Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tür

Frau Fröhlich und Herr Trüb

„Grüß Gott! Ich bin Frau Fröhlich und wohne ganz oben auf dem Berg im schönen Bayernland. Umgeben von Wiesen und Wäldern genieße ich die bayrische Natur und mein Leben. Ich bin so, wie schon mein Name verrät, – eine richtige Frohnatur. Immerzu habe ich ein Lächeln auf den Lippen und am liebsten würde ich den ganzen Tag singen. Gekleidet bin ich natürlich wie eine echte Bayerin. Am liebsten trage ich mein Dirndl und einen feschen Hut habe ich auch auf dem Kopf. Er schützt mich vor der Sonne, damit ich keinen Sonnenstich bekomme. Mir geht es richtig gut, wäre da nicht mein Nachbar. Er ist ein echter Griesgram. Er scheint immer schlecht gelaunt zu sein, selbst die Sonne kann ihn nicht aus dem Haus locken. Eigentlich sieht er in seinen kurzen Lederhosen recht adrett aus, zu denen er ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und Kniestümpfe trägt. Mit seinem Hütchen wird er zum feschen Bayer. Wir könnten eigentlich ein nettes Pärchen abgeben, aber mit ihm kann man ja nicht einmal reden. Sobald ich nach draußen …

Auch das bin ich

Als ich neulich in einer Buchhandlung stöberte, entdeckte ich ein Buch, das mein Interesse weckte. Ich griff  danach, blätterte es durch und erstand es.  Inzwischen hat es einen Platz in meinem Arbeitszimmer. Es handelt sich um „Das Buch der fast vergessenen Wörter“ von Petra Cnyrim*. Sie erklärt und zeigt den Ursprung bestimmter Wörter auf. Manche davon sind ganz verschwunden, andere sind im Begriff vergessen zu werden. Schon beim Durchblättern kamen Erinnerungen in mir hoch und eine Idee entstand: Ich möchte meinen Namen (Astrid Berg) auf solche Wörter und meine damit ganz persönlichen Erinnerungen durchforsten. Also lasst Euch überraschen, was dabei herausgekommen ist. A   Als Kind trug ich im Winter einen Anorak und raste in einem Affenzahn auf meinem Schlitten den Hügel hinunter. Heute saust man vielleicht in einer mit Fell gefütterten Windjacke, in einer Skijacke oder in einer mit Daunen gepolsterten Kapuzenjacke… den Schneehang hinunter, aber keinesfalls in einem stinknormalen Anorak. Da ich 1960 geboren bin, war es in meiner Generation üblich, dass man im Laufe seines Weges zum Erwachsenwerden mit der Aussteuer ausgestattet …

Babette und der Schneemann

    Es drücken sich Tobi und Toni an der Scheibe die Nasen breit, der Raum ist erfüllt von Jubel und Heiterkeit. Sie singen im Chor gar laut: „Juhu, es schneit, es schneit!!! Bald nun ist die liebe Weihnachtszeit.“ Mit Jacke, Schal und Mütze sie hinaus auf die Straße geh’n, dort lassen sie sich die Flocken um die Nase weh’n. Im Garten dann die Schneeballschlacht entfacht, wie herrlich, welche Freude der Schnee doch macht. Sie lachen und tanzen mit den Flocken um die Wette, und landen vor der Haustür der alten Babette. Geschreie und Gejohle erweckt diese aus ihrem Mittagsschlafe, Ihr ahnt es schon, dies wird nicht bleiben ohne Strafe. Tobi und Toni dicke Kugeln für einen Schneemann rollen, Babette sich aus dem Bette erhebt mit Grollen. Im Nachthemd sie durch die Wohnung schleicht, verärgert über Lärm und Radau sie die Tür erreicht. Ein Ende sie will diesem Toben nun schlagartig setzen und den Hund auf die Störenfriede hetzen. Tobi und Toni flüchten vor dem Gespenst im Hemd und Waldi sie freudig verfolgt, weil er …