Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tag

Frau Fröhlich und Herr Trüb

„Grüß Gott! Ich bin Frau Fröhlich und wohne ganz oben auf dem Berg im schönen Bayernland. Umgeben von Wiesen und Wäldern genieße ich die bayrische Natur und mein Leben. Ich bin so, wie schon mein Name verrät, – eine richtige Frohnatur. Immerzu habe ich ein Lächeln auf den Lippen und am liebsten würde ich den ganzen Tag singen. Gekleidet bin ich natürlich wie eine echte Bayerin. Am liebsten trage ich mein Dirndl und einen feschen Hut habe ich auch auf dem Kopf. Er schützt mich vor der Sonne, damit ich keinen Sonnenstich bekomme. Mir geht es richtig gut, wäre da nicht mein Nachbar. Er ist ein echter Griesgram. Er scheint immer schlecht gelaunt zu sein, selbst die Sonne kann ihn nicht aus dem Haus locken. Eigentlich sieht er in seinen kurzen Lederhosen recht adrett aus, zu denen er ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und Kniestümpfe trägt. Mit seinem Hütchen wird er zum feschen Bayer. Wir könnten eigentlich ein nettes Pärchen abgeben, aber mit ihm kann man ja nicht einmal reden. Sobald ich nach draußen …

Liebeserklärung

Ohne Dich fühle ich mich leer, wir sind für einander bestimmt, das weiß ich ganz bestimmt. Ich brauche Dich so sehr. Ich weiß noch genau wie es begann. Dein Zauber hat mich sanft berührt, ich hab es deutlich gespürt. Wir sind ein prima Gespann. Wo ich bin, da bist auch Du, das weiß jeder, der mich kennt. Es gibt nichts, das uns trennt. Wir bleiben beisammen immerzu. Du bist mein Begleiter Tag für Tag. Umhüllst mich mit Deinem Duft, erfüllt ist von Dir die Luft. Oh, wie sehr ich Dich mag. Du bist zart, kein bisschen ungestüm. Ich freue mich, dass es Dich gibt und bin unendlich in Dich verliebt. Du bist und bleibst: Mein Parfüm.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Fräulein Tussnelda Tänzchen gefällig? Gut beschirmt

Sei gegrüßt

Sei gegrüßt lieber Morgen, du strahlst mir freundlich entgegen. Wird der Tag bringen Sorgen oder Segen? Noch ist er hinter dir verborgen. Der Vögel lieblicher Gesang, erweckt mich aus süßem Traum. Zarter Blumenduft erfüllt den hellen Raum. Der Tag nimmt langsam seinen Anfang. Vom Himmel schickt die Sonne mir golden leuchtende Strahlen herab. Hält der Tag, was er versprach vorab? Stunden voller Freude und Wonne? Frohgemut und voller Elan, starte ich nun in den Tagesablauf. Nehme auch so manche Hürde in Kauf, lebe nach Plan oder ganz spontan. Des Abends besonderer Glanz, birgt Ruhe und Geborgenheit, ist als Ausklang die perfekte Tageszeit. Gibt uns Entspannung voll und ganz. Die Nacht bricht heran, die Sterne leuchten vom Himmelszelt. Schöpfer hab Dank für meine Welt. Beschütze uns alle jetzt und dann. Möge auch das Morgen, bringen nur Gutes für Jung und Alt. Frieden auf Erden und keine Gewalt, Freude, Sonnenschein und keine Sorgen. Wir gehen mit Zuversicht, begrüßen hoffnungsvoll jeden neuen Tag, der sich als lebenswert erweisen mag und uns mit seinem Glanz besticht.   Vielleicht möchtet …

Unsere persönliche Ostergeschichte

Meine Mutter erzählt besonders zu Ostern gerne eine Begebenheit aus ihrem Leben, in der beinahe ein Fall eingetreten wäre, den eigentlich keiner für sehr wahrscheinlich hält. Den dazu passenden Spruch, zitiert man jedoch sehr häufig. Spätestens am Ende dieser Geschichte werdet ihr wissen, welche Redewendung ich meine. (Aber nicht schummeln, sonst verderbt Ihr Euch die Freude!!! ) Man mag es nicht für möglich halten, doch in unserer Familie wäre beinahe ein Ereignis eingetreten, das die kalendarische Abfolge des Jahreskreises auf den Kopf gestellt beziehungsweise durcheinander gebracht hätte. Doch meine Mutter wusste dies in letzter Minute noch zu verhindern. „Du warst damals noch ziemlich klein“, beginnt sie zu berichten und schaut mich dabei an. „…vielleicht so eindreiviertel Jahre alt. Wir waren die ganze Woche über alleine, weil Papa in Frankfurt gearbeitet hat und nur an den Wochenenden zu uns nach Hause kam. Unser gemeinsames Zuhause war eine Zweizimmerwohnung mit einer großen Wohnküche.“ Ich nicke, denn ich kann mich noch sehr genau an diese Wohnung und das gesamte Wohnumfeld erinnern, in dem ich die ersten sechs Jahre …

