Alle Artikel in: Für Kinder

Was wird nur aus mir?

Ich kann mich nur noch wundern. Man hat mich hier einfach abgelegt. Ich habe keine Ahnung warum und was das soll. Außerdem bin ich hier alleine. Naja, nicht ganz alleine. Es sind noch eine Menge anderer da, aber trotzdem fühle ich mich verlassen. „Hallo!“, rufe ich und hoffe, dass mich jemand hört. „Wo ist eigentlich meine zweite Hälfte?“ Das ist nämlich mein bester Freund, ohne den ich nicht leben kann. Wenn er fehlt, ist meine ganze Existenz und meine Berufung hinfällig. Ich bin dann ein Nichts. Keiner wird mich jemals wieder beachten. „Hallo?“, rufe ich noch einmal. „Gebt mir bitte meinen Kameraden wieder.“ Alle anderen um mich herum sind plötzlich nicht mehr still. Um mich bricht Tumult aus. Jeder hat etwas zu berichten. „Uns geht es genauso wie dir!“ „Von Zeit zu Zeit verlässt uns einer!“ „Man munkelt, man habe seine zweite Hälfte wieder gefunden und Beide vereint.“ „Andere verschwinden auf Nimmerwiedersehen.“ „Manche gehen zurück zu ihrem Partner und später schicken sie ihn manchmal sogar alleine zu uns.“ Das alles macht mich ziemlich nervös. Meine …

Familie von Stein

  Einst vor vielen, vielen Jahren, überlegt, wo wir damals waren. Lagen einfach so am Straßenrand, zugedeckt von Gras, Schutt und Sand.   Unscheinbar und einfach nur grau, Steine, unansehnlich und auch rau. Viele gab es da von unserer Sorte, überall und so auch an diesem Orte.   Doch dann ein Junge ist gekommen, hat uns sanft in die Hand genommen. Obwohl wir waren angeschlagen, hat er uns alle nach Hause getragen.   Er hat uns in einer Kiste versteckt, so hat uns auch niemand entdeckt. Als er dann wieder ist aufgetaucht, hat er uns das Leben eingehaucht.   Wir sind nun die Familie von Stein, Papa, Mama und die Kinderlein. Und soll ich euch was verraten? Wir wohnen beim Efeu im Garten.   Dort hat der Junge uns vergessen, hat jetzt wohl andere Interessen. Wir blicken ihm immer hinterher, doch er sieht uns nimmermehr.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Frühlingsgruß Ein Falke, zwei Prinzessinnen und meine Heimatstadt Kleidersammlung  

Knut Knopf

Knut Knopf ist, wie der Name schon sagt, ein Knopf. Er ist aber kein gewöhnlicher Hosenknopf, sondern ein ganz besonderer Knopf. Besonders deshalb, weil ihn sein Aussehen von allen anderen gewöhnlichen Knöpfen abhebt, was ihn aber keineswegs arrogant, überheblich oder gar unsympathisch macht. Nein, im Gegenteil. Er ist ein lustiger kleiner Kerl, der in seinem Leben schon einige Abenteuer erlebt hat. Wie er aussieht, wollt ihr wissen? Knut ist ein kleines schneeweißes Schäfchen, sein Kopf und seine dünnen Beinchen sind schwarz. Und wie es sich für einen Knopf gehört, hat er zwei winzige Löchlein und zwar genau inmitten seines wolligen Fells. Knut blickt ein bisschen verschmitzt in die Welt. Im Sturm erobert er die Herzen aller Kinder, ebenso wie seine beiden Brüder Karl und Klaus. Die drei K’s, wie sie sich selbst nennen, sind Drillinge und gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Wo sie wohnen interessiert euch? Sie stehen auf einer grünen und saftigen Wiese und diese ist auf den Kragen eines hübschen Sommerkleidchens gedruckt. Brav steht ein Schäfchen neben dem anderen und Knut …

Danke Hops! (3)

