Alle Artikel mit dem Schlagwort: Stimme

Trubel im Keller

Ich sitze hier so gemütlich in meinem Sessel und will die Augen ein wenig zudrücken. Draußen ist es kalt und trüb und ich habe keine Lust mich dorthin zu begeben. Hier drinnen ist es warm und gemütlich. Das dachte ich zumindest, als ich mich auf meiner Decke ausgestreckt habe. Okay, warm ist es schon, aber mit der Gemütlichkeit scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Kaum sind mir die Augen zugefallen und ich will mich ins Land der Träume begeben, da fängt es an. Zuerst denke ich, ich wäre schon eingeschlafen und würde träumen. Aber eigentlich bin ich doch noch wach. Oder träume ich, dass ich träume oder dass ich wach bin? Seltsam.  Ich höre auch etwas. Doch was ist das? Und vor allen Dingen, wo kommt es her? Ich glaube es kommt aus dem Keller. Ob ich mal nachsehen gehe? Okay, die Neugierde hat gesiegt. Ich strecke mich noch einmal und stelle mich auf meine Beine. Dann mache ich mich auf den Weg. Dieses Rumoren kommt tatsächlich aus dem Keller. Ich kann mich nicht erinnern, dass …

Lach mal wieder

Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten. „Du weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann. „Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“ Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen. Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl …

Auf Umwegen ans Ziel

Das Leben geht nicht immer gradlinig voran. Manchmal geht alles kreuz und quer und manchmal muss man andere Wege beschreiten. Rückschritte gehören ebenso dazu wie der Blick zur Seite. Um im Leben aber voran zu kommen, wirft uns gerade eben dieses Leben nicht selten sogar Steine in den Weg. Es lässt uns über Hindernisse stolpern oder auferlegt uns Umwege und Abkürzungen, um an unser Ziel zu kommen.  Peter ist bei uns in der Familie und im Freundes- bzw. Bekanntenkreis für seine Abkürzungen bekannt. Das rührt im Grunde noch aus unserer Zeit in Darmstadt. Damals arbeitete er in einer anderen Stadt, was bedeutete, dass er jeden Tag 50 Kilometer hin und 50 Kilometer zurück fahren musste. Da wir allerdings weiter in Darmstadt leben wollten, nahm er diese Wegstrecke in Kauf. Zumal wir die Autobahn quasi direkt vor der Haustür hatten und in 20 Minuten am Flughafen waren, von dem er mindestens einmal in der Woche aus beruflichen Gründen wegfliegen musste. Da es in der Firma noch einige weitere Mitarbeiter gab, die ebenfalls in Darmstadt wohnten, bildeten …