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Kennt Ihr mich noch? (Zoo 3)

Ich denke, Ihr habt alle erraten wer bei meinem Zoorundgang in Bangkok gefehlt hat. Erinnert Ihr Euch noch an Fräulein Langhals, beziehungsweise an Lizzy Langhals. Natürlich habe ich sie bei unserem Besuch im Dusit Zoo gesucht und auch gefunden. Ich habe mich gefreut, sie wiederzusehen und habe einige Fotos von ihr mitgebracht.

Viele Dinge hat sie uns damals schon berichtet, aber sie hat heute auch noch etliche weitere Informationen für uns. Doch jetzt lasse ich sie selbst einfach wieder erzählen:

Hallo! Schön, dass Ihr da seid!

1200px-Lizzy1

Ich habe Euch schon lange entdeckt, denn ich kann nicht nur über Vieles hinweg blicken, sondern ich kann auch noch bis 1,5 Kilometer in die Ferne schauen. Das ist in der Savanne nämlich ganz wichtig, um Feinde frühzeitig zu erkennen. Außerdem können wir Giraffen auch einige Farben sehen. Wir können nämlich „rot, orange, gelb-grün, grün, blau und violett unterscheiden.“*

Naja, meine Augen sind ja auch ziemlich groß, fast so groß wie Tennisbälle. Das hättet Ihr nicht gedacht, oder? Und schaut Euch mal meine tollen langen schwarzen Wimpern an. Da werdet Ihr sicherlich gleich ganz neidisch!

1200px-Wimpern

Bestimmt habt Ihr auch schon entdeckt, dass ich nicht alleine in meinem Tiergehege wohne. Ich habe noch einen männlichen Artgenossen bei mir.

1200px-2 Giraffen

Wir sind beide seit dem 3. November 2003 hier im Dusit Zoo. Vorher waren wir im Korst Zoo (Thailand). Bevor ich Euch verrate, wie alt ich bin, möchte ich Euch erst meinen richtigen Namen sagen. Er lautet: Ta-whan. Ihr dürft mich natürlich gerne weiter Lizzy nennen, denn in Thailand hat jeder auch einen Spitznamen. Den Namen meines Gefährten könnt Ihr auf der Tafel vor unserem Gehege lesen. In ein paar Wochen bin ich genau 14 Jahre alt, denn ich bin am 1. 4. 2002 geboren, während mein männlicher Gefährte fast ein halbes Jahr älter ist (28.10.2001).

1200px-Schild

Um uns kümmern sich 2 Zoowärter, die ganz lieb und freundlich zu uns sind und immer dafür sorgen, dass wir nicht nur ausreichend Nahrung und Wasser bekommen, sondern auch ganz oft unsere Lieblingsspeise (Akazienblätter).

Dass meine Zunge ziemlich lang ist (ca. 50 cm), habe ich Euch ja schon erzählt. Aber wisst Ihr auch, dass ich  32 Zähne habe? Das ist ganz nützlich, um die Blätter und Pflanzen zu zermahlen, die wir täglich fressen. Ich habe hierbei noch einen ganz besonderen Trick. Schaut mal her!

1200px-Nahrungsaufnahme

Ich schiebe meinen Unterkiefer ganz weit nach rechts und links und schon zermahle ich so mit Hilfe der Zähne die Nahrung.

Außerdem bin ich ein Wiederkäuer. Somit bin ich eigentlich jeden Tag 3 bis 6 Stunden am Wiederkäuen. Und wie Ihr seht, sind wir ganz friedliche Tiere, die auch das Teilen gelernt haben.

1200px-Fressen

Aber eigentlich kommen wir beim Fressen in der Savanne auch nicht in Konkurrenz miteinander. Denn „Bullen und Kühe zeigen unterschiedliche Fressgewohnheiten. Bullen neigen ihren Kopf nach oben und Giraffenkühe fressen mit gesenktem Kopf. Dadurch konkurrieren sie nicht um die selbe Nahrung.“**

Meine beiden behaarten Höcker sind auch richtig chic. Bei meinen männlichen Artgenossen können sie bis zu 25 Zentimeter lang sein. Immerhin sind wir Giraffen ganz entfernt mit den Hirschen verwandt.

