<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>brüllen &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/bruellen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Mon, 08 Feb 2021 21:06:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Piep! Piep!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/piep-piep/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/piep-piep/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 12:39:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnung]]></category>
		<category><![CDATA[brüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[piepen]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurant]]></category>
		<category><![CDATA[Tinnitus]]></category>
		<category><![CDATA[Vogel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=6972</guid>

					<description><![CDATA[Opa Werner ist heute nicht so gut drauf. Besser gesagt, er hat ausgesprochen schlechte Laune. Der Ohrenarzt hat ihm Hörgeräte verschrieben und gestern hat er sie abgeholt. Heute Morgen soll er sie nun das erste Mal selbst einsetzen. „Alle sind der Meinung, ich würde schwer hören. Was die sich einbilden, pah! Ich höre gut. Das habe ich ihnen auch schon tausendmal gesagt. Aber das glaubt mir ja niemand“, schimpft er im Bad vor sich hin. „Nur weil neulich der Ober im Restaurant so genuschelt hat. Fragt er mich doch, ob der Fisch recht ist . Ich habe ihm natürlich gleich gesagt, dass ich keinen Fisch bestellen will und erst mal in die Speisekarte schauen will. Hätte er eine deutliche Aussprache gehabt, hätte ich auch verstanden, dass er von dem Tisch geredet hat. Diese dumme Verwechslung hat dann den Ausschlag gegeben, dass sie mich zum Ohrenarzt geschleppt haben.“ Endlich hat er die Hörgeräte im Ohr und kann nach unten zum Frühstück. „Guten Morgen, Opa Werner! Du bist aber heute spät dran!“, wird er von seinem Enkel &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Opa Werner ist heute nicht so gut drauf. Besser gesagt, er hat ausgesprochen schlechte Laune. Der Ohrenarzt hat ihm Hörgeräte verschrieben und gestern hat er sie abgeholt. Heute Morgen soll er sie nun das erste Mal selbst einsetzen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„A</span>lle sind der Meinung, ich würde schwer hören. Was die sich einbilden, pah! Ich höre gut. Das habe ich ihnen auch schon tausendmal gesagt. Aber das glaubt mir ja niemand“, schimpft er im Bad vor sich hin. „Nur weil neulich der Ober im Restaurant so genuschelt hat. Fragt er mich doch, ob der Fisch recht ist . Ich habe ihm natürlich gleich gesagt, dass ich keinen Fisch bestellen will und erst mal in die Speisekarte schauen will. Hätte er eine deutliche Aussprache gehabt, hätte ich auch verstanden, dass er von dem Tisch geredet hat. Diese dumme Verwechslung hat dann den Ausschlag gegeben, dass sie mich zum Ohrenarzt geschleppt haben.“<br />
Endlich hat er die Hörgeräte im Ohr und kann nach unten zum Frühstück.<br />
„Guten Morgen, Opa Werner! Du bist aber heute spät dran!“, wird er von seinem Enkel Martin begrüßt.<br />
„Guten Morgen!“, rufen ihm auch die anderen Familienmitglieder entgegen.<br />
„Wieso brüllt ihr eigentlich so?“, will er wissen. „Ich bin doch nicht taub!“<br />
„Ach, Entschuldigung“, meint seine Tochter. „Ich hatte ganz vergessen, dass du jetzt ein Hörgerät hast. Dann brauchen wir nicht mehr so laut zu sprechen.“<br />
„Ihr habt doch sonst auch nicht so gebrüllt!“, empört sich der Großvater.<br />
„Du wirst sehen, jetzt bekommst du viel mehr mit“, begeistert sich Oma Erika. „Als ich meine Hörgeräte bekommen habe, konnte ich endlich wieder das Vogelgezwitscher hören. Das macht richtig glücklich.“<br />
„Ach Firlefanz!“, schüttelt der ältere Herr leicht verärgert seinen Kopf. „Wo ist denn meine Marmelade?“<br />
„Warte Opa!“, sagt Martin. „Ich hole sie dir. Sie steht sicherlich noch im Kühlschrank.“<br />
