<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>Gartenzaun &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/gartenzaun/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Sat, 23 Jun 2018 16:12:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Lach mal wieder</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/lach-mal-wieder/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/lach-mal-wieder/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2018 16:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenzaun]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin]]></category>
		<category><![CDATA[Sommertag]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Telefon]]></category>
		<category><![CDATA[vergessen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=5231</guid>

					<description><![CDATA[Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten. „Du weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann. „Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“ Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen. Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„D</span>u weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann.<br />
„Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“<br />
Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen.<br />
Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl er eigentlich bereits da sein wollte oder zumindest jetzt bald nach Hause kommen sollte.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wird es heute denn wieder so spät?“, hatte ich ihn noch am Morgen gefragt und er hatte diese Frage verneint und sogar gemeint, dass er heute nicht so viele Termine habe.<br />
Mitten im schönsten Telefonat mit meiner Mutter vernehme ich ein Klopfen in meinem Ohr.<br />
„Ach Mutti, es ruft gerade noch jemand an“, erkläre ich ihr.<br />
„Dann lass uns schnell auflegen“, sagt sie und wir beenden unser Gespräch.<br />
Ein Blick auf das Display meines Handys zeigt mir, dass mein Mann anruft. Nichtsahnend nehme ich das Gespräch an.<br />
„Hallo“, flöte ich fröhlich in das Gerät.<br />
„Sag mal, hast du mich vergessen? Wann holst du mich denn endlich ab?!“, dringt seine etwas unwirsche Stimme an mein Ohr.<br />
„Wieso? Ich warte hier schon die ganze Zeit, dass du endlich heimkommst“, antworte ich.<br />
„Du wartest?! Du musst mich abholen. Ich habe doch kein Auto. Denk mal nach: Mein Auto ist in der Werkstatt.“<br />
„Oh!“, lache ich verlegen in den Hörer. „Das hab dich tatsächlich vergessen.“<br />
Verwundert bin ich jedoch schon. Am wenigsten allerdings über meine Vergesslichkeit, sondern hauptsächlich über den leicht säuerlichen Ton in der Stimme meines Mannes. So kenne ich ihn ja gar nicht und die Situation, dass er auf mich warten muss auch nicht. Eher verhält sich normalerweise die Sache umgekehrt.<br />
„Ich bin in zehn Minuten da!“, rufe ich zum anderen Ende der Telefonverbindung. „Du kannst schon runtergehen und vor dem Gebäude auf mich warten.“<br />
„Okay, ich steh dann also draußen und warte“, kommt es etwas versöhnlicher von meinem Mann.<br />
Bevor ich losdüse, berichte ich allerdings noch schnell meiner Mutter, dass das Anklopfen im Handy von meinem Peter kam, den ich vergessen habe abzuholen.<br />
„Na, dann lass ihn nicht länger warten“, meint sie.<br />
Im selben Moment, in dem ich auflege, klingelt mein Handy erneut.<br />
„Wo bleibst du eigentlich? Ich stehe schon die ganze Zeit hier und warte!“<br />
„Ich komme ja schon und wieso bist du eigentlich so unfreundlich?“, will ich noch sagen, aber da hat er bereits aufgelegt.<br />
Schnell gehe ich noch einmal für kleine Prinzessinnen und dann schlüpfe ich in meine Schuhe, stecke das Handy in meine Handtasche, ziehe meine Lippen nach, suche fix meine Autoschlüssel und öffne auch schon die Haustür.<br />
Während ich den Schlüssel von außen im Schloss drehe, um die Tür zuzuschließen, höre ich unsere Nachbarin lauthals lachen.<br />
„Oh, B. hat mal wieder gute Laune“, denke ich. Mehr aber auch nicht, denn sie lacht gerne und viel.<br />
Als ich mich umdrehe, sehe ich sie am Auto stehen und den Kofferraum beladen. Sie lächelt mir zu. Ich lächele zurück und will geschwind zu meinem Auto, da fällt mein Blick ein Haus weiter auf die gegenüberliegende Straßenseite. Von dort blicken mich sechs Augenpaare überaus freundlich, um nicht zu sagen &#8222;fröhlich&#8220; an. An sich ist dies kein ungewöhnlicher Anblick für mich, jedoch jetzt und genau in diesem Moment schon. Ein Augenpaar gehört S. unserer anderen Nachbarin, die nun freudestrahlend zu mir herüber winkt. Das zweite Augenpaar gehört S. ihrem Mann, der jetzt ebenfalls die Hand zum Gruß hebt. Beide stehen in ihrem Vorgarten hinter dem Zaun. Und wer steht vor dem Gartenzaun?<br />
„Wie kommst du denn hier her?“, rufe ich erstaunt und renne auch schon zu den drei auf mich wartenden Personen.<br />
„Das hat jetzt aber lange gedauert“, lacht B., die erste Nachbarin und schließt ihren Kofferraumdeckel.<br />
„Wieso?“ frage ich sie verwirrt und schiebe gleich eine weitere Frage in Richtung der anderen Nachbarn hinterher: „Wie lange stehst du eigentlich schon hier?“, rufe ich der Person vor dem Gartenzaun entgegen.<br />
„Seit meinem ersten Anruf“, grinst mein Mann. Herr K. von gegenüber hat mich mitgenommen. Wolltest du mich nicht schon längst an der Uni abgeholt haben? Die zehn Minuten sind bereits deutlich überschritten und erst jetzt willst du losfahren?!“<br />
Die gesamte Nachbarschaft bricht in schallendes Gelächter aus, einschließlich meiner Wenigkeit. Und so beginnt wieder einmal ein lustiger und unterhaltsamer Plausch am Gartenzaun.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/lach-mal-wieder/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5231</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