Inspiration

Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, doch an diesem Samstag zeigt er sich sehr mild und schon fast ein wenig frühlingshaft. Der Himmel verfärbt sich schon am Morgen zu einem zarten Blau und lässt erahnen, dass es ein herrlicher Tag werden wird. Frau Konfusi steht vor dem Garderobenspiegel und kämmt sich ihre Haare. Ich muss noch einmal schnell zum Supermarkt, um noch etwas für das Mittagessen einzukaufen“, sagt sie zu ihrem Mann. „Hast du nicht Lust mitzukommen?“ „Das ist keine schlechte Idee, ich brauche nämlich noch ein paar Ösenhefter, um in meine Unterlagen Ordnung zu bringen“, erklärt Professor Konfusi. „Was hältst du davon, wenn wir den Einkauf mit einem kleinen Spaziergang verbinden und das Auto zu Hause lassen?“, fragt jetzt Frau Konfusi ihren Mann. „Das machen wir. Allerdings unter einer Bedingung: Es wird kein Großeinkauf, bei dem ich den Packesel spielen muss.“ „Auf so eine Idee würde ich doch nie kommen“, zwinkert Frau Konfusi ihrem Gatten zu. Eine dreiviertel Stunde später stehen sie bereits an der Supermarktkasse. Hinter ihnen stellt sich ein ihnen unbekannter …

Der große Tag

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die kleine Schutzengelschülerin Felicita. Sie langweilte sich so sehr in der Schule und wollte doch so gerne ganz schnell ein richtiger Schutzengel sein. Deshalb bat sie den Mann im Mond um Hilfe und er konnte ihr sogar ein bisschen helfen. Doch in die Schule gehen, musste sie trotzdem noch – ein ganzes Jahr lang. Inzwischen ist sie ein ganzes Stück gewachsen und hat alle Prüfungen in der Schutzengelschule mit Bravur bestanden. Heute nun ist es endlich soweit. Der große Tag ist da. Sie hat ihr schönstes Kleid angezogen, das lange weiße Kleid mit den goldenen Punkten und Bordüren. Ein goldener Reif ziert ihr Haar, das in langen blonden Locken bis zu ihren Schultern reicht. Felicita tritt aufgeregt von einem Fuß auf den anderen. Zuerst erhält sie ihr Schutzengelzeugnis und ein dickes Lob der Lehrerin: „Du bist meine beste Schülerin und wer dich als Schutzengel bekommt, kann ganz beruhigt sein.“ „Dankeschön“, sagt Felicita und senkt bescheiden ihren Blick. „Mit Freude überreiche ich dir heute nun auch den Engelsstab mit dem …

Beobachtende Blicke am Wegesrand

Ist Euch das auch schon einmal passiert? Bestimmt! Ihr marschiert so durch die Gegend und plötzlich überfällt Euch ein seltsames Gefühl. Es ist so, als ob Euch jemand beobachtet. Ihr schaut Euch um und niemand ist zu sehen. Doch warum fühlt Ihr Euch beobachtet? Kann es sein, dass die Bäume Euch beobachten, wenn Ihr noch vor der Arbeit mit dem Hund eine Runde dreht? Selbst die Steine werfen Euch Blicke zu. Vorsichtig! Selbst vom Waldweg her, schaut jemand zu Euch auf. Die Sitzgelegenheiten am Wegesrand haben nur Augen für Euch. Am Parkplatz angekommen, erwarten Euch die freundlichen Blicke Eures Autos. Jetzt fahrt Ihr zur Arbeit, um auf dem Schreibtischstuhl Platz zu nehmen. Dieser blickt Euch etwas mürrisch entgegen, denn Ihr habt Euch ein wenig verspätet. Auf Eurem Heimweg verfolgt Euch sogar der Stromverteilerkasten in Eurer Straße mit seinen Blicken. Auch die kleinen Froschaugen in Nachbars Garten schauen neugierig in Eure Richtung. Jetzt seid Ihr urlaubsreif und wollt mit dem Schiff in See stechen? Glaubt nur nicht, dass Ihr die beobachtenden Blicke los werdet. Und am …

Ein Hauch von Winter

Vielleicht könnt Ihr Euch noch an meinen Spaziergang durch den 100 ha großen Branitzer Park  in Cottbus erinnern. Ich habe Euch damals versprochen auch einen Winterspaziergang durch diesen schönen und großen Landschaftspark zu machen. Gestern habe ich diesen Park, der von dem Landschaftsarchitekten Fürst Hermann von Pückler gestaltet wurde, besucht. Natürlich habe ich auch meine Kamera mitgenommen, um Euch den Hauch von Winter zeigen zu können, den der Schnee dort hinterlassen hat. Lehnt Euch für einen Augenblick zurück und genießt die winterliche Parklandschaft, aber auch die Stille und den Frieden. Im Hintergrund könnt Ihr schon die beiden Pyramiden erkennen. Die große Pyramide (die Ruhestätte von Fürst Hermann von Pückler und Fürstin Lucie Muskau) und … nur ein paar Meter weiter… kommt man zur kleineren Pyramide mit dem „Krönchen“ oben drauf. Ich wandere weiter und lasse den Hauch von Winter inmitten dieses Parks auf mich wirken. Von Weitem kann ich eine Art Pilz entdecken, der … in den wärmeren Jahreszeiten zum Verweilen und Ausruhen einlädt. Alles strahlt heute hier eine gewisse Unberührtheit aus. Es sind kaum …