Hops und Rosa konnten aus ihrem Versteck unbemerkt fliehen. Trotzdem gestaltet sich ihre Flucht nicht problemlos. Plötzlich vernimmt Hops Schritte und kann auch hinter einem Baum ein Wesen erkennen, das sie eingehend beobachtet. Rosa ist mucksmäuschenstill. Auch sie hat mittlerweile die Schritte vernommen. Da sie sich allerdings hinter Hops versteckt, sieht sie nicht wer ihnen nun geradewegs entgegen kommt. Sie fürchtet, es könnte das Ungeheuer vom Abend zuvor sein oder irgendeine andere furchteinflößende Bestie. Doch noch bevor sie sich die schlimmsten Vermutungen ausmalen kann, ruft Hops dem Wesen etwas zu. „Hallo!!! Was machst du hier?“ Hops Frage klingt in Rosas Ohren kein bisschen ängstlich. Ja, eher sogar erfreut. „Das ist doch gar nicht dein Revier!“, stellt der Hasenjunge jetzt fest. Neugierig versucht nun Rosa einen Schritt neben ihren Beschützer zu treten, um ebenfalls einen Blick auf den ihr Unbekannten werfen zu können. Dieser ist groß und sieht sehr mächtig aus, aber sein Blick ist freundlich. „Das wollte ich gerade dich fragen. Alle suchen dich, sind in großer Aufregung und Sorge um dich,“ erklingt eine tiefe …

Die Chance (2)

Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat. „Nicht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“ Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht. „Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“ „Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“ „Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der …

Die Abenteuer des kleinen Hops (1)

Hops sitzt ein wenig traurig auf der Wiese und schaut zu, wie die Schüler aus der Osterhasenschule ihr Ehrenband als diplomierte Osterhasenhelfer erhalten. Er bekommt leider kein solches Band und das dazugehörige Diplom auch nicht. Nicht in diesem Jahr. Hops weiß, dass es seine eigene Schuld ist, denn er hatte letztes Jahr keine Lust zu lernen. So muss er nun die Klasse noch einmal wiederholen. Er kann sich genau an die Worte des Osterhasenoberlehrers erinnern, der auch gleichzeitig sein Vater ist: „Hops, dein ständiger Unfug ärgert mich schon sehr, du wirst ein richtiger Osterhase nimmermehr.“ Allerdings trafen damals die Ermahnungen bei Hops auf taube Ohren. Man könnte es auch so ausdrücken: Vaters Worte gingen irgendwie bei dessen Sohn zum einen Osterhasenohr hinein und beim anderen Osterhasenohr wieder hinaus. Seinen Verstand erreichten sie damals nicht. Inzwischen jedoch bereut er seine Faulheit und wäre gerne mit seinen Mitschülern geehrt worden. Als die feierliche Zeremonie vorüber ist, hüpft Hopsina fröhlich zur großen Wiese. Sie will ihrem Bruder stolz das Zeugnis und das Ehrenband zeigen. Verwundert stellt sie aber …

Hops und die Osterhasenkunst

Heute möchte ich noch einmal einen Post vom letzten Jahr einstellen, um Euch an Hops, Hopsina, den Osterhasenpapa und die Osterhasenmama zu erinnern. Mein nächster Beitrag knüpft dann nämlich wieder an die Geschichten rund um die Osterhasenfamilie an.   „Hops, dein ständiger Unfug ärgert mich schon sehr, du wirst ein richtiger Osterhase nimmermehr. Für die Kinder solltest du Eier bemalen und auch verstecken, hier, da und dort, auf Feld, Wiese und in allen Ecken.“ „Aber so höre doch, lieber Herr Papa“, Hops nun spricht, „Familie Zwerghuhn von nun an, alle Arbeit für uns verricht’. Sie legen ihre grünen Eier überall in Stadt und Land, brauchen nicht des Osterhasens malende Hand.“ „Hi, hi!“, Hopsina die große Schwester lauthals lacht. „Hops, was hast du dir da wieder mal ausgedacht? Ostern wird dann lediglich ein großes Rühreifest!“ „Bitte“, Hops bettelt, „machen wir einen Test.“ „Mein lieber Junge, höre jetzt deiner Mama gut zu!“ Mutter Hoppel versucht zu vermitteln in aller Ruh’. „Auch wenn des Zwergenhuhn Ei ist schön grün, es ist roh, so sehr sich die Hühner auch …

