwölf. Unsere Klingel verrät mir, dass jemand vor der Tür steht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Vermutlich ist es der Postbote, der einen unserer Nachbarn nicht angetroffen hat und nun die Weihnachtsbestellung bei uns abgeben möchte“, überlege ich, während des Türöffnens.</p>
<p>Erstaunt sehe ich jedoch eine andere Person in der Einfahrt stehen. Ich erkenne diesen Mann sofort, obwohl er mir den Rücken zuwendet und irgendetwas an meinem Autofenster begutachtet. Es ist der sehnlichst erwartete Tobias.</p>
<p>„Na,“ rufe ich ihm grinsend entgegen. „Dich haben wir schon abgeschrieben.“</p>
<p>Und dann kommt mein salopp daher gesagter Nachsatz, den ich ohne Hintergedanken folgen lasse:</p>
<p>„Kannst gleich abziehen!“</p>
<p>Tobias dreht sich ruckartig zu mir um und meint mit erstauntem Gesicht:<br />
„Echt jetzt?“</p>
<p>„Na klar!“, antworte ich.</p>
<p>Noch bevor ich überhaupt kapiert habe, was Tobias meint, was ich wohl mit meinem Nachsatz gemeint haben könnte, steht mein Mann in der Tür.</p>
<p>„Wieso soll Tobias abziehen?“</p>
<p>Jetzt drehe <i>ich</i> mich mit erstauntem Gesicht zu meinem Mann um und brauche ein oder zwei Sekunden, bevor mir das Missverständnis klar wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann allerdings breche ich in anhaltendes Gelächter aus und höre erst wieder auf, als mein Mann Tobias hereinbittet:</p>
<p>„Komm in die warme Stube. Das hat sie sicher nicht so gemeint.“</p>
<p>„Doch!“, sage ich. „Ich habe gemeint, dass er dieses Schild an meinem Autofenster abziehen soll, das jemand in die Dichtung gesteckt hat, weil er mein Auto kaufen will und das Tobias sich so genau angeschaut hat.“</p>
<p>„Ach“, lacht nun auch Tobias. „Und ich dachte, ich soll wieder gehen. Ich war nämlich erst neulich auf unseren pubertierenden Teenager extrem sauer. Er hatte sich wieder einmal etwas Unmögliches geleistet und ich habe ihn auf sein Zimmer geschickt, indem ich verärgert gesagt habe:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Zieh ab!“</p>
<p>„Echt jetzt?“, frage ich Tobias grinsend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-bruecke/">Die Brücke</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/kuschelig/">Kuschelig</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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