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	<title>neues Jahr &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Entführung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2016 15:30:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Entführung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bestimmt möchtet Ihr wissen, wie Professor Konfusi so ins Neue Jahr gekommen ist. Ich verrate vorerst nur soviel, dass es zunächst ganz schön turbulent zuging und dann jedoch ganz ruhig. Aber lest doch einfach weiter, dann könnt Ihr alles ganz genau erfahren: Es ist der Vormittag des 31. Dezembers. „Brauchst du etwas aus dem Keller?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann. „Ich gehe nämlich runter.“ Sie erhält lediglich ein stummes Kopfschütteln, denn der Professor sitzt gerade über seiner Briefmarkensammlung und sortiert den Briefmarkenjahrgang 1989. Frau Konfusi geht nach unten, um den Kassler aus der Gefriertruhe zu holen, denn bei ihnen ist es Tradition am Neujahrstag Kassler mit Sauerkraut zu essen. Sie lächelt still vor sich hin, denn die Sache mit dem Sauerkraut an Neujahr ist so eine Art Aberglaube, den sie von ihren Eltern her kennt und der auch in ihrer eigenen Familie zwar nicht wirklich geglaubt, aber doch gepflegt wird. Das Sauerkraut am 1. Januar soll nämlich dafür sorgen, dass der Geldbeutel im kommenden Jahr nicht leer wird, sondern sich sogar noch füllt. Aber eigentlich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bestimmt möchtet Ihr wissen, wie Professor Konfusi so ins Neue Jahr gekommen ist. Ich verrate vorerst nur soviel, dass es zunächst ganz schön turbulent zuging und dann jedoch ganz ruhig. Aber lest doch einfach weiter, dann könnt Ihr alles ganz genau erfahren:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist der Vormittag des 31. Dezembers.</p>
<p style="text-align: left;">„Brauchst du etwas aus dem Keller?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann. „Ich gehe nämlich runter.“ Sie erhält lediglich ein stummes Kopfschütteln, denn der Professor sitzt gerade über seiner Briefmarkensammlung und sortiert den Briefmarkenjahrgang 1989.<br />
Frau Konfusi geht nach unten, um den Kassler aus der Gefriertruhe zu holen, denn bei ihnen ist es Tradition am Neujahrstag Kassler mit Sauerkraut zu essen. Sie lächelt still vor sich hin, denn die Sache mit dem Sauerkraut an Neujahr ist so eine Art Aberglaube, den sie von ihren Eltern her kennt und der auch in ihrer eigenen Familie zwar nicht wirklich geglaubt, aber doch gepflegt wird. Das Sauerkraut am 1. Januar soll nämlich dafür sorgen, dass der Geldbeutel im kommenden Jahr nicht leer wird, sondern sich sogar noch füllt. Aber eigentlich rührt es aus den Kriegsjahren, in denen es in den Wintermonaten kein frisches Gemüse gab, nur eben das Sauerkraut. ( <a href="http://www.kochwiki.org/wiki/Sauerkraut_zum_Neujahr">Sauerkraut zum Neuen Jahr</a>)<br />
Gedankenverloren schließt sie die Kellertür auf, da hört sie Stimmen. Sie kommen aus dem Keller, der zu der leerstehenden Wohnung im 3. Stock gehört.<br />
„Ob wir ab Januar neue Mieter im Haus haben?“, fragt sie sich im Stillen. „Ich habe bisher niemand gesehen und auch noch nichts davon gehört.“<br />
Sie dreht sich um, sieht aber niemand. Gesprächsfetzen dringen an ihr Ohr:<br />
<strong><em>„Verhalte dich still!…</em></strong><br />
<strong><em>…Nicht rumzappeln!…</em></strong><br />
<strong><em>…Entführung…“</em></strong><br />
Frau Konfusi hält die Luft an. Da es im Keller so hallt, ist es ihr nicht möglich mehr zu verstehen, geschweige denn die Stimmen zu identifizieren.<br />
