Für Kinder, Gedichte
Kommentare 6

Jimmy, das Äffchen

Ich habe dich gesehen,

schon war es um mich geschehen.

Du hast berührt mein Herz,

und das ist wahrlich kein Scherz.

 

Als ich dich hab entdeckt,

hast du Erinnerungen in mir geweckt.

Meine Gedanken gingen zurück,

meine Augen leuchteten vor Glück.

 

Es war vor einer Ewigkeit,

einst ein Buch in meiner Kindheit.

Jimmy, so hieß der Held,

ein kleines Äffchen entdeckt die Welt.

 

Es war entflohen, einfach so,

aus seinem großen Gehege im Zoo.

Es wusste nicht wohin, 

hatte aber ziemlich viel Unfug im Sinn.

 

Es erschreckte die Marktfrauen,

als es geschickt wollte Bananen klauen.

Jimmy floh geschwind

und freute sich schelmisch wie ein Kind.

 

Kletterte ganz hoch hinauf,

saß auf des Hauses Dach oben drauf.

Blickte frech hinab,

biss genüsslich von seiner Banane ab.

 

Die Feuerwehr rückte aus,

fuhr zur Rettung die große Leiter aus.

Alle waren froh,

als das Äffchen war zurück im Zoo.

 

Lächeln muss ich nun,

das hat mit den Erinnerungen zu tun.

Waren lange weg,

kamen plötzlich zurück, ganz keck.

 

6 Kommentare

  1. Liebe Astrid, herzliche Grüße.
    Hast ein niedliches Äffchen.
    Von der Bochum-Fahrt habe ich mir einen 45 cm Pandabären mitgebracht, den konnte ich nicht im Spielwarengeschäft sitzen lassen. Nun sitzt er auf der Couch immer neben mir.
    Kindlicher gehts nicht, aber was macht das schon.
    Bleib gesund und munter, tschüssi Brigitte.

    • Astrid Berg sagt

      Das ist doch niedlich. Mein Mann hat mir auch einen großen Teddybär geschenkt. Er sitzt im Schlafzimmer auf der Truhe, in der ich die Tagesdecke verwahre. Ich finde, jeder sollte sich ein kleines bisschen Kindheit bewahren. Das tut der Seele manchmal richtig gut. Männer machen es ja auch nicht anders, warum sonst freuen sie sich, wenn sie mit dem Sohn oder Enkelkind mit der Eisenbahn spielen können. 😉
      Sei herzlich gegrüßt.
      Astrid

  2. Liebe Astrid,
    mir geht es auch manchmal so, dass mich ein Anblick (oder zuweilen auch ein Duft, eine alte Fernsehsendung etc.) in nostalgische Stimmung versetzt. Und weißt du was, ich musste beim Anblick des Affenfotos an einen Stoffaffen denken, den ich als Kind hatte. An den habe ich auch schon lange nicht mehr gedacht. Irgendwie klingelt’s bei mir auch bei der Geschichte vom Affen Jimmy, die du in deinem Gedicht erzählt hast, aber ich glaube nicht, dass ich sie gelesen habe…
    Dank dir auch sehr für deinen Kommentar bei mir. Du hast geschrieben, dass eure Katze nach gefühlten 5 Minuten wieder im Haus ist und dass sie manchmal pitschnass heimkommt. Vor allem von Kater Maxwell kenne ich das ebenfalls, er kommt immer wieder nass nach Hause – und auch er lässt sich dann anstandslos trocken reiben. Nina schafft es meistens trocken zu bleiben, aber wenn nicht, dann wirkt sie richtig, richtig beleidigt – als ob WIR sie mit Wasser übergossen hätten ;-)))
    Herzliche Wochenendgrüße,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2020/10/salzkammergut-im-oktober-2020.html
    PS: Ich finde die Idee mit dem Clown aus der Kindheit als Geburtstagsgeschenk an den Bruder auch toll! Was hätte ich gestaunt, hätte mir jemand meinen „Dascham“restauriert und im Erwachsenenalter wiedergeschenkt… ( Dascham, so hieß mein geliebter Stoffwurstel, den meine Oma genäht hatte, weil ich „Kasperl“ damals noch nicht aussprechen konnte… Das war jetzt wieder so ein Erinnerungsblitz…)

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Traude,
      ist das schön, dass ich durch das kleine Gedicht über Jimmy bei dir ebenfalls Erinnerungen geweckt habe. Solche kleinen Erinnerungen lassen uns lächeln und das tut der Seele gut, besonders jetzt in Corona-Zeiten, da sich alles wieder zuspitzt.
      Bleib gesund und hab ein angenehmes Wochenende.
      LG
      Astrid

  3. Manchmal reicht ein Blick auf etwas und Erinnerungen werden wach. Ein Blick, ein Duft, ein Geräusch. So ist es oft. Und dann denkt man nach, versucht sich mehr und mehr zu erinnern.
    Wir müssen unser Nebengebäude entrümpeln, zu viel hat sich angesammelt. Was habe ich neulich gefunden? Einen großen Clown aus Stoff, mit Schlenkerbeinen, einem großen Kopf, Schlenkerarme. Er ist von meinem Bruder, der ist jetzt 46 Jahre.
    Der Clown sollte längst entsorgt sein. Der Stoff zerrissen, die große Knubbelnase wurde schon mal durch einen Stofffleck ersetzt, der Filz quillt hervor.
    Wegwerfen? Ich weiß nicht, ob ich es kann. Wenn er einen anschaut, dann muss man lachen. Meine Mutti schaute traurig, „och nee“. Tja, was nun? Ich weiß es noch nicht. Reparieren? Zu viel kaputt, wer soll das machen? Vielleicht doch? Ich hab eine Idee.
    Paar Jahre habe ich Zeit, dann könnte ich ihm meinem Bruder zum 50. Geburtstag zurück schenken. Ich werde überlegen und meine Schwester um Rat fragen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Das wäre eine tolle Idee und ich bin mir sicher, dass sIch Dein Bruder mächtig freut. Noch persönlicher kann ein Geschenk zum 50. Geburtstag gar nicht sein.
      LG und einen schönen Abend.
      Astrid

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