Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schokolade

Aufregung um zwei Schokoladenhäschen

Oma Ina sitzt in ihrem Ohrensessel im Wohnzimmer und strickt an einem Schal für ihre Enkelin Nina. Die Kleine hockt im Schneidersitz auf dem Teppich und blättert in ihrem Bilderbuch. Plötzlich hält sie inne und schaut die Oma an. „Du Oma, hast du dich als Kind auch immer auf Weihnachten gefreut?“, will sie wissen. „Aber sicher! Ich wollte doch unbedingt den Weihnachtsmann sehen und außerdem gab es dann immer ein neues Kleidchen für meine Puppe oder ein neues Möbelstück für mein Puppenhaus.“ „Ich freue mich auch auf Weihnachten und den Weihnachtsmann möchte ich unbedingt sehen. Aber…“, die kleine Nina stockt, bevor sie dann hinzufügt: „Du kennst doch den Willi, den Nachbarsjungen.“ Oma nickt. „Der ist dieses Jahr schon in die Schule gekommen, oder?“ „Ja und der hat erzählt, dass es gar kein Christkind und auch keinen Weihnachtsmann gibt. Er hat über mich gelacht und gesagt, dass ich vom Baum der Dummheit gefallen wäre.“ „Da täuscht sich der kluge Willi aber!“, erhebt die Oma Einspruch. „Ich habe ihn nämlich als Kind ganz genau gesehen und sogar …

Auch Männer und Frauen sind manchmal …

Einige von Euch wissen ja, dass mein Mann Universitätsprofessor ist und zusätzlich im Rahmen eines Austauschprojektes einmal im Jahr an einer renommierten Universität in Bangkok unterrichtet. Das ist auch der Grund, warum wir die letzten drei Wochen wieder einmal in Bangkok und Abu Dhabi verbracht haben. Selbstverständlich habe ich Euch von dort auch wieder etwas mitgebracht. Heute ist es eine Geschichte über … Ach, ich will nicht zuviel verraten… Das Wochenende haben wir am Golf von Thailand verbracht und fahren noch ein bisschen in der Gegend herum, bevor wir die Rückfahrt nach Bangkok antreten. „Hast du nicht Lust irgendwo einen Kaffee zu trinken?“, frage ich als Teetrinkerin meinen Göttergatten. Allerdings liegt der wahre Grund meiner Frage in einem anderen Bedürfnis begründet. Na, ihr wisst schon, das Bedürfnis, das auch kleine und größere Prinzessinnen heimsucht. Mein Mann, der immer für ein Tässchen Kaffee zu begeistern ist, springt auch sofort darauf an, scheint aber auch den wahren Anlass meiner Nachfrage zu vermuten. „Na klar, wir gehen einfach da drüben in das Hotel, dort ist alles sauber und …

Gut gemeint

Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume. Im Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen. „Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen: „Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“ Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter. „Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit. „Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner …

Besuch in einer sizilianischen Schokoladenmanufaktur

Heute möchte ich von unserem Besuch in der Schokoladenmanufaktur Bonajuta auf Sizilien berichten. Diese gehört zu dem ältesten Schokoladengeschäft in Modica, das ich bereits in meinem ersten Schokoladenpost vorgestellt habe. Bevor wir zu dieser privaten kleinen Führung aufgebrochen sind, habe ich mir einen Videofilm von Ritter Sport* angesehen, der die Herstellung der Schokolade auf industrieller Basis aufzeigt. Da es sich hier in Modica auf Sizilien allerdings um eine Manufaktur handelt, die die ursprüngliche Schokoladenrezeptur benutzt, wird sich jeder denken können, dass auch dieser Betrieb sich von den hochmodernen und industriellen Fabriken der bekannten Schokoladenmarken unterscheidet. Wir kamen in den Genuss einer kleinen und hoch interessanten Privatführung durch den Schokoladenexperten dieser Firma und einer weiteren Mitarbeiterin, die uns alles ins Englische übersetzte. So erklärten sie uns zunächst, dass die Herstellung von Schokolade aus Modica auf einem traditionellen Rezept beruht. Dem gemahlenen Kakao wird die Kakaobutter nicht entzogen und in dieser Schokolade ist keine Milch, keine Butter, kein Pflanzenfett und kein Lezithin enthalten. Der Kakaogehält beträgt ungefähr 40-90%. Im ersten Raum, den man uns zeigte, war die …

Danke für die Schokolade

Das Wort „Schokolade“ allein lässt in mir die Sehnsucht nach diesem Genuss erwachen. Den „Erfindern“ dieser so göttlichen Köstlichkeit ist mein großer Dank gewiss. Weil es nicht nur mir so geht, sondern ganz vielen Menschen, ob Kind oder Erwachsener, gibt es mittlerweile eine riesige Vielfalt an Arten und Geschmacksrichtungen. Doch bevor ich meine Gedanken im nächsten Post der Herstellung widmen möchte, gedenke ich heute dem geschichtlichen Aspekt Raum einzuräumen. Schon vor über einem Jahrtausend, nämlich im 4. Jahrhundert nach Christi bauten bereits die Azteken in Mittelamerika, beziehungsweise in Mexiko Kakaobohnen an. Chocolatl eigentlich aber: Xocolatl, so nannten sie das bittere Kakaowasser, das sie auch als Göttertrunk bezeichneten. Hierbei haben sie die Kakaobohnen nicht nur für das Getränk benutzt, sondern sie nutzten diese auch als Zahlungsmittel. Ebenso wie heute mussten auch sie Steuern bezahlen. Leider gibt sich das Finanzamt heute nicht mit der Abgabe von Kakaobohnen zufrieden. Da haben sich die Zeiten doch geändert. Obendrein stellten schon die Azteken den Nutzen der Kakaobutter für die Kosmetik und die Gesundheit fest. In der Pharmazie hat man diese …

Kindheitserinnerungen

Als ich neulich meiner Mutter erzählte, dass wir mit Freunden auf einem Oktoberfest gewesen waren, zeigte sie mir ein wunderschönes kleines Dirndl. Es war mein Dirndl, das ich als Kleinkind getragen hatte. Auf einmal begann ich mein Gedächtnis nach Kindheitserinnerungen zu durchforsten. Und das ist dabei herausgekommen: Kein Kind mag das Haarewaschen besonders gern, aber heutzutage ist es nur halb so schlimm wie früher. Schon allein die Tatsache, das Wasser über den Kopf laufen zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Außerdem kann es zu dem unerwünschten Nebeneffekt kommen, dass Shampoo in die Augen gerät. Als ich noch ein kleines Kind war, hatte ich sehr lange Haare und somit war auch noch das Auskämmen nach dem Waschen eine Qual. Spülungen, die die Haare leichter kämmbar machten, gab es damals noch nicht. Es ziepte und zog an den Haaren. Ich schrie aus Leibeskräften: „Hilfe, Hilfe!“ Meine liebevolle Mutter war zwar sehr vorsichtig und versuchte mich auch zu beruhigen, aber leider vergeblich. Das hatte zur Folge, dass unsere damalige Vermieterin an der Wohnungstür klopfte: „Was machen Sie denn …