Alle Artikel mit dem Schlagwort: Glück

Scherben

Mir ist gerade so zum Plaudern. Habt Ihr Lust und plaudert ein bisschen aus dem Nähkästchen?! Ich denke, alle von uns haben schon einmal etwas entzwei gehen lassen. Man greift nicht richtig zu, stellt es nicht ordentlich hin, hält es ungenügend fest und schwuppdiwupp ist es passiert. Es rutscht aus der Hand, gerät ins Wanken oder Wackeln, kippt um, … Die Erdanziehungskraft sorgt dann nur noch dafür, dass der Gegenstand auf die Erde fällt. Schlägt er auf festem Untergrund auf, so kann man davon ausgehen, dass er in der einen oder anderen Weise kaputt geht. Scherben, so sagt man, bringen Glück. Zumindest Porzellanscherben. Deshalb zerschmettert man Tassen, Teller, Vasen und dergleichen am Polterabend. Die Scherben sollen dem Brautpaar Glück bringen. Doch ist man auch im täglichen Leben glücklich, wenn ein Teller oder eine Tasse vom „guten Geschirr“ kaputt geht? Das trifft doch eher weniger zu, oder? Was ist dran an dem Spruch: “Scherben bringen Glück“ ? Ist das eher ein Trost für uns, wenn etwas zu Bruch geht? Ist es ein Aberglaube, der den Ärger …

Puddinggesicht und Spinatwachtel

Ihr merkt es bestimmt schon: Heute geht es wieder einmal um unsere schöne bilderreiche Sprache und um unser Essen. Ich weiß ja, mit dem Essen spielt man nicht, aber auf der sprachlichen Ebene ist es erlaubt. Es mag zwar vorkommen, dass die Sprüche nicht immer die feine Art sind, aber das sollte man in diesem Fall verzeihen können: Georg und Frank sind Freunde. Sehr unterschiedliche Freunde, zumindest was das Aussehen betrifft, aber sie verstehen sich prima. – Meistens! Während Georg ziemlich rundlich geraten ist, weil er für sein Leben gerne isst, zählt Frank zu der schlanken Fraktion. So sind sie dann auch zu ihren Spitznamen gekommen: Puddinggesicht und Spinatwachtel. Es erübrigt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, zu erläutern, wer welchen Namen trägt. Da die Beiden zum Glück mit Humor gesegnet sind, nehmen sie diese Namensgebungen nicht so ernst und können selbst darüber schmunzeln. Heute haben sie den ganzen Nachmittag am Baggersee verbracht. Die Sonne hat vom Himmel gebrannt und es waren fast dreißig Grad. „Hey, Puddinggesicht, was ist mit dir los? Ich hab dich …

Wo geht es hier zur …?

Heute geht es zwar gewissermaßen auch um den Orientierungssinn, aber hauptsächlich um eine häufig gestellte Frage und einen ganz bestimmten Ort. Diesen Ort suchen wir alle auf, egal wo wir auch sind und ob wir arm oder reich sind. „Wo geht es hier zur Toilette?“ Diese Frage habe ich bestimmt schon tausendmal und in jeder von uns besuchten Stadt gestellt, egal in welchem Land. Manchmal ist man heilfroh, wenn man mitten in einer verlassenen Gegend dieses Örtchen findet. Zum Glück gibt es überall auf der Welt Hinweisschilder, die uns den Weg weisen. Auch sind sie allgemein verständlich. Manchmal humorvoll gestaltet. Manchmal sind sie allerdings auch ein bisschen verwirrend. Ob Toilette, WC, OO, Klosett, Boxi-das Mobil WC, Latrine … oder Pipi Lounge … dieser Ort ist heiß begehrt und wird gut besucht.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Strandkorbgrüße Streifzug Ein Traum in Blau-Weiß    