„Um Himmels Willen! Eine Entführung! Hier im Haus!“, fährt es ihr durch den Kopf. Sie muss schnellstmöglich wieder nach oben und ihrem Mann davon erzählen und selbstverständlich auch, um die Polizei zu informieren. So leise wie möglich schleicht sie zur Kellertreppe. Plötzlich hört sie ein Geräusch, als würde etwas Schweres über den Boden gezogen und wieder eine Stimme:<br />
<em><strong>„Pass doch auf!…</strong></em><br />
<em><strong>…Wir brauchen ganz schnell Wasser!…</strong></em><br />
<em><strong>…sonst stirbt er uns noch!…</strong></em><br />
<em><strong>…dann war die ganze Entführung umsonst…</strong></em></p>
<p>Frau Konfusi bekommt es mit der Angst zu tun und eilt die Treppen so schnell sie kann nach oben. Atemlos kommt sie oben an, reißt die Wohnungstür auf und ruft:<br />
„Hilfe! Entführung!“<br />
Erschrocken kommt Professor Konfusi aus dem Wohnzimmer geeilt.<br />
„Was ist denn los? Du bist ja total außer Atem und so blass als hättest du ein Gespenst gesehen. Setz dich erst einmal und dann erzähl der Reihe nach!“, fordert er seine Frau auf und reicht ihr ein Glas Wasser.<br />
„Dort unten, in dem leeren Keller sind Entführer. Ich habe es ganz deutlich gehört!“<br />
„Beruhige dich! Was hast du denn gehört?“<br />
Jetzt erzählt Frau Konfusi ihrem Mann die ganze Geschichte. Sie ist immer noch total aufgeregt.<br />
„Wir müssen die Polizei verständigen!“, schließt sie ihren Bericht ab.<br />
„Warte erst noch einen Moment. Ich schleiche mich mal hinunter. Vielleicht hört ja nur jemand bei den Silvestervorbereitungen im Keller Radio. Du hast dich bestimmt getäuscht!“<br />
„Nein, nein!“, beteuert Frau Konfusi. „Bleib lieber hier!“<br />
„Wenn ich in 10 Minuten nicht wieder hier oben bin, dann rufst du die Polizei“, bestimmt ihr Gatte, schnappt sich seinen Spazierstock, falls er sich verteidigen muss und schon fällt die Wohnungstür ins Schloss.<br />
Frau Konfusi jedoch holt sich das tragbare Telefon und lauscht durch einen Spalt ins Treppenhaus hinaus. Alles ist still, so als wäre nichts geschehen. Und doch passiert dort unten im Keller etwas.<br />
Nach Minuten der Stille, die ihr endlos erscheinen, hört sie Schritte auf der Treppe. Gerade will sie die Notrufnummer der Polizei wählen, da erkennt sie die Stimme ihres Mannes:<br />
„Ihr seid mir aber zwei schöne Entführer! Wie seid ihr nur auf so eine Idee gekommen.“<br />
Schon schiebt er Marco und dessen Freund Manuel zur Wohnungstür hinein.<br />
„So, hier haben wir die Übeltäter!“, sagt er und lächelt seine Frau an. „Du kannst ganz beruhigt sein, wir brauchen keine Polizei. Aber Erklärungsbedarf besteht schon!“, richtet er sich zuerst an seine Gattin und dann an die beiden Jungs.<br />
Marco blickt beschämt nach unten auf seine Füße. Dann holt er dreimal kräftig Luft und beginnt seine Berichterstattung, zuerst etwas stockend, doch dann immer flüssiger.<br />
„Alles fing an der Weihnachtsfeier an, zu der mein Vater bei seinem Chef eingeladen war. Sie erinnern sich doch, als er das Problem mit dem Krawattenbinden hatte.“<br />
„Ja, ja, erzählt nur weiter!“, ermuntert ihn Professor Konfusi.<br />
„Naja und der Chef hat meinem Vater zu Silvester einen Karpfen versprochen, sozusagen als zusätzlichen Dank für seine gute Arbeit.“<br />
Marco stockt und blickt hilfesuchend zu seinem Freund, der auch gleich einspringt.<br />
„Gestern hat er ihn bei Marcos Eltern vorbeigebracht. Ich war gerade dort und habe gesehen, wie er ihn in einem mit Wasser gefüllten großen Eimer brachte“, erzählt Manuel.<br />
„Mein Vater und der Chef haben den lebenden Fisch in die Badewanne gesetzt, denn wenn er noch ein wenig in sauberem Wasser schwimmt, dann schmeckt er angeblich nicht mehr so schlammig. Und danach hat der Chef erklärt, wie der Karpfen getötet, ausgenommen und als Silvesteressen zubereitet werden muss werden.“<br />
Marco kämpft mit den Tränen. „Der Karpfen ist so ein schöner kräftiger Kerl und er hat mich aus seinen traurigen Augen angesehen.“<br />