Knöpflein

Flori ist sechs Jahre und besucht die erst Klasse. Seit ein paar Tagen darf er den Schulweg ganz alleine gehen. Zuerst hat ihn die Mutter immer bis zur Schule begleitet, dann bis zur großen Kreuzung und gewartet, bis er ordnungsgemäß den mit einer Ampel versehenen Fußgängerüberweg überquert hat. Dann aber hat sie gesagt: „Flori, ich möchte jetzt wieder halbtags arbeiten. Und weil ich schon vor dir aus dem Haus gehen werde, musst du von nun an alleine zur Schule marschieren. Du kennst den Weg und weißt, wo man besonders gut aufpassen sollte und auch wann du dort sein musst.“ „Endlich hat sie kapiert, dass ich inzwischen ein großes Schulkind bin“, hat Flora sich gedacht und ihr versprochen nicht zu trödeln und immer pünktlich zu sein. Fünf mal wöchentlich geht er nun den selben Weg, der ihn an einer Baustelle vorbeiführt. Das Haus jeen Tag ein bisschen mehr und er winkt den Bauarbeitern immer freundlich zu. Aber er bleibt nie stehen, denn er hat es ja eilig. Eines Tages jedoch ist die Baustelle verlassen, das Haus …

Besuch im Weihnachtsland (13)

Sie hören es plötzlich alle, dieses seltsame Geräusch, das immer lauter wird und anscheinend auch näher kommt.  Die ganze Engelschar, die Helferlein und selbst Rudi werden ganz aufgeregt.  „Was ist das?“ „Das habe ich noch nie gehört!“ „Sollten wir uns in Sicherheit bringen?“ „Wenn doch nur Weihnachtsmann Willi hier wäre, er wüsste, was zu tun ist. Aber Willi macht gerade ein kleines Nickerchen bevor er wieder zu seiner nächsten Tour aufbrechen muss“, denkt Rudi erschrocken. „Ihn dürfen wir nicht wecken.“ Rudi würde sich am liebsten verkriechen. Aber wo? Hinter dem Berg von eingepackten Geschenken?  Noch ehe jemand von ihnen die Gelegenheit hat sich ein Versteck auszudenken, geschweige denn sich dorthin zu begeben, wird es dunkel und etwas scheint über ihnen zu schweben. „Das kann nur ein riesiges Ungeheuer sein und das seltsame Geräusch wird dann wohl sein Fauchen sein“, überlegt sich Rudi. Bevor Rudi seine Gedanken ordnen kann, kommt dieses eigenartige Ding näher und setzt zur Landung an. Es sieht aus, wie eine Mischung aus Schlitten und Flugzeug. „Hallo, hallo!“, schallt es auf einmal aus …

Bald ist Weihnachten (12)

Inzwischen ist es schon bald Weihnachten und Teddybär Bruno ist immer noch nicht bei Weihnachtsmann Willi eingetroffen. Die Rettung des Schneemanns ist geglückt und so wird hoffentlich auch alles andere ein gutes Ende finden.  „Ach, der gute alte Willi“, sagt Albert. „Das ist doch mein bester Freund.“ Bruno und Kurt sind begeistert. Sie fühlen sich fast schon am Ziel ihrer Wünsche und Träume angekommen. Wenn der weise Mann mit Willi befreundet ist, dann weiß er auch wo das Weihnachtsland ist. „Klar, kenne ich den Weg dorthin. Ich hoffe nur, dass Willi auch da ist, denn seitdem er in den Ruhestand gegangen ist, reist er viel in der Gegend herum. Außerdem habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Hoffentlich geht es ihm gut“, meint Albert. Und schon wieder ist die Hoffnung der Drei ins Wanken geraten, aber Albert verspricht ihnen, dass er alle mit seinem düsenangetriebenen Gefährt ins Weihnachtsland bringt. Dort herrscht immer noch ein heilloses Durcheinander und die Engelchen wissen gar nicht, wo sie zuerst anfangen sollen. Überall ist so viel zu tun und …

In letzter Minute (11)