Gelungene Überraschung

Heute möchte ich Euch wieder eine Geschichte erzählen, wie sie nur das Leben schreiben kann. Es ist eine wunderschöne Begebenheit aus dem Leben meiner lieben Freundin Conny. Als sich dies ereignete, kannten wir uns noch nicht, aber es sollte nicht mehr lange dauern, bis uns der Zufall zusammenführen würde. Und darüber bin ich sehr froh, denn wir haben bisher mit ihr und ihrem Mann viele schöne gemeinsame und oftmals sehr lustige Stunden verlebt. Nur noch soviel vorneweg: Ihren Mann kannten wir schon von verschiedenen Saunabesuchen, doch verlor sich dieser eher lockere Kontakt, nachdem wir zu einer anderen Saunalandschaft überwechselten… Conny sitzt mit ihrer erwachsenen Tochter in der Wohnung bei einem gemütlichen Adventsnachmittagskaffee. Ihre Blicke schweifen umher und in ihren Augen ist die Vorfreude deutlich zu erkennen: „Ich freue mich schon riesig auf meine neuen Möbel“, sagt sie zu ihrer Tochter. „Das dauert nun schon ziemlich lange, findest du nicht auch? Wann ist denn das Lieferdatum?“, fragt diese zurück. „Tja, eigentlich müsste es bald soweit sein, doch der nette Verkäufer meinte, dass es wohl noch ein …

Die Dreivasengeschichte

Ich habe einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekommen und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was jetzt folgt kennt wahrscheinlich jeder und trotzdem ist es anders: Die Blumen sind eine Augenweide und das sollen sie auch noch lange bleiben. Also brauchen sie jetzt und sofort Wasser. Ich gehe zu meinem Schrank, um das passende Gefäß zu suchen. Vasen habe ich eigentlich genug, aber … Als erstes schiebe ich die große, schwere Glasvase zur Seite. „He!“, ruft sie mir entgegen. „Mich schiebst du immer nur zur Seite. Warum willst du mich nie?“ „Du bist zu groß“, antworte ich in Gedanken. „Nein, du magst mich einfach nicht. Dabei bin ich ein Erbstück und zwar von Tante Leni.“ „Genau“, denke ich. „Tante Leni!“ Ich schaue in eine andere Ecke meines Hauswirtschaftsraumes. Dort hängt ebenfalls ein Erbstück von ihr. Ein Bild, das einen Clown zeigt. Tante Leni gehörte zu der Familie meines Mannes. Sie war eine lustige Nudel, wie man so schön sagt. Untrennbar mit ihr verbunden ist der Clown August und der Ententanz, aber das ist eine andere Geschichte. …

Augenblicke des Lächelns

Als ich heute Morgen am Unicampus war, fand ich ein sonderbares Wesen vor, das mir augenblicklich ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Sogleich manifestierte sich die Idee in meinem Kopf, Euch doch auch kleine Augenblicke des Lächelns zu schenken. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die eigentlich bedeutungslos sind, aber uns doch die Mundwinkel nach oben ziehen lassen. Ich bin froh, dass es diese Momente gibt. Sie kommen ganz spontan auf uns zu, aber wir müssen sie erkennen, um sie spüren zu können. Dieser kleine süße Kerl hat mich verzaubert. Ich erinnerte mich plötzlich an viele Augenblicke, in denen irgendetwas oder irgendjemand mir ein Lächeln entlockte. Diese persönlichen Glücksmomente sind kostbar. Und wieder einmal habe ich meine Festplatte durchforstet, um Euch vielleicht auch ein paar Augenblicke des Lächelns zu schenken. Nehmt einfach Platz, so wie diese Dame… wählt Euch einen gemütlichen Sitzplatz aus und … lächelt einfach nur! Dieses süße Schweinchen lief uns bei einem Spaziergang im Spreewald über den Weg. Diese Beiden waren so neugierig und zutraulich, dass sie auf Rhodos durch unser offenes …

Warum mag mich keiner?