Der Enkelsohn springt auf, öffnet die Kühlschranktür und sucht. Es dauert eine ganze Weile bis er die Marmelade gefunden hat. Schnell stellt er diese vor dem Großvater auf den Tisch, der irritiert um sich schaut. Martin hat keine Ahnung warum, aber er will auch nicht nachfragen, sondern geht zurück zum Kühlschrank und schließt die Tür.<br />
Fünf Minuten später schaut Opa Werner wieder irritiert. Dieses Mal schweift sein Blick in der ganzen Küche umher ohne sich irgendwo festzuhaften.<br />
„Schade“, meint sein Schwiegersohn. „Gerade habe ich mir überlegt, dass ich mir noch einen Latte Macchiatto mache, da schaltet sich der Kaffeevollautomat ab.“<br />
Martin bemerkt diesen irritierten Blick seines Großvaters über den Tag verteilt mehrere Male und irgendwie beunruhigt ihn das. Er nimmt sich vor, dieses seltsame Phänomen ganz genau zu beobachten und gegebenenfalls heute Abend mit den Eltern zu besprechen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Vielleicht hat Opa Werner eine Krankheit, von der mir meine Eltern noch nichts erzählt haben,“ überlegt er.<br />
Am Spätnachmittag kommt er allerdings der Sache näher. Als die Mutter in den Hauswirtschaftsraum eilt, verzieht Opa zum wiederholten Male das Gesicht. Endlich sagt er auch etwas:<br />
„Habt ihr euch einen Vogel zugelegt?“<br />
„Nein, wieso? Wie kommst du darauf? Wir haben doch eine Katze und da würde ein Vogel ziemlich gefährlich leben“, erwidert Martin.<br />
„Aber den ganzen Tag piept es hier. Da muss ein Vogel sein. Ich bin doch nicht verrückt. Ich habe es ganz deutlich gehört. Das fing schon heute Morgen beim Frühstück an.“<br />
„Opa, vielleicht hast du Tinnitus!“<br />
„Was ist denn das nun schon wieder“, ärgert sich der Großvater. „Ich habe so einen neumodischen Kram nicht. Meine Ohren funktionieren bestens, aber das glaubt mir ja niemand.“<br />
Gerade will Martin seinen Opa beruhigen, da ruft dieser aus:<br />
„Hört ihr das denn nicht? Eben hat schon wieder ‚Piep!‘ gemacht!“<br />
„Ach, Opa!“, freut sich Martin, denn nun ahnt er, was der Großvater meint. „Komm bitte mal mit!“<br />
Der Enkel führt den älteren Herrn durch das ganze Haus. Er öffnet den Kühlschrank und lässt dessen Tür einen Moment offenstehen:<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Piep!“<br />
Er geht zur Kaffeemaschine und schaltet diese an:<br />
„Piep!“<br />
Im Hauswirtschaftsraum melden sich der Trockner und die Waschmaschine fast gleichzeitig:<br />
„Piep! &#8211; Piep!“<br />
Aus der Küche ertönt erneut ein<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Piep!“,<br />
weil der Kuchen im Backofen fertig ist.<br />
Außerdem bereitet die Mutter gerade noch mit ihrer neuen Küchenmaschine die Schlagsahne zu. Und auch als diese fertig geschlagen ist, macht es wieder<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Piep!“<br />
„So was gab es letzte Woche noch nicht bei euch!“, meint Opa Werner.<br />
„Oh doch!“, mischt sich die Mutter nun ein. „Du hast es nur nicht gehört!“<br />
Der Großvater zuckt nur mit den Schultern und geht ins Wohnzimmer, um sich auf seinem Sessel ein wenig auszuruhen. Doch noch bevor er sich hinsetzen kann, ertönt ein erneutes<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
‚Piep!’.“<br />
„Was ist jetzt schon wieder los?“ So langsam wird er ärgerlich.<br />
Jetzt schaut Martin leicht irritiert, denn zunächst kann er diesen Piepton nicht zuordnen. Dann allerdings muss er lachen.<br />
„Piep!“<br />
„Opa, das ist jetzt bei dir!“<br />
„Jetzt werde aber nicht frech, mein Junge! Bei mir piept es nicht!“<br />
„Oh doch!“ Martin muss sich vor Lachen<span class="Apple-converted-space">  </span>den Bauch halten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das ist dein Hörgerät. Du musst die Batterien wechseln.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/toepfe-die-es-sich-haben/">Töpfe, die es in sich haben</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-kleinen-beisserchen/">Die kleinen Beißerchen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/piep-piep/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>12</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6972</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
