<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>dunkel &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/dunkel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 15 Oct 2021 06:56:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Vom Winde verweht</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/7385-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/7385-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 06:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7385</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header class="entry-header">
<h1 class="entry-title"><strong style="font-size: 15px; color: #191919; font-family: 'Libre Baskerville', Georgia, serif;">Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </strong></h1>
</header>
<div class="entry-content">
<p><span class="dropcap">I</span>m Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Dann legt sie mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p>Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p><em><strong>Bettina</strong></em></p>
<p>Unter dem Blatt neben mir schreibt ein anderes Mädchen seinen Namen:</p>
<p><em><strong>Zahira</strong></em></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herbstgedanken/">Herbstgedanken</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/5497-2/">Wetterprognosen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hessische-herbstimpressionen/">Hessischer Herbst</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/7385-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7385</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Dumme Socke</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/dumme-socke/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/dumme-socke/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 07:58:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[durcheinander]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Paar]]></category>
		<category><![CDATA[Partner]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Socke]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[weiß]]></category>
		<category><![CDATA[Zweisamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3627</guid>

					<description><![CDATA[&#160; Heute geht es hier wieder einmal rund,- es ist ganz schön was los. Alles ist durcheinander. Keiner weiß, was eigentlich passiert ist. Ihr glaubt das nicht? Na, dann hört doch einfach mal hin. Bestimmt könnt ihr das Gemeckere und die Streitereien laut und deutlich vernehmen. Ich vermute sogar, dass es auch bei Euch gelegentlich so zugeht. Das bezweifelt Ihr? Ach, was soll ich lange um den heißen Brei herum reden, lest doch einfach weiter und Ihr werdet verstehen, was hier los ist: „Was machst du eigentlich hier?“, fragt die Eine. „Du gehörst hier nicht hin!“, erklärt die Andere. „Mach, dass du wegkommst!“, ruft die Nächste. „Verschwinde endlich!“, befiehlt die Vierte. „Du dumme Socke, hau endlich ab!“, schimpfen sie im Chor. Alle schreien wild durcheinander und schauen die Fremde an. Diese hat sich schon ganz ängstlich verkrochen und versucht sich ganz klein zu machen. Kurzzeitig gelingt es ihr sich zu verstecken, aber die anderen haben die Fremde sofort wieder entdeckt. „Wie soll ich denn verschwinden? Ich kann doch hier nicht weg! Man hat mich doch &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute geht es hier wieder einmal rund,- es ist ganz schön was los. Alles ist durcheinander. Keiner weiß, was eigentlich passiert ist. Ihr glaubt das nicht? Na, dann hört doch einfach mal hin. Bestimmt könnt ihr das Gemeckere und die Streitereien laut und deutlich vernehmen. Ich vermute sogar, dass es auch bei Euch gelegentlich so zugeht. Das bezweifelt Ihr? Ach, was soll ich lange um den heißen Brei herum reden, lest doch einfach weiter und Ihr werdet verstehen, was hier los ist:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>as machst du eigentlich hier?“, fragt die Eine.<br />
„Du gehörst hier nicht hin!“, erklärt die Andere.<br />
„Mach, dass du wegkommst!“, ruft die Nächste.<br />
„Verschwinde endlich!“, befiehlt die Vierte.<br />
„Du dumme Socke, hau endlich ab!“, schimpfen sie im Chor.<br />
Alle schreien wild durcheinander und schauen die Fremde an. Diese hat sich schon ganz ängstlich verkrochen und versucht sich ganz klein zu machen. Kurzzeitig gelingt es ihr sich zu verstecken, aber die anderen haben die Fremde sofort wieder entdeckt.<br />
„Wie soll ich denn verschwinden? Ich kann doch hier nicht weg! Man hat mich doch eingesperrt!“, ruft sie voller Furcht den anderen zu.<br />
„Hört mal her!“, sagt die Anführerin der anderen. „Wir sind alle hier eingesperrt und keiner von uns kann hier heraus, bevor nicht jemand von außen die Luke aufmacht. Wir müssen also irgendwie miteinander auskommen. Also streitet euch nicht!“<br />
„Sie hat recht!“, erkennen nun auch die anderen.<br />
„Wieso mögt ihr mich eigentlich nicht?“, will nun die Fremde wissen. „Nur weil ich anders aussehe als ihr?“<br />
