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	<title>Flora &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Aktionsgemeinschaft &#8222;Saubere Umwelt&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2015 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsgemeinschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Heutzutage wird viel über Natur und Umwelt geredet. Der Begriff „Erneuerbare Energien“ ist in aller Munde. Man will unsere Umwelt, unsere Natur schützen, um unseren Nachkommen eine bessere Welt zu übergeben. Mülltrennung und Müllvermeidung ist uns seit Kindheitstagen bekannt und wird von uns ganz selbstverständlich ausgeführt. Umweltschutz ist uns eine Herzensangelegenheit geworden, so ist es nicht verwunderlich, dass dieses Thema immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Wir haben Besuch von einem Bekannten, der unseren Rat sucht. Bei einem Gläschen Wein und in gemütlicher Atmosphäre führen wir eine nette und ungezwungene Unterhaltung. So führt uns das Gespräch auch hin zu der uns umgebenden Schönheit der Natur. „Wir haben doch hier eine wunderbare Landschaft. Ich denke zum Beispiel an den schönen Spreewald mit seinen Fließen, Wäldern und Wiesen, seiner Flora und Fauna“, schwärmt unser Bekannter. „Ja, wir sind auch immer viel im Spreewald unterwegs und alle unsere Besucher führen wir selbstverständlich hier hin. Dieses Gebiet ist einfach einzigartig“, sage ich. „Es ist so wichtig unsere Natur zu schützen und im Grunde genommen auch ganz einfach. Jeder muss nur &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heutzutage wird viel über Natur und Umwelt geredet. Der Begriff „Erneuerbare Energien“ ist in aller Munde. Man will unsere Umwelt, unsere Natur schützen, um unseren Nachkommen eine bessere Welt zu übergeben. Mülltrennung und Müllvermeidung ist uns seit Kindheitstagen bekannt und wird von uns ganz selbstverständlich ausgeführt. Umweltschutz ist uns eine Herzensangelegenheit geworden, so ist es nicht verwunderlich, dass dieses Thema immer wieder für Gesprächsstoff sorgt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir haben Besuch von einem Bekannten, der unseren Rat sucht. Bei einem Gläschen Wein und in gemütlicher Atmosphäre führen wir eine nette und ungezwungene Unterhaltung. So führt uns das Gespräch auch hin zu der uns umgebenden Schönheit der Natur.<br />
„Wir haben doch hier eine wunderbare Landschaft. Ich denke zum Beispiel an den schönen Spreewald mit seinen Fließen, Wäldern und Wiesen, seiner Flora und Fauna“, schwärmt unser Bekannter.<br />
„Ja, wir sind auch immer viel im Spreewald unterwegs und alle unsere Besucher führen wir selbstverständlich hier hin. Dieses Gebiet ist einfach einzigartig“, sage ich.<br />
„Es ist so wichtig unsere Natur zu schützen und im Grunde genommen auch ganz einfach. Jeder muss nur dazu beitragen“, begeistert sich der etwas jüngere Mann.<br />
„Zum Glück haben wir in unserer Generation diese Wertschätzung schon von Kindheit an gelernt und dies an unsere Kinder weitergegeben. Somit ist ein richtiges Umweltbewusstsein entstanden“, philosophiert Peter. „Aber bevor wir in die Politik abtriften, muss ich euch eine Geschichte aus meiner Jugend erzählen“, ergänzt er.<br />
Es steht wohl außer Frage, dass er uns mit dieser kleinen Andeutung neugierig macht und wir ihn selbstverständlich auffordern seine Geschichte zum Besten zu geben.<br />
„Erzähl doch bitte mal!“, kommt von mir die Bitte an meinen Mann. „Kenne ich die Geschichte denn schon?“<br />
„Ich denke, dass ich diese schon mal erzählt habe. Vielleicht erinnerst du dich ja noch…“<br />
Und dann fing Peter mit einem verschmitzten Grinsen an uns die besagte Geschichte zu erzählen und wir konnten uns die Situation wirklich lebhaft vorstellen.<br />
„Es war auf dem Gymnasium, möglicherweise sogar schon auf der Oberstufe. Also müsstest du auch schon an dieser Schule gewesen sein“, richtet er sich ergänzend an mich.<br />
„Damals hatten wir im Unterricht viel über den Umweltschutz diskutiert und es war wohl auch die Zeit in der die „Grünen“ recht aktiv waren und ein paar Jahre später mit Turnschuhen in den Bundestag einzogen. Parolen wie „Schützet die Umwelt“ gefielen mir und wurden zu einem Motivationsfaktor für mich.“<br />
Peter war von der Idee des Umweltschutzes so angetan, dass sich in seinem Kopf eine Idee heraus kristallisierte. Er war und ist auch heute noch der Meinung, dass jeder einzelne von uns sich an diesem Schutz der Umwelt beteiligen sollte und da muss ich ihm zustimmen. Als Schüler waren seine Mittel und Wege dahin gehend natürlich sehr eingeschränkt. Er wollte niemals in die Politik gehen, aber ein bisschen mitmischen, so dachte er sich wohl damals, könnte nicht schaden.<br />
„Man muss im Kleinen anfangen, um Großes zu bewirken“, begründete er sein Vorgehen.<br />
