Alle Artikel mit dem Schlagwort: Küche

Wetterprognosen

Tanja hat Herbstferien. Es sind ihre ersten richtigen Schulferien, denn sie ist erst im Sommer eingeschult worden. Mit ihren Eltern macht sie Urlaub auf dem Bauernhof von Familie Sonnenschein in Bayern.  Für ein kleines Mädchen aus Berlin gibt es hier viel zu bestaunen. Auch ausprobieren und hier und da ein bisschen mithelfen darf sie, zum Beispiel beim Hühnerfüttern, beim Einsammeln der Eier oder beim Einsetzen der Tulpenzwiebeln. Bis jetzt wurde sie immer vom Bauer und der Bäuerin gelobt, denn sie hat alle ihr aufgetragenen Arbeiten sorgfältig und gewissenhaft erledigt. Obwohl der Korb mit den eingesammelten Eiern heute recht voll und auch schwer war, hat sie alle heil in der Küche bei der Bäuerin Hilde abgeliefert. „Das machst du toll, Tanja. Wie soll ich das alles nur bald wieder ohne dich schaffen?“ „Wenn du es nicht schaffst, komme ich einfach wieder hier her. Weihnachten sind doch Ferien und dann sind da auch noch die Winter,- Oster- und die großen Sommerferien“, meint Tanja. „Naja, das können  wir ja alles noch besprechen, aber jetzt setz dich schön mal …

Wahre Liebe

Ich grüße Euch heute wieder einmal aus meiner Plauderecke. Mir ist bei der Durchsicht meiner Fotos aus diesem Jahr aufgefallen, dass es da eine Aufnahme gibt, die ich Euch unbedingt zeigen möchte. Das Beitragsfoto und die Überschrift meines Posts sind Bestandteile davon. Rote Rosen. Liebe. Beides gehört irgendwie zusammen. Verschenken doch Liebende gerne als Zeichen ihrer wahren und großen Liebe rote Rosen an den / die Partner(in). Die von mir fotografierte Rose ist ebenfalls ein Geschenk. Doch hierzu gehört noch etwas anderes und natürlich eine kleine, aber schöne Begebenheit: Es war der 4. Mai diesen Jahres. Ein Freitag. Ich glaube es war nachmittags, aber da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher. Auf jeden Fall fuhr ich mit meinem Auto durch die Stadt. Meine Mutter war wieder einmal bei uns zu Besuch und saß neben mir auf dem Beifahrersitz. Wir standen an der Ampel einer Kreuzung in der Innenstadt. Unser Wagen war der erste in der Schlange der Wartenden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen mehrere uns unbekannte Personen am Fußgängerüberweg und warteten darauf, dass …

Jetzt geht’s richtig los!

Kaum schickt die langersehnte Sonne die ersten wärmenden Sonnenstrahlen vom Himmel, geht es wieder richtig los. Es summt und brummt in allen Ecken des Gartens. Gerade umschwirrt mich draußen auf der Terrasse ein dicker Brummer. Ich sehe ihn nicht, aber ich kann ihn hören. Da sein Brummen sehr intensiv ist und wohl einem etwas größerem Resonanzraum zu entstammen scheint, vermute ich, dass es sich um einen fetten Brummer handelt. Was sich im Freien so schön mit dem Zwitschern der Vögel vermischt und zum Genießen der wiedererwachten Natur gehört, empfinde ich im Innern des Hauses als ziemlich lästig. Aus diesem Grund haben wir auch bei den Terrassen- und Balkontüren sogenannte Fliegengittertüren angebracht. Aber leider verirrt sich mancher Brummer doch in die Innenräume. So auch jetzt wieder. Ich öffne das besagte Fliegengitter und die Terrassentür, damit ich wieder ins Haus kann. Auf diese Gelegenheit scheint der Brummer allerdings nur gewartet zu haben. Schneller als ich, ist er in den Innenräumen und fliegt kreuz und quer. Rastlos irrt er in der Diele hin und her. „Nicht mit mir!“, …

Ein Tässchen Kaffee gefällig?

Es ist jetzt schon fast ein Jahr und acht Monate her. Damals stand ich mitten in einem großen Kaufhaus in Dresden. Besser gesagt man hatte mich zuerst mit dem LKW von „Ich-weiß-nicht-wo“ nach Dresden gefahren und mich eine ganze Weile warten lassen. Es war eine gefühlte Ewigkeit vergangen, bis sie mich endlich auspackten und in eines der vielen Regale stellten. Da stand ich nun und viele Menschen zogen an mir vorüber. Die meisten warfen nicht einmal einen Blick auf mich, sondern gingen zu den einfachen und herkömmlichen Modellen. Auch an meinen Nachbarn zogen sie vorüber. Hin und wieder jedoch blieben auch einige von ihnen stehen und plötzlich war mein Nachbar zur Rechten verschwunden. Die anderen erzählten, dass er nun ein Zuhause gefunden hätte. Ich wunderte mich schon ein wenig, denn eigentlich war er gar nicht so hübsch. Ich fand mich mit meinen silbernen Tasten viel schöner. Nicht mal ausprobieren durfte man mich. Ich konnte also niemand zeigen, was ich so alles drauf hatte. Ich fieberte dem Tag entgegen, an dem ich mein ganzes Können präsentieren …