Heute sollen die Kinder ihre Lieblingszahl zwischen 1 und 30 aufschreiben und erzählen, warum sie diese Zahl mögen. Fast alle Zahlen haben sie aufgeschrieben, nur mich hat keiner gewollt. Ich bin ganz traurig. Jetzt liege ich ganz allein in der Ecke. Niemand sieht mich und niemand will mich. Bestimmt wisst ihr, welche Zahl ich bin, denn bestimmt mögt ihr mich auch nicht.  Ich bin die Zahl 13. Schon im Märchen von Dornröschen hat man mich gemieden. Zu den Gästen des Festes, das anlässlich der Geburt der Prinzessin gefeiert wurde, gehörten auch weise Frauen. Sie sollten dem Kind hold sein und Glück bringen. Die 13. weise Frau wurde jedoch nicht zum Fest eingeladen, da es nur 12 goldene Teller im Schloss des Königs gab. Deshalb hat diese 13. Frau das Dornröschen mit einem Fluch belegt. Das hat aber diese Frau getan, weil sie eigentlich böse war. Ich bin nicht böse, aber mir wird es angelastet. Ich tue eigentlich niemand etwas, aber jeder denkt, dass ich nicht schön bin. Warum nur finden sie mich hässlich? Ich kann …

Schon gehört?

Sicherlich könnt ihr Euch noch an das Spiel „Stille Post“ erinnern. Wir haben es als Kinder geliebt. Der erste flüstert seinem Nebenmann etwas ins Ohr, der es dem Nächsten wiederum flüsternd erzählt und so weiter und so fort …  Am Ende kommt eine ganz andere Botschaft heraus, als anfänglich übermittelt wurde. Genauso funktioniert die Entstehung von Gerüchten. Doch im Gegensatz zum genannten Kinderspiel ist das Resultat der Gerüchteküche in den wenigsten Fällen lustig: Herr X und Herr Y treffen sich zufällig im überfüllten Wartezimmer ihres gemeinsamen Hausarztes: „Ach, guten Tag Herr Y! Auch hier?! Mich plagt mein Rücken. Der Doktor muss mir mal wieder eine Spritze verpassen. Hat mir bisher immer geholfen. Man lässt sich ja nicht unterkriegen.“ Herr Y reicht Herrn X die Hand und begrüßt ihn freundlich: „Ja manchmal kommt man an unserem Doktor nicht vorbei. Wenn die Warterei nicht immer wäre. Ich sitze hier schon seit einer Stunde, dabei will ich gar nicht viel von ihm.“ Was er jedoch von dem Arzt möchte, hat er bisher noch nicht verlauten lassen. Da sein …

Der lange Weg nach Hause

Zu Hause ist da, wo meine Familie ist. Dort wo die Menschen leben, die ich liebe und die mich lieben. Nach Hause gehe ich gerne, denn dort fühle ich mich wohl und ich bin in der glücklichen Lage sagen zu dürfen, dass dies auch für meinen Mann und unseren Sohn zutrifft. Diese Heimkehr ist manchmal kürzer und manchmal länger, je nachdem wo man gerade war. Aber manchmal kann der Weg auch lang sein, wenn er eigentlich kurz ist. Und wir wären nicht Peter und Astrid, wenn wir nicht auch hierzu schon etwas erlebt hätten: Es war an einem schönen Sommertag, ich weiß sogar noch welcher Wochentag es war. Samstag. Wieso ich mich noch daran so genau erinnern kann, wird man jetzt fragen, wenn ich nicht einmal mehr den Monat oder das Jahr nennen kann. Das lässt sich ganz logisch erklären und hängt mit meinem damaligen Anlass für das Verlassen unserer Wohnung zusammen. Ich unterrichtete zu dieser Zeit an einer Grundschule in Darmstadt, allerdings befand sich diese nicht im selben Ortsteil wie unsere Wohnung. Beides lag …

Ein schönes Geschenk

Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten.  Vom ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann …