Gedichte
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Schnulli

 

Einst waren wir gute Freunde,
hatten gemeinsame Träume.
Niemals wollt ich ohne ihn sein,
denn mit ihm war ich nicht allein.

Er war da, wenn ich traurig war,
wenn ich weinte ganz furchtbar.
Ja, es ist absolut richtig,
sein Trost war mir wichtig.

Waren wir zusammen, stellte sich ein,
das ach so vertraute Gefühl mein.
Er war mein geliebter Begleiter,
der mich machte wieder heiter.

Doch dann ist der Tag zu nennen,
an dem wir mussten uns trennen.
Ich wuchs heran ganz geschwind,
war nun schon ein großes Kind.

Ich legte ihn heimlich zur Seit’,
so war er doch allzeit bereit.
Mit der Zeit er verlor an Wichtigkeit
und dann er geriet in Vergessenheit.

Nun ich schmunzele in mich hinein,
und gedenke dem Schnuller mein.
Niedlich die Fotos sind anzusehen,
auf denen er ist nicht zu übersehen.

Ihr alle habt ihn wohl gekannt,
den Freund der ‚Schnulli‘ genannt.
Er schmückte des Kindes Gesicht,
drum widme ich ihm dies Gedicht.

 

Vielleicht möchtet ihr auch das noch lesen:

Mit Schaufel und Eimer

Meine ganz normale, chaotische Familie

Das Sofa in der Küche

 

* Da von mir kein Schnullerbild existiert, habe ich ein Foto unseres Sohnes als Beitragsbild eingestellt.

16 Kommentare

  1. Oh was für ein süßes Foto von dir. Nein, so was habe ich von mir nicht. Aber Schnuller kennt jeder, hatte jeder, wollte kein Kind gern hergeben. Ich weiß nicht mehr, wie wir unseren Kindern den Schnuller abgewöhnt haben. Meine Nichte musste ihn mal dem Weihnachtsmann überlassen gegen Geschenke 🙂
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Kerstin,
      das Foto zeigt unseren Sohn, der damals seinen Schnulli liebte, ihn aber nur nachts benutzte. Von mir habe ich kein Foto mit Schnuller, deshalb habe ich kurzerhand das Foto unseres Sohnes eingestellt.
      Liebe Samstagabendgrüße
      Astrid

  2. Liebe Astrid,
    ob ich jemals einen Schnuller hatte weiß ich nicht. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.
    Meiner Tochter jedenfalls wollte ich als Baby einen Schnuller „aufdrängen“. Sie wollte absolut keinen. Jedes Mal kam er mir wieder in hohem Bogen entgegen.

    Für dich ein schönes Wochenende
    Viele Grüße
    Traudi

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Traudi,
      das ist aber eine niedliche kleine Geschichte. Bestimmt habt ihr schon oft gemeinsam darüber gelacht. Ja, so unterschiedlich sind die Kinder: Die einen lieben ihren Schnuller heiß und innig und die anderen wollen keinen.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und schicke liebe Samstagabendgrüße
      Astrid

  3. So ein schönes Gedicht, liebe Astrid,
    ich selbst hatte wohl keinen, aber mein Sohn hat ihn geliebt. Als seine Schwester geboren wurde, er war 2,5 jahre alt, ging er mit meinem Mann in den Pferdestall und warf den Schnuller in die Box. Er gönnte ihn unserem Pferd und achte wohl, dass dieses sich darüber freuen würde. Er brauchte ihn nicht mehr, weil er ja nun der Große war. Meine Tochter hat nie einen genommen!
    Herzliche Grüße
    Regina

    • Astrid Berg sagt

      Das ist ja eine niedliche Geschichte!!! Das war eine große Ehre für Euer Pferd, denn den Schnulli gönnt man niemand 😉 .
      LG
      Astrid

  4. liebe Astrid…lieb dein gedicht, ich würde es schmunzelnd dem Schnullerkind vortragen, bestimmt grinst er schelmisch…auch wenn er es inhaltlich noch nicht versteht, er schaut bezaubernd dahinter hervor…
    ob ich einen Schnuller als Kind hatte – so mitten im Gesicht plaziert – keine Ahnung, erinnere mich nicht dran, mein Töchting wollte auf jeden Fall jenen, den ihr meine Schwiemu ins Schnäuzchen steckte nicht nehmen und spuckte ihn sofort wieder aus!!!
    ich selbst fand ihn irgendwie albern, aber sicher war der Plastiknippel für manch Eltern ein willkommen wert, denn er hinderte am schreien und förderte das vor sich hinkauen.
    zum Wochenanfang ein Gedicht..
    immer schön…
    herzlichst ein Gruß in deinen Morgen…schmunzelnd
    angelface