Auch Marco schaut jetzt das ältere Ehepaar traurig an.<br />
„Und da sind wir auf die Idee mit der Entführung gekommen“, berichtet Manuel weiter. „Als Marcos Eltern vorhin noch einmal schnell in die Stadt gefahren sind, haben wir den Karpfen sozusagen entführt. Wir haben ihn in den leerstehenden Keller gebracht, eine alte Blechwanne aus unserem Schuppen geholt und wir waren gerade dabei diese mit Wasser zu befüllen, als der Professor uns erwischt hat.“<br />
„Wir hatten doch nur Mitleid mit dem Karpfen und außerdem mag ich auch überhaupt keinen Fisch essen. Nur weil das so eine Tradition zu Silvester ist, soll der Karpfen sterben. Und dann soll man auch noch eine Schuppe des Karpfens in der Geldbörse behalten, damit immer genug Geld da ist, hat der Chef erzählt. So ein Blödsinn! Deshalb wollten wir ihn morgen  in einen der Teiche hinten am Waldrand werfen, damit er wieder richtig schwimmen kann. Und von meinem Gesparten habe ich schon ganz viele Würstchen und Kartoffelsalat beim Metzger geholt, damit das Silvesteressen nicht ganz ausfällt“, erklärt Marco.<br />
„Ach, bin ich froh, dass es nur eine Karpfenentführung war!“, lacht Frau Konfusi erleichtert und holt den beiden Jungs Limonade und Schokolade.<br />
„Wann kommen denn deine Eltern zurück?“, will sie noch von Marco wissen.<br />
„Ich glaube, sie müssen jeden Moment auftauchen!“, antwortet der Junge ängstlich.<br />
„Na, dann werde ich mal im Treppenhaus auf sie warten und die Beiden zu uns herein bitten. Aber Marco, du musst es ihnen schon selbst beichten“, sagt Professor Konfusi. „Ich bin mir sicher, das lässt sich alles regeln!“<br />
So ist es dann auch, denn es stellt sich heraus, dass auch Marcos Eltern Würstchen besorgt haben. Auch sie ziehen dieses einfache Silvesteressen dem Karpfen vor.<br />
Nach dieser ganzen Aufregung am Vormittag, rutschen Professor Konfusi und seine Frau um Mitternacht doch noch still und friedlich ins Neue Jahr. Sie stoßen in trauter Zweisamkeit mit einem Gläschen Sekt an und danach gehen sie hinunter auf die Straße. Sie bestaunen mit den Nachbarn das Feuerwerk und wünschen allen ein frohes und gesundes Neues Jahr.<br />
Am Nachmittag des 1. Januars marschieren sie gemeinsam mit Marco, seinen Eltern und seinem Freund Manuel zu den Fischteichen. Dort lassen sie den Karpfen Egon, inzwischen hat er nämlich auch noch einen Namen erhalten, sanft ins Wasser gleiten. Irgendwie scheint es ihnen, als blicke dieser noch einmal zu ihnen ans Ufer, doch dann schwimmt er davon.</p>
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		<title>Same, same, but different</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2015 23:14:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[different]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzung]]></category>
		<category><![CDATA[neues Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[same]]></category>
		<category><![CDATA[Socken]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
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					<description><![CDATA[Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wir haben die Sekunden bis Punkt Mitternacht gezählt, haben mit Sekt angestoßen und uns ein gutes neues Jahr gewünscht. Überall stiegen die Raketen in die Luft und allerorts gab es ein prächtiges Feuerwerk. Alljährlich vertreiben wir die bösen Geister des alten Jahres und begrüßen mit großem Hallo das kommende Jahr. Das ähnelt sich irgendwie doch jedes Jahr, es ist eben „Same procedure as every year“. Mir fällt ein Spruch der Thailänder ein, der mir irgendwie passend scheint: „Same, same, but different“. Hierzu möchte ich Euch zwei lustige Begebenheiten aus unserem Leben erzählen. Obwohl sie nichts mit dem Jahreswechsel zu tun haben, wähle ich sie als meine ersten beiden Blogbeiträge aus, um damit das Neue Jahr auf eine lustige Art beginnen zu lassen. Denn Lachen macht fröhlich und so wünsche ich uns allen ein fröhliches 2016! „Ich brauche unbedingt meine schwarzen Socken“, sagt mein Mann in unserem Hotelzimmer in Bangkok. „Zum Anzug kann ich die hellen Socken, die hier noch in der Schublade liegen, nicht anziehen.