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	<title>Bart &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Falscher Ort?! Falsche Zeit?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 13:54:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bart]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Thor]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Korb auf dem Rücken muss ich mich vorsichtig bücken. Glaubt mir, es ist ziemlich schwer, der hohe Schnee behindert mich sehr. &#160; Etwas Seltsames ist wohl passiert und ich frage mich ganz ungeniert: Was kann denn hier nicht stimmen, wenn ich muss Schneeberge erklimmen? &#160; Roter Mantel, Mütze, weißer Bart, auch einen Schlitten hat er parat. So steht der alte Mann jetzt vor mir. Was will er denn nur von mir? &#160; Mit tiefer Stimme sagt der Mann und schaut mich lächelnd an: „Du hast dich wohl total verirrt und auch noch im Datum geirrt!“ &#160; Den Fehler macht er mir deutlich und erklärt auch ganz freundlich: „Für deinen schweren Eiertransport ist hier nicht der richtige Ort. &#160; Ostern ist dieses Jahr schon vorbei, da hilft kein Jammern und Geschrei. Du bist also hier zur falschen Zeit, Jetzt ist die weiße Weihnachtszeit! &#160; Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann sind jetzt mit ihren Gaben dran. Osterhase, sei bitte nicht verzagt, im Frühjahr bist du wieder gefragt. &#160; Dann ist die Wiese wieder grün und Blumen beginnen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Mit dem Korb auf dem Rücken</p>
<p style="text-align: center;">muss ich mich vorsichtig bücken.</p>
<p style="text-align: center;">Glaubt mir, es ist ziemlich schwer,</p>
<p style="text-align: center;">der hohe Schnee behindert mich sehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Etwas Seltsames ist wohl passiert</p>
<p style="text-align: center;">und ich frage mich ganz ungeniert:</p>
<p style="text-align: center;">Was kann denn hier nicht stimmen,</p>
<p style="text-align: center;">wenn ich muss Schneeberge erklimmen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Roter Mantel, Mütze, weißer Bart,</p>
<p style="text-align: center;">auch einen Schlitten hat er parat.</p>
<p style="text-align: center;">So steht der alte Mann jetzt vor mir.</p>
<p style="text-align: center;">Was will er denn nur von mir?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Mit tiefer Stimme sagt der Mann</p>
<p style="text-align: center;">und schaut mich lächelnd an:</p>
<p style="text-align: center;">„Du hast dich wohl total verirrt</p>
<p style="text-align: center;">und auch noch im Datum geirrt!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Den Fehler macht er mir deutlich</p>
<p style="text-align: center;">und erklärt auch ganz freundlich:</p>
<p style="text-align: center;">„Für deinen schweren Eiertransport</p>
<p style="text-align: center;">ist hier nicht der richtige Ort.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ostern ist dieses Jahr schon vorbei,</p>
<p style="text-align: center;">da hilft kein Jammern und Geschrei.</p>
<p style="text-align: center;">Du bist also hier zur falschen Zeit,</p>
<p style="text-align: center;">Jetzt ist die weiße Weihnachtszeit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann</p>
<p style="text-align: center;">sind jetzt mit ihren Gaben dran.</p>
<p style="text-align: center;">Osterhase, sei bitte nicht verzagt,</p>
<p style="text-align: center;">im Frühjahr bist du wieder gefragt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Dann ist die Wiese wieder grün</p>
<p style="text-align: center;">und Blumen beginnen zu blüh’n.</p>
<p style="text-align: center;">Ich muss jetzt meine Arbeit tun,</p>
<p style="text-align: center;">du kannst bis Ostern ruh’n!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich fühl mich wie ein Thor,</p>
<p style="text-align: center;">doch bin ich klüger als zuvor.</p>
<p style="text-align: center;">Hoppele heim nun ganz geschwind,</p>
<p style="text-align: center;">denn eiskalt ist der Winterwind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-engel-im-schnee/">Der Engel im Schnee</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/seine-letzte-tour/">Seine letzte Tour</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/santa-claus/">Santa Claus</a></p>
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		<title>Stock und weißer Bart</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2015 18:24:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätengeschäft]]></category>
