Gedichte
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Ich beneide dich

„Hey, du da unten auf dem Dach,
schläfst du noch oder bist du schon wach?“
„Hey, du da oben am Himmelszelt,
betrachtest von oben unsere schöne Welt.

Gleitest lautlos majestätisch dahin,
mal dort, mal hier, so wie dir steht der Sinn.“
„Ja, mein Leben ist eine Reise,
die ich genieße auf meine ganz eigene Weise.“

„Gerne würd‘ ich mit dir kommen,
hab vom Herrgott leider keine Flügel bekommen.
Bin hier unten festgebunden,
drehe nur um mich selbst meine kleinen Runden.

Der Wind mir um den Schnabel weht,
die Sehnsucht nach Ferne mir im Herzen steht.
Voller Neid schau ich auf zu dir,
bewundere deinen Flug, der verwehrt ist mir.“

„Ach, du musst nicht beneiden mich,
mit deinen Farben bist du hübscher als ich.
Gerne wäre ich so bunt wie du,
doch dieser Wunsch bleibt ein Traum immerzu.

Du musst dich nicht ständig sorgen,
ob du kannst das notwendige Futter besorgen.
Musst nicht fragen: ‚Was bringt der Tag?‘
Du hast deinen Platz, was auch kommen mag.

Warum sollen wir einander beneiden?
Zufriedenheit mit dem Sein klingt bescheiden,
ist aber der Schlüssel zum Glück,
bringt uns allen Freude und Frieden Stück für Stück.“

 

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