“ „Ach“, sage ich, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wir haben die Sekunden bis Punkt Mitternacht gezählt, haben mit Sekt angestoßen und uns ein gutes neues Jahr gewünscht. Überall stiegen die Raketen in die Luft und allerorts gab es ein prächtiges Feuerwerk. Alljährlich vertreiben wir die bösen Geister des alten Jahres und begrüßen mit großem Hallo das kommende Jahr. Das ähnelt sich irgendwie doch jedes Jahr, es ist eben „Same procedure as every year“. Mir fällt ein Spruch der Thailänder ein, der mir irgendwie passend scheint: „Same, same, but different“.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>ierzu möchte ich Euch zwei lustige Begebenheiten aus unserem Leben erzählen.<br />
Obwohl sie nichts mit dem Jahreswechsel zu tun haben, wähle ich sie als meine ersten beiden Blogbeiträge aus, um damit das Neue Jahr auf eine lustige Art beginnen zu lassen. Denn Lachen macht fröhlich und so wünsche ich uns allen ein fröhliches 2016!</p>
<p>„Ich brauche unbedingt meine schwarzen Socken“, sagt mein Mann in unserem Hotelzimmer in Bangkok. „Zum Anzug kann ich die hellen Socken, die hier noch in der Schublade liegen, nicht anziehen.“<br />
„Ach“, sage ich, „die habe ich waschen lassen, weil ich nicht so viele Socken eingepackt habe. Ich schau gleich mal nach, ob sie schon zurück sind.“<br />
Gut in kleine Plastikpäckchen verpackt, liegt die gewaschene Wäsche im Schrank.<br />
„Hier sind sie!“, rufe ich meinem Mann zu, der auch schon herbei geeilt kommt und mir ungeduldig das keine Päckchen entreißt, aber auch sofort wieder an mich zurückgibt.<br />
„Ich krieg das nicht auf, außerdem hab ich es eilig!“<br />
Kurzerhand zerreiße ich die Plastikfolie und hole die schwarzen Socken heraus.<br />
„Ach“, sage ich heute schon zum zweiten Mal. „Ich glaube das sind die Reisestützstrümpfe, die ich dir für den Langstreckenflug gekauft habe!“<br />
Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht, denn sie sehen irgendwie komisch aus.<br />
„Seltsam, was haben die mit denen gemacht?“<br />
Ich halte ziemlich verwaschene und ausgebleichte ehemals scheinbar schwarze sehr dicke Strümpfe in die Höhe. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass sie so ausgeleiert und verwaschen ausgesehen haben, bevor ich sie zum Waschen gegeben habe. Da stimmt irgendetwas nicht.<br />
„Die zieh ich nicht an!“, verkündet mein Peter auch schon entschieden. „Ich brauch ganz normale Socken, außerdem sind die ziemlich ekelig!“<br />
Das finde ich allerdings auch und kann mich nicht erinnern, dass mein Mann überhaupt jemals solche Socken besessen hat. Außerdem habe ich gerade etwas entdeckt, das auch unmöglich ein Indiz für die Socken meines Peters sein kann. Jeder der beiden Socken hat auf der Unterseite kleinere und größere Löcher.<br />
Während Peter inzwischen seine eigenen Socken ausfindig gemacht hat, stelle ich Vermutungen an.<br />
„Ich bin gestern hier im Hotel von einem älteren Mann aus Alaska angesprochen worden“, erzähle ich meinem Göttergatten.<br />
Ich kombiniere in Gedanken die Dicke der Wollstrümpfe mit der Kälte in Alaska und komme zu dem Schluss, dass diese wohl dem besagten Herrn gehören müssten.<br />
„Schmeiß sie weg!“, ruft mir mein Mann zu, bevor er das Hotel in Richtung Universität verlässt.<br />
„Irgendjemand gehören sie ja wohl“, rufe ich ihm noch nach.<br />