		<category><![CDATA[Bart]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeitstag]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fällt mir gerade eine Fernsehserie aus den Sechzigern ein. John Steel und Emma Peel lösten damals in den Filmen ihre Kriminalfälle „Mit Schirm, Charme und Melone“. Plötzlich passiert in meinem Kopf etwas ganz ohne mein Zutun. Meine Gedanken verselbständigen sich. Als diese sämtliche Gehirnwindungen durchlaufen haben, sind sie auf einmal zu einem anderen Gedanken mutiert. Wie damals bei dem Spiel „Stille Post“ haben sich die Worte verändert. Aus „Mit Schirm, Charme und Melone“ ist plötzlich „Mit Stock, Witz und weißem Bart“ geworden. Der weiße Bart gehört zu meinem Peter, wie jeder inzwischen wohl schon wissen dürfte. Er ist zu so etwas wie seinem Markenzeichen geworden. Witz hat mein Mann ebenfalls, also muss ich nur noch überlegen, was es mit dem Stock auf sich hat. Diese Detektivarbeit ist im Grunde genommen nicht so schwer für mich, denn ich muss gar nicht weit gehen, um fast über einen Stock zu stolpern. Er steht in unserer Eingangsdiele, links neben der Haustür. Man kann sich denken, dass ich hier keinen einfachen Stock, sprich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fällt mir gerade eine Fernsehserie aus den Sechzigern ein. John Steel und Emma Peel lösten damals in den Filmen ihre Kriminalfälle „Mit Schirm, Charme und Melone“. Plötzlich passiert in meinem Kopf etwas ganz ohne mein Zutun. Meine Gedanken verselbständigen sich. Als diese sämtliche Gehirnwindungen durchlaufen haben, sind sie auf einmal zu einem anderen Gedanken mutiert. Wie damals bei dem Spiel „Stille Post“ haben sich die Worte verändert. Aus „Mit Schirm, Charme und Melone“ ist plötzlich „Mit Stock, Witz und weißem Bart“ geworden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>er weiße Bart gehört zu meinem Peter, wie jeder inzwischen wohl schon wissen dürfte. Er ist zu so etwas wie seinem Markenzeichen geworden. Witz hat mein Mann ebenfalls, also muss ich nur noch überlegen, was es mit dem Stock auf sich hat. Diese Detektivarbeit ist im Grunde genommen nicht so schwer für mich, denn ich muss gar nicht weit gehen, um fast über einen Stock zu stolpern.<br />
Er steht in unserer Eingangsdiele, links neben der Haustür. Man kann sich denken, dass ich hier keinen einfachen Stock, sprich einen passend geformten Ast aus dem Wald stehen habe, so wie man ihn manchmal auf Wanderungen benutzt. Wenn es kein Wanderstock ist, dann vermutlich ein Spazierstock, wird jetzt jeder denken. Ja und nein. Es ist auch kein gewöhnlicher Spazierstock, so wie ihn Charlie Chaplin immer bei sich hatte und von dem er sagte, dass dieser für die Würde des Menschen stehe (vgl.: http://www.tagesschau.de/ausland/charlie-chaplin100.html / Stand: 9.1.2015).<br />
Er hat keinen gebogenen Griff, sondern einen silbernen und reich verzierten Knauf, auf dem die Hand des Gehenden liegt.<br />
„Das ist ein Stock mit Geschichte!“, meint Peter, der gerade aus seinem heimatlichen Büro in unsere Küche marschiert und sieht, wie ich den Stock in die Hand nehme und genauestens betrachte.<br />
„Ganz sicher stammt er nicht aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, in dem überwiegend Könige und der Adel derartige Stöcke besaßen und ob er aus dem Mittelstand des 19. oder 20. Jahrhunderts ist, lässt sich auch nicht mit Sicherheit sagen.“<br />
„Aber darauf kommt es bei diesem Stock auch nicht an“, füge ich hinzu. Seine Geschichte ist für uns eine ganz persönliche Geschichte, die uns viel wichtiger ist und ihn damit für uns auch wertvoller macht, als seine eigentliche Historie:<br />
Vor inzwischen dreieinhalb Jahren hatten wir Silberhochzeit und flogen nach Venedig, sozusagen als Silberhochzeitsreise (an anderer Stelle werde ich irgendwann einmal ausführlich davon berichten). Für mich war es das erste Mal, dass ich Venedig besuchte. Peter war als kleiner Junge einst mit seinen Eltern mitten im Hochsommer und bei brütender Hitze dort gewesen und hatte Venedig auf eine sehr eigentümliche Art beeindruckend empfunden: „Venedig ist schmutzig, stinkt und Ratten gibt es auch!“<br />
In diesem Glauben ließ er mich mehr als dreißig Jahre. Trotzdem wollte ich diese Stadt, deren historisches Zentrum, die Lagune von Venedig und einige nahe Inseln sehen, bevor ihr viel beschworenes Ende angesagt ist. Selbst Peter musste bei unserem Besuch zugeben, dass sich uns Venedig mehr als traumhaft präsentierte und wunderschöne Kulissen für unser gebuchtes Fotoshooting bot.<br />