1200px-Hörner

Schaut mal her, wie groß ich bin! Seht ihr die Markierung an diesem Pfahl? Ich habe mich noch nicht einmal richtig aufrecht gestellt und überrage mit meinen beiden Hörnern schon die 4 Metermarke.

1200px-Größe

Mein Gefährte ist noch viel größer. Auf den beiden nächsten Fotos könnt Ihr den Größenunterschied noch besser erkennen.

1200px-Größenunterschied

1200px-Größenunterschied2

Ich wirke neben ihm fast wie eine Babygiraffe, oder?

Mein Fell trägt eine ganz individuelle Musterung. Keine andere Giraffe hat dieselbe Fellzeichnung. Sie ist bei uns Giraffen so etwas wie bei den Menschen der Fingerabdruck. Und sie verändert sich das ganze Leben lang nicht, nur die Farbe des Fells wird ein wenig dunkler mit dem Alter.

1200px-Fell

1200px-Fell2

Auch bei den verschiedenen Giraffenarten unterscheidet sich die Fellzeichnung.

Aber ich will Euch noch etwas anderes zeigen. Kommt einfach mal mit! Vielleicht könnt ihr sehen, dass ich neben meinem Giraffengefährten noch andere Mitbewohner in meinem Gehege habe.

1200px-Mitbewohner

Die beiden Zebras und auch ein Strauß, der sich leider versteckt hat, wohnen noch hier in unserem Giraffengehege. Sie sind nämlich auch in der Savanne keine Feinde. „Die natürlichen Feinde der Giraffe, vor allen Dingen der Kälber, sind Löwen, Leoparden, Hyänen, Giftschlangen und Wildhunde.“*** Alte, kleine und kranke Giraffen sind besonders gefährdet. Aber es sollte auch erwähnt werden, dass ein ausgewachsener und kräftiger Giraffenbulle durch einen Tritt mit seinem Huf auch schon mal einen Löwen töten kann.

1200px-Schwanz

Bevor ich mich dann von Euch verabschiede, zeige ich mich Euch noch einmal von hinten. Seht Ihr die Quaste an meinem Schwanz? Sie besteht aus einem schwarzen gleichlangen Haarbüschel.

Ich könnte Euch noch soviel erzählen.  Aber ich sage Euch jetzt „Auf Wiedersehen!

1200px-Tschüss

„Bis zum nächsten Mal!“

1200px-Tschüss1

Tschüss!

 

Vielleicht möchtet Ihr auch noch das lesen:

Fräulein Langhals

Hereinspaziert

Herzlich willkommen!

Im Land der Affen

 

Zitate (*/**/***) aus: http://www.palkan.de/natur-giraffe.htm

vgl. und weitere Informationen: http://www.palkan.de/natur-giraffe.htm

18 Kommentare

  1. Liebe Astrid, nun besuche ich Dich wieder nach langer Pause und grüße Dich herzlich.
    Will hoffen, daß ich durchhalte.
    Sohnemann machte meinen Lappi wieder fit und ich suche dauernd die Zeit zum Schreiben.
    Einen sehr schönen, informativen Bericht hast Du geschrieben.
    Deine Bilder gefallen mir.
    Die Giraffe wiederzusehen, war bestimmt toll.
    Dir alles Gute, tschüssi Brigitte

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Brigitte,
      ich dachte mir schon, dass Du nicht viel Zeit hast, da die vielen Arztbesuche sicherlich sehr zeitintensiv sind.
      Deshalb freue ich mich umso mehr, dass Du wieder einmal auf meinem Blog vorbei geschaut hast und es Dir hier bei mir gefallen hat.
      Ich wünsche Euch alles Gute und schicke ganz herzliche Grüße
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Lieber Klaus,
      auch ich wünsche Dir einen schönen Sonntag. Bei uns strahlt die Sonne vom blauen Himmel und die Temperaturen sind momentan bei 10 Grad.
      LG
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Bärbel,
      es hat Spaß gemacht die Fotos und die Infos zusammenzustellen. Schön, dass sie Dir gefallen haben.
      Ich wünsche Dir einen sonnigen Sonntag.
      Astrid

  2. Conny Fornoff sagt

    Liebe Astrid,
    ganz wunderbare Fotos hast du „geschossen“. Die Informationen über die Giraffen sind sehr informativ.
    Ich habe es mit Interesse gelesen.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende
    Conny