„Du gehörst einfach nicht zu uns! Siehst du das denn nicht?“, erhält sie zur Antwort.<br />
„Nur weil ich weiß bin und ihr alle dunkel oder sogar ganz schwarz?“<br />
„Ja genau!“, stimmt ein schwarzes Pärchen zu. „Du bist eine weiße Socke und außerdem bist du allein. Wir sind immer zu zweit.“<br />
„Da habt ihr aber Glück gehabt, dass ihr immer noch als Paar zusammen seid“, erklärt die weiße Socke. „Eigentlich gehört zu mir auch noch eine zweite Socke. Wir sind nämlich auch ein Paar, aber man hat mich von meiner Partnersocke getrennt. Plötzlich hat man mich von ihr weg gerissen und nun bin ich hier.“<br />
Die anderen hören ganz gespannt zu, während sie sich alle zusammen in der mit Waschlauge gefüllten Trommel drehen.<br />
„Ich kann nichts dafür. Tut mir bitte nichts!“, fleht die weiße Socke die anderen viel dunkleren Socken an. „Ich weiß ja, dass es dumm ist, sich bei euch einzuschmuggeln.“<br />
„Du hast Glück im Unglück!“, beruhigt eine dunkelblaue Socke die weiße Fremde. „Wir sind alle schon ein bisschen älter und auch schon mit allen Wassern gewaschen. In jungen Jahren hätte dies anders ausgesehen, aber jetzt tun wir dir nichts mehr. Du bleibst so weiß, wie du bist, wir werden dich nicht umfärben.“<br />
Die weiße Socke ist froh und erleichtert. Hatte sie schon befürchtet, dass sie als graue Socke die Waschtrommel verlassen und nicht mehr zu ihrer Partnersocke passen würde. Dann wäre sie sicherlich im Müll gelandet oder hätte als Schuhputzsocke ihr restliches Leben fristen müssen.<br />
„Hoffentlich finde ich meine Partnerin wieder und wir sind weiterhin ein Paar!“, sagt sie leise und fast schon ein bisschen kläglich.<br />
„Ach ja, das wird schon klappen!“, tröstet ein braunes Sockenpärchen die weiße Socke.<br />
„Das kann aber ein Weilchen dauern“, meint die Anführerin der dunklen Socken.<br />
„Wieso das denn?“<br />
„Mir ist das auch schon passiert. Ich bin eine schwarze Socke und von meiner Art gibt es viele. Wir sehen uns alle ähnlich und unterscheiden uns nur in Kleinigkeiten. Mal ist der Bund ein bisschen breiter, mal ist irgendwo ein kleines Dreieck oder ein Punkt oder irgendein anderes klitzekleines Merkmal. Neulich hatte die Oma keine Brille auf und da konnte sie uns nicht unterscheiden und so bin ich mit meinem Dreieck zu einer schwarzen Socke mit einem Punkt gesteckt worden. Erst als wir wieder mit der Schmutzwäsche in die Waschmaschine kamen, haben wir uns wieder gefunden.“<br />
„Ohje!“, seufzt die weiße Socke und wischt sich eine Träne weg.<br />
„Bestimmt passiert dir das nicht“, erklärt die dunkelblaue Socke. „Du bist die einzige weiße Socke unter uns dunklen Socken und wirst gleich zur Seite gelegt.“<br />
„Aber wenn niemand meine Partnerin findet, dann werde ich bestimmt weggeworfen!“, weint die weiße Socke verzweifelt.<br />
Genau in diesem Moment beginnt sich die Trommel immer schneller und heftiger zu drehen. Den Socken wird es total schlecht und obendrein auch noch schwindelig. Alle beginnen zu schreien und zu jammern. Es ist ein Höllenlärm in der Waschmaschine. Jede einzelne Socke wird an die Trommelwand gedrückt. Doch plötzlich verringert sich die Umdrehungsgeschwindigkeit und alle purzeln wieder in die Mitte der Trommel. Nun ist es ganz ruhig und auf einmal öffnet sich die Luke. Eine Hand greift in die Trommel, packt einige nasse Socken und wirft sie in den Wäschekorb.<br />
„Ach schau mal an!“, sagt eine Frauenstimme. „Was machst du denn hier? Du gehörst hier doch gar nicht hin!“<br />
„Ich weiß, ich weiß!“, ruft die helle Socke. „Hilf mir! Ich will wieder zu meiner Partnersocke!“<br />
„Ach“, sagt die Frau, „jetzt kommt sowieso die weiße Wäsche dran. Da wasche ich dich einfach noch einmal mit und bestimmt findet sich dann auch die zweite weiße Socke wieder. Dann seid ihr wieder ein Paar.“<br />
In hohem Bogen fliegt die weiße Socke auf einen Haufen mit weißer Wäsche und landet ein paar Minuten später erneut in der Waschmaschine.<br />
„Hallo, hallo!“, ruft sie laut aus. „Ich bin so allein, denn ich habe meine Partnerin verloren. Weiß jemand, wo sie ist?“<br />
„Hallo“, ruft es zurück. „Ich bin hier! Ich habe dich schon so vermisst.“<br />
„Ich komme!“, ruft die einsame weiße Socke. „Bei der nächsten Trommelumdrehung schwimme ich zu dir hinüber.“<br />
Schon dreht sich die Trommel und die beiden weißen Socken sind wieder vereint. Sie halten sich glücklich umschlungen und verlassen bald darauf die Waschmaschine wieder als Paar, &#8211; strahlend und weiß. Und wenn sie niemand mehr trennt, erfreuen sie sich auch weiterhin ihrer Zweisamkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/">Waschmaschinengespräche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different/">Same, same, but different</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different-teil-2/">Same, same, but different (Teil2)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/dumme-socke/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>13</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3627</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
