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	<title>Corona &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Erleuchtung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2020 13:50:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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					<description><![CDATA[Frustriert sitze ich vor meinem Lap. Ich will eigentlich eine Geschichte schreiben. Heute Nacht, ich war kurz vor dem Einschlafen, da war sie klar und deutlich. Ich hatte sie sogar schon richtig ausformuliert, &#8211; Wort für Wort. Allerdings fand dies nur in meinem Kopf statt und anscheinend schlief ich darüber ein.  „Was ist denn mit dir los?“, fragt mein Mann, der mich mit hängendem Kopf vor dem leeren Bildschirm sitzen sieht. „Es ist weg. Einfach nicht mehr da.“ „Oh je, ist dein Laptop abgestürzt?“, erkundigt er sich mitfühlend. „Nö“, antworte ich. „Der funktioniert ganz prima. Aber mein Hirn lässt mich gerade im Stich.“ Misstrauisch beäugt er mich. „Hast du Kopfschmerzen?“ „Die könnte ich bekommen, wenn mir nicht sofort die Geschichte wieder einfällt, die ich mir vor dem Einschlafen überlegt habe. Sie ist einfach weg, so als wäre sie nie da gewesen.“ „Ach, da fällt dir schon wieder was ein. Wenn es nicht die Geschichte ist, dann ist es eben eine andere. Du machst das schon.“ Nach einer Weile fügt er hinzu: „Ich muss jetzt mal &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frustriert sitze ich vor meinem Lap. Ich will eigentlich eine Geschichte schreiben. Heute Nacht, ich war kurz vor dem Einschlafen, da war sie klar und deutlich. Ich hatte sie sogar schon richtig ausformuliert, &#8211; Wort für Wort. Allerdings fand dies nur in meinem Kopf statt und anscheinend schlief ich darüber ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>as ist denn mit dir los?“, fragt mein Mann, der mich mit hängendem Kopf vor dem leeren Bildschirm sitzen sieht.</p>
<p>„Es ist weg. Einfach nicht mehr da.“</p>
<p>„Oh je, ist dein Laptop abgestürzt?“, erkundigt er sich mitfühlend.</p>
<p>„Nö“, antworte ich. „Der funktioniert ganz prima. Aber mein Hirn lässt mich gerade im Stich.“</p>
<p>Misstrauisch beäugt er mich. „Hast du Kopfschmerzen?“</p>
<p>„Die könnte ich bekommen, wenn mir nicht sofort die Geschichte wieder einfällt, die ich mir vor dem Einschlafen überlegt habe. Sie ist einfach weg, so als wäre sie nie da gewesen.“</p>
<p>„Ach, da fällt dir schon wieder was ein. Wenn es nicht die Geschichte ist, dann ist es eben eine andere. Du machst das schon.“ Nach einer Weile fügt er hinzu:</p>
<p>„Ich muss jetzt mal in die Garage und dort ein bisschen aufräumen“, sagt er und ist auch schon verschwunden. Ich sitze wieder allein vor meinem Laptop. So langsam kommen in meinem Kopf Bruchstücke der Erinnerung hoch.</p>
<p>„War da nicht was mit einer Lampe?“, frage ich mich insgeheim und tippe auf meiner Tastatur herum:<br />
‚Neulich in einem Cafe. Sie hatten Pendelleuchten über den Tisch gehängt…Das wäre an sich ja auch kein Problem gewesen, aber bedingt durch die Abstandsregeln in der Coronazeit hatten sie einzelne Tische entfernt und die anderen ein wenig verrückt. Es kam, was kommen musste…’</p>
<p>„Nein“, sage ich laut zu mir. „So geht das nicht und so hatte ich es mir heute Nacht vor dem Einschlafen auch nicht gedacht. Da war doch noch irgendeine Pointe!? Verflixt! Das wird heute nichts mehr.“</p>
<p>Total enttäuscht klappe ich meinen Laptop zu und will die ganze Sache einfach vertagen, da wird die Tür aufgerissen und mein Mann kommt herein. Er hält sich die Hand an den Kopf und stöhnt leise auf.</p>
<p>„Hast du mal eine Kopfschmerztablette für mich?“, fragt er sichtlich genervt. „Es ist jetzt schon zum gefühlten 50sten Mal passiert…“</p>
<p>Ich runzele die Stirn, denn mir erschließt sich nicht ganz worum es geht, öffne aber unseren kleinen Notfallsmedizinschrank, der hinter der Küchentür hängt.<br />
Trotz Kopfschmerzen ist meine bessere Hälfte sehr redselig. Während ich ihm ein Glas Wasser und die gewünschte Schmerztablette reiche, klagt er mir sein ganzes Leid:</p>
<p>„Mir brummt total der Schädel. Kannst du dich noch an die kleinen Pendelleuchten neulich im Kaffee erinnern? Obwohl sie eigentlich nicht zu übersehen waren, habe ich mir bestimmt mindestens 4mal den Kopf gestoßen…“</p>
<p>Ich muss schmunzeln, sage aber nichts.</p>
<p>„… die waren aber noch harmlos im Gegensatz zu den Petromaxlampen in der Garage… das tut echt weh.“</p>
<p>Jetzt kann ich mir es nicht verkneifen zu erwähnen:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die hast du aber selber aufgehängt und solltest daher auch wissen, wo sie hängen.“</p>
<p>„Normal schon…, aber wenn man so in seine Arbeit vertieft ist… Bestimmt habe ich schon tausend Beulen am Kopf… Schau doch mal nach!“</p>
<p>Ich kann meinen Mann allerdings beruhigen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Keine einzige Beule…, du hast eben einen Dickschädel,…vielleicht solltest du die Petromaxlampen dahingehend mal untersuchen!“ grinse ich.</p>
<p>„Sag mal?“, will er nun wissen. „Ist dieses Grinsen in deinem Gesicht etwa Schadenfreude?“</p>
<p>„Nein, nein!“, beteuere ich ganz schnell und klappe meinen Laptop wieder auf. „So etwas käme mir doch nicht in den Sinn. Ich dachte nur: So hatten wir jetzt gerade beide unsere ganz eigene Erleuchtung.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-lange-weg-nach-hause/">Der lange Weg nach Hause</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/karl-fridolin-von-tap/">Karl Fridolin von Tap</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/unser-maerchenhaftes-erlebnis/">Unser märchenhaftes Erlebnis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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