Alle Artikel mit dem Schlagwort: Weg

Überall herrscht Aufregung (5)

Während Elfinchen und die Mäusefamilie noch überlegten, wo sich der Weihnachtsmann aufhalten könnte und wie sie ihn erreichen würden, herrschte in dem Schlossgarten ein großes Durcheinander. Die Blumen vermissten Elfinchen, denn plötzlich öffnete niemand ihre Blütenblätter am Morgen und niemand schloss sie wieder am Abend. Traurig ließen die Blumen ihre Köpfe hängen, so dass sich sogar der König und die Königin schon gewundert hatten, was denn auf einmal passiert sei.  Auch Annelie vermisste ihre Freundin. Sie saß traurig am Fenster des großen Schlosses und schaute hinaus, ob sie irgendwo Elfinchen sehen würde. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, Elfinichen hatte sich wie in Luft aufgelöst. So kam es, dass sich das Königspaar neben den Gedanken um die vielen schönen und auch kostbaren Blumen im Schlossgarten auch noch große Sorgen um ihre Tochter machte. Sie wollte nicht mehr essen, sprach nicht, weinte viel und hatte an nichts mehr Freude. „Was sollen wir nur tun?“, fragte die Königin ihren Gemahl. „Ich weiß mir auch keinen Rat“, antwortete der König. „Ich lasse nach dem Hofarzt schicken, vielleicht …

Plötzlicher Wintereinbruch (1)

Erschöpft von der langen und vergeblichen Suche war sie in ihrem Versteck eingeschlafen. Doch als sie jetzt erwachte war es bitterkalt. Die Landschaft war bedeckt mit einer weißen Schicht aus Schnee. Sie zitterte, so sehr fror sie, aber das war auch kein Wunder, denn sie trug nur ein hauchdünnes Kleidchen. Was sollte sie nur tun? Sie hatte sich verlaufen und fand den Weg nach Hause nicht mehr. Sicher würden sie sie schon alle vermissen. Bestimmt hatte die Familie auch nach ihr gesucht, aber jetzt da der Winter hereingebrochen war, hatten sie bestimmt ihre Suche eingestellt. Sie waren nicht für den Winter geschaffen. Sie waren Sommerwesen. Sie begann zu weinen und zu wimmern, doch wer sollte sie hören?  Eddi war durch irgendetwas geweckt worden. Er konnte nicht genau sagen, was es war, aber ihm kam es vor, als hätte er ein leises Weinen gehört. Ob er das nur geträumt hatte? Er strengte seine kleinen Mäuseohren an und tatsächlich, da war es wieder. Es hörte sich an, als würde ein zierliches Wesen um Hilfe jammern. Eddi marschierte …

Wege des Lebens

  Jeder Mensch befindet sich im Leben, auf den unterschiedlichsten Wegen. Auf manchen kann er vor Glück schweben, auf anderen ist er von Steinen umgeben.   Es gibt Weggabelungen und Kreuzungen, Überlegungen und Entscheidungen, die er dann notwendigerweise treffen muss, die erfordern des Menschen Entschluss.   Angetrieben von Hoffen und Sehnen, heißt es annehmen oder ablehnen, zu schreiten mit Elan, Mut und Kraft vorwärts oder ein paar Schritte zu gehen rückwärts.   Fragen über Fragen zermartern das Gehirn, legen in Falten des Menschen Stirn. An den einzelnen Etappen und Standorten, sucht er die passenden Antworten.   Wird dieser Weg zum ersehnten Ziel schwierig oder ein Kinderspiel? Geht er daraus hervor mit Erfolg und Applaus? Niemand weiß dies so genau im Voraus.   Wie er sich auch entscheiden mag, Eines steht sicher außer Frag’: Entschieden durch Überlegung, Glück oder Zufall, lernen und klüger wird er in jedem Fall.     Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen: Anton Das Blau des Himmels Der Geist des Weines  

Ich war mal kurz weg

Ich war mal kurz weg mit Mann und Gepäck. Sind entflohen ein paar Tage in eine schmucke Hotelanlage.   Eine Insel mit Bergen, Palmen und Ziegenherden, mit dem Flieger nicht allzu fern, wo wir sind immer wieder gern.   Einfach nur entspannen und den Alltag verbannen, kein Stress und auch keine Eile, eine Auszeit für eine kleine Weile.   Tief einatmen die Luft, der Blumen zarter Duft. Still lauschen der Wellen Klang, erfreuen am Sonnenuntergang.   Spaziergänge am Strand, Burgenbauen im weißen Sand und eine Schifffahrt sind Muss, bieten Seele und Auge Genuss.   Nehmen dann mit zurück Erinnerungen voller Glück. Dankbar für des Alltags Pause, sichten wir die Fotos zu Hause.   So schön es auch war, eines ist doch ganz klar: Am Schönsten ist es daheim! Das passt auch zu meinem Reim. 😉   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Das Blau des Himmels Anton Mit Schaufel und Eimer  