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Conny,
      ich danke Dir für Deine lieben Worte.
      Ich hoffe, bei Euch ist das Faschingssonntagswetter ebenso gut wie bei uns. Es lockt mit Sonnenschein, blauem Himmel und milden Temperaturen nach draußen.
      LG
      Astrid

  3. Martina sagt

    Ein fantastischer Post, liebe Astrid! Die Nahaufnahmen sind einfach großartig – besonders das Auge hat es mir angetan. Es ist wirklich unglaublich groß – aber im Verhältnis zur Größe des Tieres wiederum passend! — Danke fürs Zeigen all der schönen Bilder! LG Martina

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Martina,
      ich habe mich auch erst über die Größe des Auges gewundert, denn wenn man die Giraffe so betrachtet, wirkt es gar nicht so groß wie ein Tennisball. Aber es ist ja auch ziemlich weit von meinem Auge entfernt, bedingt durch den langen Hals der Giraffe. Erst als ich das Foto separat vergrößert habe, konnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass die Größenangabe zutrifft. Man täuscht sich von so weit da unten 😉
      Sonnige Grüße zum Faschingssonntag
      Astrid

  4. Hallo Astrid,

    Dein Zoobeitrag zu den Giraffen hat mir richtig gut gefallen 🙂
    Die Verwandtschaft zu den Hirschen war mir bisher neu, wieder etwas gelernt.

    Als kleiner Bub bin ich mal unter einer Giraffe durchgelaufen, meine Eltern war wohl etwas überrascht 😉

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

    • Astrid Berg sagt

      Hallo Björn,
      diese entfernte Verwandtschaft war auch mir neu. Gut, dass man immer wieder etwas dazu lernen kann. 🙂
      Ich glaube, wenn unser Sohn als Kind damals unter einer Giraffe durchgelaufen wäre, hätte ich wahrscheinlich Panik bekommen und Angstschweiß hätte auf meiner Stirn gestanden. Zum Glück ist nichts passiert, denn der Tritt mit einem Huf kann sogar einen Löwen unschädlich machen.
      LG
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Traude,
      der Name von „Herrn Giraffe“ hat mich auch etwas geschockt. Ich habe ihn auch extra nicht selbst erwähnt, sondern nur auf das Schild verwiesen.
      Ich bin richtig stolz, Dir eine große Freude bereitet zu haben. Danke für Deine lieben Worte.
      Ich schicke Dir herzliche Spätabendgrüße
      Astrid

  5. Das war ja jetzt wie Biologie-Unterricht 🙂 So viele Informationen, nun sind wir gebildet 🙂 Danke für die vielen Erklärungen!
    Ich schaue im Fernsehen gern Tier-Dokus, bevorzugt aus Afrika. Erdmännchen, Elefanten, Giraffen sind meine Favoriten.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Kerstin,
      auweia, da ist wohl die Lehrerin in mir durchgegangen ;-).
      Es hat Spaß gemacht die Informationen zusammenzutragen und auch durch den Zoo zu spazieren, um die Giraffe zu suchen. Immerhin hatte ich Euch ja vor einiger Zeit versprochen Lizzy wieder zu besuchen und ich wollte Euch auch zeigen, dass es ihr gut geht. Eure Kommentare haben mir gezeigt, dass Lizzy bei Euch gut angekommen ist.
      LG
      Astrid

  6. Liebe Astrid,
    die Bilder sind wundervoll. So lebendig, man möchte sie drücken/umarmen/streicheln/lieb haben 😉
    Herzliche Grüße,
    Emily

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Emily,
      danke für Deine regelmäßigen Besuche auf meinem Blog.
      Wir hatten die Giraffe vor vielen Jahren das erste Mal im Zoo von Bangkok angetroffen. Damals haben wir sie mit Blättern gefüttert und auch ein wenig gestreichelt. Als wir im letzten Dezember wieder den dortigen Zoo besuchten, haben wir uns gefreut, sie wieder anzutreffen. Leider kam sie nicht an den Rand des Geheges und wir konnten sie nur mit unseren Augen streicheln und auch fotografieren. Ich freue mich, dass sie auch Dir gefallen hat.
      LG
      Astrid

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