Beitrag, Dies & Das und sonst noch Was, Dies & Das und sonst noch Was 2016, Gedichte
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Klein und unscheinbar?

Heute Morgen, als ich erwacht,
verschlafen hab meine Augen aufgemacht.
Da stand sie geschrieben,
auf meinem Wecker,- die Sieben.

Diese Zahl ist zwar klein,
doch wandert sie in meinen Kopf hinein.
Wird groß und prächtig,
sagt: Ich bin mächtig.

Wieso? will ich sogleich wissen,
und lege mein Haupt sanft auf das Ruhekissen.
Denk einfach mal nach,
sie zu mir sprach.

Nun hab ich keine Wahl,
muss mir Gedanken machen über die Zahl.
Eine Primzahl sie wird genannt,
klar, das ist mir bekannt.
Eine Woche sind sieben Tage!
Okay, okay, das steht ja wohl außer Frage.
Die Sieben, der Wochenschluss,
man jetzt ruhen muss.

Ein Aberglaube, der bekannt,
raubt mir nun schier den Verstand.
Ein Spiegel zerbricht,
sieben Jahre Pech in Sicht.

Gefürchtet bist du, na klar!
Von Ehepaaren im verflixten siebten Jahr.
Schicksalszahl, kann das sein?
Bild dir nur nichts ein!

Eine Zahl, – wirr meine Gedanken!
Das hab ich dieser Sieben zu verdanken.
Überall taucht sie auf,
in des Lebens Lauf.
In der Bibel steht geschrieben,
schon im alten Ägypten es gab der Jahre sieben,
die fett und mager waren,
dies Menschen haben erfahren.

Der Weltwunder sieben sind,
schon in der Schule lernt es jedes Kind.
Eine Katze hat sieben Leben,
auch das soll es geben.

Verliebte erkennen müssen:
Wenn sie sich heiß und innig küssen,
sie im siebten Himmel schweben,
die Welt rosarot erleben.

Schneewittchen, hold und fein,
entdeckt zum Glück ein Häuschen klein.
Versteckt hinter den sieben Bergen,
gehört es den sieben Zwergen.

Tapferes Schneiderlein, im Märchenbuch,
näht mit Faden und Nadel zusammen das Tuch.
Sieben auf einen Streich erwischt,
keine Fliege ist ihm entwischt.
Am Horizont, schaut nach oben,
seht erstrahlen in bunten Farben den Regenbogen.
Der Farben sind es sieben,
oh, wie wir ihn lieben.

Und wer hätte das gedacht,
die alten Griechen den Siebenkampf haben erdacht.
Meere der Welt, sieben es sind,
zählt einfach nach geschwind.

Nun gut, ich gestehe ein,
Du bist zwar wirklich unscheinbar und klein,
versteckt zwischen sechs und acht,
du bist mehr, hab’s nicht bedacht.

Du magst ja eine Besonderheit sein,
so denke ich, in mich hinein.
Doch aufstehen um sieben?!
Können wir’s nicht verschieben?

 

 

 

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10 Kommentare

    • Astrid Berg sagt

      Danke, lieber Klaus, mein Wochenende war sehr schön.
      Komm gut durch die neue Woche.
      LG
      Astrid

  1. Liebe Astrid, ich steh nie um sieben auf, entweder früher oder später, aber nicht aus Aberglauben, sondern weil es so ist. Oder vermeide ich es einfach unbewusst? Vielleicht ist sieben einfach nicht meine Zeit aus gutem Grund? 😉 😉 LG Tanja
    Das Gedicht war klasse.

    • Astrid Berg sagt

      Um ehrlich zu sein, wenn es irgendwie machbar ist, versuche ich nach sieben aufzustehen.
      Aber die Sieben gefällt mir sowieso nicht besonders, ich stehe eher auf gerade Zahlen. Und das hat nichts mit dem Aufstehen zu tun. Gerade Zahlen sind mir einfach sympathischer 🙂
      LG
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Naja, ich mag die Sieben eigentlich nicht so richtig. Mir sind die geraden Zahlen lieber als die ungeraden Zahlen.
      LG
      Astrid

  2. Liebe Astrid, die Sieben hat doch viele positive Merkmale, aber ich liebe die Acht. Schön von Dir geschrieben. Alles Liebe Eva

  3. Köstlich deine Geschichte! Ja, sieben Zwerge fallen mir auch ein und Sieben auf einen Streich. Singt nicht Peter Maffay auch „Über sieben Brücken musst du geh´n …“?
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Stimmt, da hast Du recht!!! Das hatte ich ganz vergessen, dabei mag ich dieses Lied sehr. Danke für den Hinweis!!!
      Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und schicke liebe Grüße
      Astrid

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