Alle Artikel mit dem Schlagwort: Freude

Jetzt ärgere ich mich aber…

Mit meiner Mutter war ich irgendwann Anfang des Jahres in einem Hörakustiker- und Optikergeschäft. Dort entdeckte ich ein Brillenetui. „Schau mal!“, sagte ich zu meiner Mutter. „Das ist echt chic. Das gefällt mir!“ „Ja, ein wirklich elegantes Teil“, bestätigte auch meine Mutter. Nachdem ich es nach allen Seiten gedreht und gewendet hatte, erstand ich es und freute mich sehr darüber. Es war von der Außenseite mit  schwarzem Kunstleder überzogen, das wie Schlangenleder wirkte. Die Innenseite war mit Samt ausgefüttert. Leider ist Chic nicht immer mit guter Verarbeitung verbunden, denn schon nach geraumer Zeit ging es entzwei. Ich muss allerdings alle Schuld von mir weisen, denn ich habe es sicherlich pfleglich behandelt. Trotzdem löste sich eines Tages eines der Seitenteile, – ein kleines Dreieck. „Ach, das kann ich Dir wieder einkleben“, versprach mir mein Mann, der schon auf dem Sprung zu einem Termin war. „Ich habe den entsprechenden Kleber. Lass es mal in Deiner Küche liegen, – ich muss jetzt weg…“ Und dabei blieb es auch, – sprich: Das Etui blieb samt Dreieck liegen. Nach ein paar …

Gustav von Blech

Gestatten, ich bin Gustav von Blech, mein Grinsen ist ziemlich frech, aber ich bin ein lieber Geselle, aus einer kleinen Gartenparzelle. Ich stehe auf einer Insel im Mittelmeer und grüße Euch alle sehr. Viele Menschen bleiben vor mir steh’n, um mich zu bestaunen und zu seh’n. Meine Harke habe ich stets dabei, wo auch immer ich sei. Gekleidet in des Gärtners grüner Tracht, verhelfe ich den Pflanzen zu ihrer Pracht. Wenn die Sonne vom Himmel lacht, Gartenarbeit Freude macht. Ich strahle mit der Sonne um die Wette, erfreue mich an meiner Arbeitsstätte. Drum lasst uns nicht mehr länger warten, geht hinaus in den Garten. Mit einem frohen Lied auf den Lippen, klappt das Harken und auch das Schippen. Die Arbeit an der frischen Luft, und der Blumen zarter Duft, macht uns alle froh und munter und die Welt ein Stückchen bunter. Euer lieber und treuer Gustav von Blech wünscht ganz frech, eine frohes und erfolgreiches Gelingen, um die Blumen zum Blühen zu bringen.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Jetzt fängt mein neues Leben …

Nobody is perfect!?

Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja (fruendliche scherereien) fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt. Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache: Professor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand. Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar …

Ein schönes Geschenk

Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten.  Vom ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann …

Total überraschend und unverhofft

Jedes Jahr nehme ich mir vor mich rechtzeitig auf Weihnachten vorzubereiten. „Gleich wenn wir aus dem Sommerurlaub kommen, schreibe ich mir alle Wünsche auf, die ein Familienmitglied so nebenbei erwähnt. Wenn ich etwas sehe, was einer von uns brauchen könnte, dann besorge ich das auch gleich“, überlege ich mir. Seltsamerweise wird nie etwas aus diesem guten Vorsatz und es ist jedes Jahr das selbe Spiel: Weihnachten kommt immer total überraschend und unverhofft. Bedingt durch unseren diesjährigen Aufenthalt in Abu Dhabi und Bangkok in den Wochen vor dem ersten Advent war für uns Weihnachten noch überraschender. Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Umso intensiver sind jetzt unsere Bemühungen wieder in den Tritt zu kommen, d.h. alles zu erledigen, was eigentlich schon erledigt hätte sein sollen. Und das ist nicht gerade wenig. So werden jetzt Plätzchen gebacken, Einkäufe getätigt, die Gans bestellt, Geschenke gekauft, Weihnachtsfeiern vorbereitet und besucht, Weihnachtsschmuck hervor gekramt, der Weihnachtsbaum wird ausgesucht, aufgestellt und geschmückt. Die Mütter müssen aus einer Entfernung von sechshundert Kilometern abgeholt werden. Alles muss für das Festessen vorbereitet …