Peter hatte damals auf jeden Fall einige Freunde in sein Vorhaben eingeweiht. So überlegten sie zu dritt, welche Aktionen sie starten könnten, um ihre Idee weiterzuverbreiten und in die Tat umsetzen zu können. Sie entwarfen Slogans, die sie auf Handzettel schrieben. Diese wurden dann auf dem Schulhof verteilt und an Bäume im schulischen Umfeld gehängt. Man hatte sich auf einen Tag und eine bestimmte Uhrzeit geeinigt, zu der eine kleine Kundgebung auf dem Schulhof stattfinden sollte.<br />
„Wir drei kamen dann also in der großen Pause zusammen und warteten auf Leute, denen das Thema ebenso am Herzen lag wie uns. Ich hatte sogar eine Rede vorbereitet.“<br />
„Und wieviel Leute kamen?“, erkundige ich mich.<br />
„Ja, sie sind nicht gerade in Massen angeströmt, so wie wir es uns ausgemalt hatten“, gibt Peter zu. „Es kamen gerade einmal zwei Jungs!“<br />
„Schade!“, meint unser Bekannter sichtlich enttäuscht.<br />
„Und dann habt ihr wohl alles abgeblasen?“, erkundige ich mich bei Peter.<br />
„Von wegen. Wie schon gesagt, man muss im Kleinen anfangen…“<br />
Peter stieg laut seiner Erzählung damals auf eine Bank, die auf dem Schulhof stand und verschaffte sich erst einmal Gehör. Seine wenigen Anhänger lauschten seinen wohl überlegten Worten und klatschten am Ende der Ansprache auch kräftig Beifall.<br />
„Außer meiner kleinen Fangemeinde, bekam noch jemand anderes mit, dass wir da etwas planten.“<br />
Als wir fragende Gesichter aufsetzen, erzählt Peter uns die Ereignisse aus vergangenen Tagen weiter.<br />
In großen Schritten war damals der Hausmeister an die versammelten Jungs herangetreten und forderte zuerst einmal Peter auf, von der Bank herunter zu steigen. Danach stellte er zielgerichtet die folgende Frage:<br />
„Was ist denn hier eigentlich los? Was ist das für eine Versammlung? Ihr heckt doch etwas aus!“<br />
Anscheinend kannte er schon seine „Pappenheimer“, doch mein Peter protestierte vehement und erläuterte ihm:<br />
„Wir sind besorgt um unsere Umwelt. Man muss doch etwas für deren Schutz tun und deshalb wollen wir eine Aktionsgemeinschaft gründen.“<br />
„Aha! So, so!“<br />
„Ja, die Aktionsgemeinschaft „Saubere Umwelt!“ Das ist ziemlich wichtig, wir müssen weitere Interessenten finden und jeder kann mitmachen. Wollen Sie auch mitmachen?“, fragte er den Hausmeister.<br />
„Und was soll diese Aktionsgemeinschaft bewirken?“, fragte der Hausmeister sichtlich interessiert und kratzte sich am Kopf.<br />
„Na, das sagt doch schon der Name“, erklärte Peter weiter, sichtlich begeistert anscheinend einen neuen Anhänger gefunden zu haben. „Wir sorgen dafür, dass unsere Umwelt sauber bleibt und sich alle an ihr erfreuen können.“<br />
Der Hausmeister schien immer interessierter und auch die übrigen Anhänger der Aktionsgemeinschaft versammelten sich um Peter, der inzwischen vor der Bank stand, und um den Hausmeister. Alle lauschen gespannt Peters Ausführungen, doch irgendwann meldete sich der Hausmeister zu Wort:<br />
„Das hast du prima erklärt Peter und die Idee ist super! Leider ist jetzt die Pause vorbei. Kommt doch direkt nach der Schule mal bei mir vorbei!“<br />
Mit diesen Worten drehte er sich um und schritt davon. Während des Laufens rief er den Schülern noch einmal zu: „Wirklich eine prima Idee! Ich bin dabei!“<br />
„Ja, so gewinnt man Anhänger, man muss die Sache nur überzeugend rüberbringen!“, erzählt uns Peter, die wir der Geschichte bis hier hin gespannt gelauscht haben.<br />
„Ward ihr nach Schulschluss dort und wie ging es weiter?“, wollen wir nun wissen.<br />
„Klar, wir sind sofort zu ihm gelaufen. Wir waren ja mächtig stolz auf unseren ersten Erfolg!“<br />
Der Hausmeister erwartete damals die kleine Gruppe auch schon und führte sie in eine Ecke des Schulgebäudes, wo er eine Tür aufschloss.<br />
„Ich muss euch sagen, dass es noch mehr von eurer Sorte geben müsste. Ist schon eine geniale Idee, diese Aktionsgemeinschaft „Saubere Umwelt“. Und bei so einer Aktion ist es immer auch wichtig, dass es gute Vorbilder gibt.“<br />
Mit diesen Worten drückte der Hausmeister den Jungs Besen, Schaufel, Eimer und Säcke in die Hand und forderte sie grinsend auf:<br />
„Na, dann legt mal los! Der gesamte Schulhof muss gesäubert, gekehrt und von Abfall bereinigt werden. Und auf der Schulwiese könnt ihr danach noch das Gras zusammen rechen, das ich heute vormittag abgemäht habe!“<br />
„Und?“, presse ich unter Lachen hervor. „Habt ihr es gemacht?“<br />
„Na klar“, antwortet Peter. „Wir sind voller Eifer an die Sache rangegangen. Allerdings muss ich zugeben: Der Abschluss dieser Säuberungsaktion am Abend, war dann auch das Ende der Aktionsgemeinschaft &#8218;Saubere Umwelt!&#8216; “<br />
„Vielleicht hättet ihr mal besser durchhalten sollen!“, meine ich grinsend. „Du hattest das anfangs schon richtig erkannt:</p>
<p>Man muss im Kleinen anfangen, um Großes zu bewirken!“</p>
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