Ich packe die Socken zusammen und fahre mit dem Aufzug nach unten an die Rezeption. Hier versuche ich den Thailändern mit ihren eigenen Worten zu erklären, dass dies nicht unser Eigentum ist. Ich lege ihnen die Socken auf den Empfangstisch:<br />
„Same, same, but different!“, erkläre ich ihnen und sie lächeln mich an.<br />
Nach einigen Erklärungen, erhalte ich wiederum ein Lächeln und ein kräftiges Nicken.<br />
„We will search for your socks!“ <em>(Originalton)</em><br />
Der Herr an der Rezeption greift zum Telefon und ruft das &#8222;Housekeeping&#8220; an. Danach erklärt er mir, dass sie eine große Suche starten würden und wir am Abend die richtigen Socken auf unserem Zimmer hätten. Naja, das würde ja ausreichen, denn am nächsten Tag wollen wir zurück nach Deutschland fliegen.<br />
Schon am Abend als wir nach dem Abendessen in das Hotel zurückkehren, empfängt man uns freudestrahlend an der Rezeption. Man habe die Socken ausfindig gemacht, so erklärt man uns sichtlich erleichtert. Auch wir freuen uns. Nicht etwa, weil unsere Socken so kostbar oder unersetzlich gewesen wären, sondern weil die Thailänder so eifrig nach ihnen gesucht haben und das auch noch mit Erfolg.<br />
Als wir unser Appartement betreten, sehen wir das Plastikpäckchen mit den Socken schon auf dem Tisch liegen. Voller Erwartung packen wir die Socken aus und freuen uns noch mehr. Uns kullern vor Freude nur so die Tränen über die Wangen. Was wir in der Hand halten, sind die selben Socken, die wir vor ein paar Stunden zurück gebracht haben. Sie sind lediglich im Kreis gedreht worden und sind wieder bei uns gelandet, so nach dem Motto „Same, same, but different“. Schwarze Socken sind eben schwarze Socken, egal wie sie sonst noch aussehen.<br />
Am nächsten Tag bei unserer Abreise übergibt mein Mann die Socken wiederum den Bediensteten des Hotels. Wir scherzen, dass wir uns schon jetzt auf Weihnachten und über ein Überraschungspaket aus Thailand freuen, das dann vermutlich die Socken meines Mannes enthalten würde. Die Thailänder lachen uns fröhlich an und wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr.<br />
Übrigens, es kam zu Weihnachten weder ein Sockenpaket aus Thailand an, noch die vermisste Ansichtskarte von Mallorca, von der ich ja auch schon berichtet habe.<br />
Die zweite Geschichte, passend zum Thema „Same, same, but different“, erzähle ich Euch in der Fortsetzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichte zum Jahresanfang  lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
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		<title>Ohje, das fängt ja gut an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2015 19:49:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Haustür]]></category>
		<category><![CDATA[neues Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafanzug]]></category>
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		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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		<category><![CDATA[Udo Jürgens]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben das Jahr 2014 gemeinsam mit lieben Freunden in gemütlicher Runde verabschiedet und mit ihnen auch das Jahr 2015 begrüßt. Gute Vorsätze fassen, gegenseitiges Glück wünschen, sich mit Sekt zuprosten, Bleigießen und natürlich Feuerwerk ist das, was zu einer Silvesterfeier gehört und auch bei uns nicht gefehlt hat. Sich Geschichten erzählen, einander zuhören und selbstverständlich miteinander lachen, lassen uns fast drei Stunden nach Mitternacht mit guter Laune auseinandergehen. Wir sind müde und schlafen am nächsten Morgen etwas länger. Dann sollten wir normalerweise wieder im Tritt und gut gerüstet für den Alltag sein. Seltsamerweise scheint dies bei uns nicht der Fall zu sein. Denn oftmals sind wir am nächsten Tag topfit und spüren die Müdigkeit erst am übernächsten Tag. So auch anscheinend in diesem Jahr: Es ist der 2. Januar des neuen Jahres. Wir liegen noch im kuscheligen warmen Bett. Ich werde kurzzeitig wach und blinzele meinen Wecker an, der mir mit seinen Zeigern zu erkennen gibt, dass es gerade erst halb sieben ist. Durch die oberen Schlitze unseres Rolladens dringt noch kein helles Licht. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben das Jahr 2014 gemeinsam mit lieben Freunden in gemütlicher Runde verabschiedet und mit ihnen auch das Jahr 2015 begrüßt. Gute Vorsätze fassen, gegenseitiges Glück wünschen, sich mit Sekt zuprosten, Bleigießen und natürlich Feuerwerk ist das, was zu einer Silvesterfeier gehört und auch bei uns nicht gefehlt hat. Sich Geschichten erzählen, einander zuhören und selbstverständlich miteinander lachen, lassen uns fast drei Stunden nach Mitternacht mit guter Laune auseinandergehen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir sind müde und schlafen am nächsten Morgen etwas länger. Dann sollten wir normalerweise wieder im Tritt und gut gerüstet für den Alltag sein. Seltsamerweise scheint dies bei uns nicht der Fall zu sein. Denn oftmals sind wir am nächsten Tag topfit und spüren die Müdigkeit erst am übernächsten Tag. So auch anscheinend in diesem Jahr:<br />
Es ist der 2. Januar des neuen Jahres. Wir liegen noch im kuscheligen warmen Bett. Ich werde kurzzeitig wach und blinzele meinen Wecker an, der mir mit seinen Zeigern zu erkennen gibt, dass es gerade erst halb sieben ist. Durch die oberen Schlitze unseres Rolladens dringt noch kein helles Licht. Peters gleichmäßige Atemzüge signalisieren mir, dass auch er noch süß schlummert. Da für uns heute kein Arbeitstag ist, besteht auch keinerlei Veranlassung dieses warme Lager zu verlassen. Also drehe ich mich noch einmal um und schlafe auch sofort wieder ein.<br />
Ich träume gerade so schön, &#8211; irgendetwas von New York. Keine Ahnung, warum ich gerade auf diese amerikanische Metropole komme, jedenfalls bin ich im Traum dort. Die einzige Erklärung, die ich hierfür habe, ist der plötzliche Tod von Udo Jürgens und damit verbunden sein Lied „Ich war noch niemals in New York“, das ich erst wenige Tage zuvor gehört habe. Auch ich war noch niemals dort, übrigens auch nicht auf Hawaii. Bevor ich in meinem Traum ergründen kann, was ich in New York will, wo genau ich mich dort befinde, und ob jemand bei mir ist, dringt eine Stimme an mein Ohr. Nein, ich höre nicht Udo Jürgens singen und auch niemand hat mich in der besagten Stadt angesprochen. Die Stimme kommt leider von außerhalb meines Traumes und entreißt mich diesem urplötzlich.<br />
„Es hat geklingelt!“, lautet die frohe Botschaft, die mein Peter mir verkündet.<br />
„Ich habe nichts gehört.“<br />
„Doch, schon zweimal!“<br />
Ich überlege gerade noch, dass es doch zu so früher Stunde gar nicht sein kann, da erkenne ich auf dem Zifferblatt des Weckers, dass es inzwischen schon zehn Uhr ist.<br />
„Das wird Timo sein“, erkläre ich Peter. „Ich habe gestern Abend den Schlüssel von innen an der Haustür stecken gelassen, als ich die Tür zugeschlossen habe. Jetzt kann Timo mit seinem Schlüssel nicht rein. Mach doch bitte mal auf!“</p>
<p>Ob das wirklich Timo ist? Ich weiß es jedoch nicht so genau, denn Timo hat nicht erwähnt, dass er heute vorbeikommt und außerdem besitzt er eine ganz bestimmte Angewohnheit. Wenn er mit seinem Schlüssel nicht aufschließen kann oder will, dann klopft er einfach an das Glas der Haustür. Ich habe jedoch kein Klopfen gehört, aber eigentlich auch kein Klingeln. Immerhin war ich ja gerade in New York. Über diese Gedanken, die mir so durch den Kopf blitzen, behalte ich allerdings Stillschweigen, &#8211; das könnte nur unnötig für Verwirrung sorgen.<br />
Während Peter brav nach unten marschiert, ärgere ich mich. Da war ich anscheinend in den drei vergangenen Stunden das erste Mal in meinem Leben in New York und kann mich an nichts weiter als an den Namen dieser Stadt erinnern. Schade, denn ein kleines Sightseeing wäre schön gewesen. Überhaupt sollte man sich New York mal ansehen. Wenn es nur nicht so schrecklich weit weg wäre und der Flug nicht so lange dauern würde. Ich bin nämlich absolut kein Fan von Langstreckenflügen, &#8211; aber das sei nur mal ganz nebenbei bemerkt.<br />
Auf meinem Weg ins Badezimmer, vernehme ich von unten das Umdrehen des Schlüssels und anschließend das Öffnen der Tür. Plötzlich halte ich inne, denn was ich sonst noch höre, überrascht mich jetzt doch und ich stelle mir bildlich die Situation an der Eingangstür vor:<br />
Schlaftrunken und in Erwartung seines Sohnes öffnet Peter die Haustür. Wie ich meinen Göttergatten kenne, öffnet er diese jedoch nicht nur einen kleinen Spalt, um zunächst einmal vorsichtig hinaus zu spähen. Immerhin hätte er dann im äußersten Notfall die Tür noch schnell wieder schließen können. Nein, er reißt die Tür sofort sperrangelweit auf und steht in seinem grau und weiß gestreiften Schlafanzug mit wirren Haaren und Schlaf in den Augen vor dem Besucher. Dieser ist keinesfalls Timo, der seinen Vater nicht zum ersten Mal im Schlafanzug gesehen hätte. Für den Mann allerdings, der vor unserer Tür steht, kommt der Anblick meines Mannes in seinem nächtlichen Outfit doch eher unverhofft. Dieser Besucher ist auch nicht der Postbote, der Gärtner oder der Gasableser, sondern es handelt sich um einen seiner Doktoranden. Mit Sicherheit ist jeder von den Beiden beim Anblick des anderen mehr als nur überrascht. Naja, Professoren sind eben auch nur Menschen wie du und ich.<br />
„Ach, Sie habe ich ja vollkommen vergessen!“, vernehme ich Peters gefasste Stimme, denn meinen Mann kann so schnell nichts schocken, zumindest würde er es sich nicht anmerken lassen.<br />
Während Peter den besagten Doktoranden, dem die Situation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit äußerst peinlich ist, ins Haus bittet und ihn hoffentlich nicht einfach nur in das noch abgedunkelte Wohnzimmer setzt, fällt mir der Termin wieder ein. Gestern Abend habe ich Peter noch mitgeteilt, dass ich das Gefühl hätte, am darauffolgenden Tag würde irgendein Termin anstehen. Dieses Gefühl meinerseits zu bestätigen oder zu verneinen, wäre an sich kein Problem gewesen, aber keiner von uns machte sich jedoch die Mühe im jeweiligen Terminkalender nachzusehen. Wir beruhigten uns allerdings gegenseitig und fast wie aus einem Munde:<br />
„Ich kann mich an nichts erinnern.“<br />
Immerhin ist zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, eine sogenannte Ruhephase angesagt, sprich ein bisschen Freizeit ohne ständigen Termindruck. Der Alltag und die damit verbundene Arbeit würde uns auch in diesem Jahr frühzeitig genug einholen, aber wer hätte denn geahnt, dass es schon heute soweit ist?!<br />
„Ohje“, sage ich zu Peter, der inzwischen bei mir im Badezimmer erscheint. „Das fängt ja gut an!“<br />
„Wieso? Denk doch mal an Griechenland und Kalabrien!“, wirft er noch in den Raum bevor er in unserer Ankleide verschwindet und ich erinnere mich an zwei Erlebnisse, die sich vor vielen Jahren ereigneten (davon werde ich an anderer Stelle noch ausführlich berichten).<br />
„Das ist wieder einmal typisch für meinen Peter, &#8211; er findet an allem etwas Gutes“, denke ich und beeile mich beim Ankleiden, um dann ebenfalls unseren Besucher begrüßen zu können und ihm ein gutes neues Jahr zu wünschen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Auch meinen Lesern wünsche ich auf diesem Wege ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr</strong><br />
<strong> 2015</strong></p>
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