Am Tag nach unserem 25jährigen Hochzeitstag erkundeten wir die besagte Stadt auf eigene Faust. Auch entschlossen wir uns mit dem Wasserbus nach Murano zu fahren, die Insel, die für ihre Glaskunst weltweit bekannt ist. Erst als wir uns im Wasserbus hinsetzten, spürten wir, dass unsere Füße vom vielen Laufen bereits zu schmerzen begannen.<br />
„Weißt du, was Venedig und Capri gemeinsam haben?“, fragte mich Peter.<br />
Ich konnte mir nun überhaupt nicht vorstellen, was es hier an Gemeinsamkeiten geben sollte und schüttelte den Kopf.<br />
„Die vielen Stufen, die zu erklimmen sind“, erklärte er mir.<br />
Ich konnte mich erinnern, dass er mich auf Capri voran gehen hatte lassen, da er Probleme mit seinen Knien und damit einhergehend mit dem Treppensteigen hatte.<br />
Doch die Neugierde und der Wissensdurst des Menschen war auch jetzt unser Motivator die schmerzenden Füße und Knie zu vergessen. So kamen wir an einem Antiquitätengeschäft vorbei, das Peter magisch anzog und in mir die schlimmsten Befürchtungen aufkommen ließ. Ich kenne nämlich meinen Mann, seine Vorliebe für alte Sachen und stellte mir schon vor, was er alles an Kostbarkeiten finden würde. Ich muss zugeben, es war ein interessanter Laden, doch mich drängte es eher nach draußen.<br />
„Lass uns doch noch zu den Glasmanufakturen und Ausstellungen gehen“, bat ich ihn.<br />
„Schau doch mal!“, forderte er mich auf, ohne auf meine Bitte einzugehen. „Der ist doch hübsch!“<br />
„Ja, stimmt“, bestätigte ich, fügte jedoch beim nächsten Atemzug hinzu: „Lass uns gehen, ich will noch was anderes sehen!“<br />
Peter drehte einen Spazierstock mit silbernem Knauf in der Hand hin und her, betrachtete ihn ein wenig wehmütig, steckte ihn jedoch wieder in den bereitstehenden Schirmständer, in welchem noch andere Spazierstöcke ihren Platz hatten.<br />
„Das war der Schönste von allen“, erklärte mir mein Gatte beim Verlassen des Geschäftes. Höchstens zehn Minuten später verkündete er mir:<br />
„Ich kann überhaupt nicht mehr laufen. Mir tut schon alles weh! Und überhaupt, meine Knie sind vom vielen Treppensteigen heute ganz schlimm!“<br />
Da wir inzwischen in einer Ausstellung mit vielerlei verschiedenen Produkten aus Muranoglas waren, vergaß er kurzzeitig seinen Jammer. Doch kaum betraten wir wieder die Straße, ging die Sache von vorne los:<br />
„Das wird immer schlimmer!“<br />
„Was?“<br />
„Na, meine Knie, &#8211; erzähl ich doch dauernd!“<br />
„Sollen wir uns irgendwo hinsetzen?“, fragte ich ihn mitleidig.<br />
„Nö, nö!“<br />
Und zwei Minuten später meinte er: „Vielleicht kauf ich mir einen Stockschirm, da kann ich mich abstützen.“<br />
Jetzt hatte ich es kapiert! Er hatte die ganze Zeit rumgejammert wie ein kleines Kind, das etwas haben möchte, es aber nicht bekommt.<br />
„Kann es sein, dass du den Stock haben möchtest, den wir vorhin gesehen haben?“, erkundigte ich mich.<br />
„Ach Quatsch! Brauch ich doch nicht!“<br />
„Anscheinend aber doch! Komm wir gehen noch mal in den Antiquitätenladen, bevor er schließt“, schlug ich ihm vor.<br />
„Den Stock hat bestimmt eh schon jemand gekauft“, murmelte er in seinen weißen Bart.<br />
Seltsamerweise hatte er mich schon in die Nähe des Geschäftes gelotst und so brauchten wir nur noch um zwei Ecken zu gehen, um vor dessen Tür zu stehen. Dort hielt er sich auch gar nicht lange mit Umschauen auf, sondern marschierte geradewegs auf den Ständer mit den Spazierstöcken zu. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben den besagten Stock erstanden und Peter hatte fortan weder beim Marschieren, noch beim Treppensteigen Probleme. Er genoss es sichtlich mit diesem zwar altmodischen, aber dekorativen Accessoire umher zu marschieren.<br />
„Männer sind wie kleine Kinder“, dachte ich mir so, als mein Gatte strahlend verkündete:<br />
„Der ist perfekt! Wo wollen wir noch hingehen?“<br />
Als wir am Abend mit dem Wasserbus wieder zurück nach Venedig fahren wollten, zeigte dieser auch seine Wirkung. Peter ließ mir beim Betreten des überfüllten Wasserfahrzeuges den Vortritt. Da ich keinen Sitzplatz finden konnte, suchte ich mir irgendwo eine Lücke zum Hinstellen und signalisierte Peter durch Winken meinen Standort. Dieser kam jedoch gerade einmal bis zur zweiten Sitzreihe, dann stand ein junger Mann auf und bot meinem Göttergatten den Platz an. Dieser bedankte sich, warf mir einen grinsenden Blick zu und ließ sich ohne Zögern in den Sitz fallen. Ganz offensichtlich genoss er den Status eines scheinbar alten und gehbehinderten Mannes.<br />
„Siehst du“, meinte Peter nach dem Aussteigen, „mit Stock und weißem Bart hat man so seine Vorteile.“</p>
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