    • Astrid Berg sagt

      Ich finde es so niedlich, welche Geschichten sich um den Schnuller ranken. Irgendwelche Erfahrungen mit dem Schnulli hat wohl jedes Kind gemacht und sei es die, dass es den Schnuller nicht mochte. 🙂
      Für mich war er „mein Nubbi“ (keine Ahnung, ob man dieses Kunstwort so schreibt:-) ).
      LG
      Astrid

  5. So ein süßes Gedicht und sooooo ein süßer Fratz! Ich selbst und auch unsere Tochter hatten keinen Schnulli. Wir nahmen lieber die Finger (nicht den Daumen – lach). Das ‚Abgewöhnen‘ war nicht ganz so einfach, doch davon können wohl alle ein Lied singen – egal ob Daumen oder Schnulli! – Ich wünsche dir einen sonnigen Tag! LG Martina

    • Astrid Berg sagt

      So, jetzt ist er verschwunden,- der Kommentar. Also noch einmal:
      Es gibt sicherlich die verschiedensten Methoden zum Abgewöhnen und lustige noch dazu 🙂 , egal ob Schnuller oder Finger. Bei den Fingern stelle ich es mir allerdings sehr schwierig vor, denn diese sind ja jederzeit verfügbar.
      Liebe Montagabendgrüße
      Astrid

  6. Christine R. sagt

    Liebe Astrid,
    ob ich selber einen Schnuller hatte, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Ich war aber – sehr zum Leidwesen meiner Mutter – ein „Daumenlutscher“ (und das sogar ziemlich lange!
    An die Babyzeit meines Patenkindes kann ich mich allerdings noch gut erinnern – und an die Tatsache, dass es sich nur seeeeehr ungern von seinem Schnulli getrennt hat! Da musste irgendwann der Nikolaus nachhelfen, der ihn dann einfach mitgenommen hat – und von diesem Augenblick an war Ruhe …
    Liebe Grüße
    Christine

    • Astrid Berg sagt

      Den Daumen habe ich nie in den Mund gesteckt. Möglicherweise weil man damals den Kindern erzählt hat, dass der Daumenlutscher den Daumen abgeschnitten bekommt.
      Ich finde es schon witzig mit welchen Tricks man den Kindern den heißgeliebten Schnulli abgewöhnt. Aber das sind dann auch immer wunderschöne Erinnerungen, die alle zum Schmunzeln bringen und die man nie vergessen sollte.
      LG
      Astrid

  7. Eine wunderbares Gedicht die Kinderlieben ja den Nuggi wie man hier sagt !
    Da bewundere ich meine Schwiegertochter sie ist Vietnamesin, es gab nie einen Schnuller auch in ihrer Kindheit nicht ,dort gibt es kaum
    fehlhafte Zahnstellungen !
    Wenn ihre beiden kleinen Kinder schreien werden sie beruhigt und ab und zu hat sie nur ihren Finger ins Mäulchen gesteckt ,aber das Problem kam dann ,als sie mal einen Schoppen geben wollte (sie hat sehr lange gestillt )
    sie nahmen dann diesen Schoppennuggi gar nicht an ,das war dann echt ein Problem lach…es ging dann nur mit einem Löffel ,den Kleinen was einzugeben !
    Jetzt sind sie 2 und 4 Jahre alt haben wunderschöne Milchzähne ,denn
    süsses gibt es auch fast nie nur bei mir der Oma grins :-))
    Unsere Schwiegertochter und ihre 3 Brüder waren noch nie bei einem Zahnarzt Wahnsinn , weil sie halt ganz anders essen ,davon bekommt man nicht mal Zahnstein :-))

    Herzlich grüsst dich
    Margrit

    • Astrid Berg sagt

      Ich habe als Kind immer „Nubbi“ gesagt und habe ihn eigentlich nur zum Schlafen gebraucht. Abgewöhnt habe ich ihn mir durch den Keuchhusten. Er hat mir dann nicht mehr geschmeckt ;-).
      Unser Sohn hatte zum Einschlafen zwei Schnuller. Einen hatte er im Mund und mit dem anderen rieb er sich an der Nase. Irgendwann hat er einen verloren und den anderen hat er seinem Teddy geschenkt.
      Sei lieb gegrüßt
      Astrid

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