Nichts wie weg! (3)

Ja, ich hatte eine entscheidende Tatsache in meine Überlegungen nicht einbezogen, nämlich meine ziemlich kurzen Beine. Sie waren in zweierlei Hinsicht von Nachteil.  „Deine kurzen Beine lassen dich nur kleine Schritte machen“, wirst du jetzt denken, lieber Weihnachtsmann Willi. Stimmt, ich musste auf meiner Flucht ziemlich viele Schritte machen und kam trotzdem nur langsam vorwärts. Aber das Schlimmste war, dass der Fußball viel zu groß für mich war und ich ihn nicht mit Schwung in die Gläserabteilung schießen konnte. Auch verfehlte mein Schuss die Richtung. Er traf nicht die Gläser weit von mir entfernt, sondern eine Vase rechts direkt neben mir. „Ohje, ohje!“, dachte ich mir. Da begann diese auch schon zu wackeln und fiel mit lautem Getöse auf eine andere, die wiederum umfiel und gleich ein ganzes Sortiment an kleinen Porzellanväschen umwarf.  Durch die enorme Geräuschentwicklung wurden der Wachmann und sein Hund aufgescheucht. In Sekundenschnelle waren sie zur Stelle. Da ich hier kein einziges Wurststückchen versteckt hatte, schlug mein ausgeklügelter Plan damit fehl. Stattdessen waren sie mir auf den Fersen, da sie mich für …

HANS GUCK-IN-DIE LUFT

Wer kennt sie nicht, diese Geschichte aus dem Struwwelpeter von Dr. Heinrich Hoffmann?! Alle haben wir als Kind immer wieder gesagt bekommen: „Schau wo Du hin läufst!“ Damals wie heute achten wir auf unseren Weg, denn wir wollen doch nicht stolpern und uns soll es nicht so ergehen wie dem Hans in der Geschichte. Sie hat mich allerdings zu meinem heutigen Blogbeitrag inspiriert: Wie heißt es dort so schön:   „Wenn der Hanns zur Schule ging,  Stets sein Blick am Himmel hing. Nach den Dächern, Wolken, Schwalben, Schaut er aufwärts, allenthalben…“* Ja, und wir schauen stets nach vorn, dicht vor die Füße und sehen nicht, was über uns ist. Ich habe wieder einmal meine Fotos durchforstet und habe dabei diese faszinierende Welt über unseren Köpfen entdeckt. Ich lade Euch nun ein, völlig ungefährlich diesen Spaziergang mit dem Blick nach oben mit mir zu wagen. Und glaubt mir, es ist nur eine klitzekleine Auswahl dessen, was sich da oben abspielt. Auf Teneriffa schaut dieser Hund von oben herab. Wir hätten ihn übersehen, wenn wir unseren Blick immer …

Der lange Weg nach Hause

Zu Hause ist da, wo meine Familie ist. Dort wo die Menschen leben, die ich liebe und die mich lieben. Nach Hause gehe ich gerne, denn dort fühle ich mich wohl und ich bin in der glücklichen Lage sagen zu dürfen, dass dies auch für meinen Mann und unseren Sohn zutrifft. Diese Heimkehr ist manchmal kürzer und manchmal länger, je nachdem wo man gerade war. Aber manchmal kann der Weg auch lang sein, wenn er eigentlich kurz ist. Und wir wären nicht Peter und Astrid, wenn wir nicht auch hierzu schon etwas erlebt hätten: Es war an einem schönen Sommertag, ich weiß sogar noch welcher Wochentag es war. Samstag. Wieso ich mich noch daran so genau erinnern kann, wird man jetzt fragen, wenn ich nicht einmal mehr den Monat oder das Jahr nennen kann. Das lässt sich ganz logisch erklären und hängt mit meinem damaligen Anlass für das Verlassen unserer Wohnung zusammen. Ich unterrichtete zu dieser Zeit an einer Grundschule in Darmstadt, allerdings befand sich diese nicht im selben Ortsteil wie unsere Wohnung. Beides lag …