Das Sofa in der Küche

Neulich waren wir bei Freunden eingeladen. Da wir zwei Tage vorher bei meiner Mutter gewesen waren, hatte ich in meiner Handtasche noch ein paar alte Fotos, die ich mitgenommen hatte. Ich zeigte sie unseren Freunden und wir hatten beim Betrachten und Erzählen viel Spaß. Das Foto zu dieser Geschichte machte ebenfalls die Runde. „Bist du das?“, fragten mich unsere Freunde. „Ja, das ist meine Wenigkeit, – Prinzessin Astrid.“ Umrahmt von Kissen, die mich sicherlich stützen und vor dem Anecken schützen sollten, sitze ich da auf dem Sofa. Ich war damals gerade einmal 7 Monate alt, wie ich auf der Rückseite lesen kann. Schön, dass meine Mutter dies alles vermerkt hat. Die Rassel fest im Griff, erregt meine Aufmerksamkeit der Fotograf. Ich nehme an, es war mein Vater, der diesen Schnappschuss von mir machte. „Was hast du denn da auf dem Kopf?“, werde ich gefragt. „Na, das ist eine Tolle!“ „Stimmt, das hatte ich auch“, sagt unsere Bekannte. „Sieht ziemlich witzig aus, aber das war anscheinend damals modern“, erkläre ich zu meiner Verteidigung. Wenn ich das …

Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche

Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe. Vor mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da: Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen: …

Mensch ärgere dich nicht!

Wer auch immer dieses Spiel erfunden hat, hat den Nerv der Menschheit getroffen. Zu den Eigenschaften des Menschen gehört es nämlich sich unter anderem zu freuen und sich zu ärgern. Diese Gefühlsregungen spielen sich in jedem von uns ab und haben oftmals auch Auswirkungen auf unsere Umwelt. Freuen wir uns, so strahlen oder lachen wir und stecken nicht selten andere damit an. Ärgern wir uns, so bekommt das meist unser Gegenüber ebenfalls zu spüren. Wir schimpfen dann, setzen einen verärgerten oder gar grimmigen Gesichtsausdruck auf und verspüren eher negative Gefühle. Mein Gesichtsausdruck ist in diesem Augenblick eher der zweiten Gefühlsregung zuzuordnen. Ich habe meinen beiden Männern (Gatte und Sohn) bestimmt schon hundertmal gesagt: „Wischt doch bitte nach dem Rasieren eure Barthaare weg!“Und auch heute rufe ich es genau in dem Augenblick nach unten, als mein Mann nach einem Einkauf im Baumarkt zur Haustür hereinkommt. Seine Antwort zeigt weder etwas von Reue noch einen Funken Verständnis für meine Verärgerung. Im Gegenteil, er ruft einfach nur nach oben: „Diese ewige Putzerei ist doch nicht normal!“ Da könnte …

Aus dem Leben meiner Küchenuhr

Ich stehe um die Mittagszeit in meiner Küche und bereite gerade meinen Auflauf vor.  „So“, denke ich „in einer halben Stunde stelle ich ihn in den Ofen und dann habe ich noch ungefähr 35 – 40 Minuten Zeit bis das Essen fertig ist.“ Ein Blick auf meine Küchenuhr bestätigt mir, dass ich dann genau pünktlich fertig bin, wenn mein Mann seine Aufräumarbeiten in unserem Garten beendet haben will. Mein Blick bleibt weiter an meiner Küchenuhr hängen.  „Was die wohl schon alles erlebt hat?“, frage ich mich insgeheim. Von ihrem Vorleben weiß ich nichts, nur, dass sie eines hat. Ich fand sie in einer Kiste auf dem Flohmarkt. „Wahrscheinlich stammt sie aus einer Haushaltsauflösung“, überlege ich mir. „Und bestimmt war sie einst ein richtiges Schmuckstück.“ Da lag sie ganz unscheinbar und unbeachtet zwischen anderen altertümlichen Sachen. Mir fiel sie auf. Warum weiß ich selbst nicht so genau. Wahrscheinlich durch ihre grüne Farbe. Diese taucht auch in meiner Bucheküche auf, die Arbeitsplatte, der Apothekerschrank und die beiden kleinen Regale tragen ebenfalls diese Farbe zur Schau. Ich glaube, …

Chaotischer Umzug

Ich hatte ja an anderer Stelle schon erzählt, dass wir vor 18 Jahren von den alten in die neuen Bundesländer gezogen sind, genauer gesagt: Von Darmstadt nach Cottbus. Allerdings habe ich unseren Umzug noch nicht geschildert. Zu einer ganz normal chaotischen Familie gehört nämlich auch ein chaotischer Umzug: Den Tag bevor die Möbelpacker kamen, feierte unser Sohn seinen 7. Geburtstag, das heißt, ich hatte das Haus voller kleiner in Kostümen steckender Kinder. So kam ich wenigstens nicht zum Nachdenken und zum Traurigsein, denn ein Umzug über 600 Kilometer ist schon ein tiefer Einschnitt in das bisherige Leben. Dieses Gefühl überfiel mich jedoch an dem Morgen als die Umzugswagen vor unserer Haustür standen. Schlagartig schossen mir die Tränen in die Augen. Doch es war keine Zeit zum Weinen und Traurigsein, denn schon bevölkerten die Möbelpacker die Wohnung. Sie griffen sich die gepackten Kisten, rannten kreuz und quer durch die Wohnung und erklärten uns: „Die persönlichen Dinge, die nicht mit in die Möbeltransporter sollen, bitte in die Badewanne legen. Dann wissen wir Bescheid!“ Wir taten so, wie …