Mit ganz viel Hoffnung im Gepäck fahren Albert und Aurelia mit dem düsenangetriebenen Gefährt los. Der Schneemann muss gerettet werden und so düsen sie mit Höchstgeschwindigkeit dahin. Mit den Kufen kommen sie auch gut durch den Schnee, doch dort wo Bruno, Hugo und Kurt sich momentan aufhalten, liegt kein Schnee.  Der Teddybär und der Waldmensch ziehen, schieben oder tragen den Schneemann unterdessen mit vereinten Kräften durch die wärmere Zone des Waldes. Sie ahnen noch nicht, dass Albert und Aurelia ihnen entgegen eilen. Albert muss jedoch auf dem letzten Teil der Strecke den Schlitten mit Rädern benutzen, was die Rettung verzögert, da sie damit wesentlich langsamer vorankommen. So holpern sie die Waldwege entlang. Aurelia, die schon voraus fliegt, hat etwas gesichtet. „Ich kann sie sehen!“ ruft sie aus. „Dort vorne neben der großen Eiche kommen sie. Der Schneemann sieht ziemlich mitgenommen aus. Er braucht dringend Hilfe!“ Buchstäblich in letzter Minute erreichen die Retter die drei Wanderer. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Für viele Worte und Erklärungen bleibt keine Zeit. Der Schneemann Kurt wird auf den …

Aurelia und Albert (10)

Eule Aurelia, die alles von ihrem Aussichtspunkt aus beobachtet hat, breitet ihre Flügel aus und schwingt sich in die Lüfte. Sie fliegt über Berge und Täler über Flüsse und zugefrorene Seen. Nein, sie fliegt nicht ziellos umher. Sie weiß genau, wohin sie will und als sie ihr Ziel erreicht hat, setzt sie sich auf den höchsten Baum. Sie beginnt ein lautes Geschrei. Immer und immer wiederholt sie ihr Rufen. „Was ist denn hier für ein Tumult!“, wundert sich der Bewohner eines einsam stehenden Hauses mitten in einem tiefen und dunklen Wald. Er sieht ein bisschen wie Albert Einstein aus, doch der ist ja schon lange tot. Aber alle, die diesen alten Mann hier im Wald kennen, nennen ihn wegen seiner Ähnlichkeit, aber auch wegen seiner Weisheit nur Albert. Mit seinem richtigen Namen wird er niemals gerufen. Möglicherweise kennt diesen sogar keiner mehr. „Ich sollte unbedingt einmal nachsehen. Es hört sich nach Aurelia, der klugen Eule an. Aber normalerweise ist sie ein eher stiller Vertreter ihrer Art“, denkt Albert und geht nach draußen. „Weiser alter Mann! …

Ein Unglück kommt selten allein (9)

Die traurige Nachricht, die das Weihnachtsland erreicht hatte, steigert die ohnehin schon große Angst um das bevorstehende Weihnachtsfest. Hinzu kommt die Sorge um Rudi, der in seinem jugendlichen Übermut und Leichtsinn mit dem Schlitten einen Unfall gebaut hat. „Glaube nur nicht, dass Du Dich jetzt auf die faule Haut legen kannst“, ermahnt ihn Willi, nachdem er gesehen hat, dass Rudi trotz des gebrochenen Armes eigentlich wohlauf ist. „Du wirst an meiner Stelle die Oberaufsicht über die Engelswerkstatt übernehmen. Ich hingegen werde meine alten Pflichten erfüllen und mit dem Schlitten die Geschenke in die Welt hineintragen.“ Mit dieser Lösung können alle leben und das Weihnachtsfest ist gerettet, denn Willi wird sein Bestes geben, das wissen die Engelchen und Helferlein. Frohen Mutes machen sie sich wieder an die Arbeit. Selbst Rudi trällert ein Weihnachtsliedchen und alle anderen stimmen fröhlich mit ein.  Man könnte jetzt meinen: Ende gut,- alles gut. Doch weit gefehlt. Zur gleichen Zeit nimmt das Drama bei Teddybär Bruno und seinen Freunden Kurt und Hugo seinen Lauf. „Was ist denn mit Dir los?“, fragt Bruno …

Panik (8)

Nach einer geruhsamen und erholsamen Nacht brechen Bruno, der Teddybär und der Schneemann, der sich den Namen Kurt ausgesucht hat, zu einem weiteren Teil ihrer strapaziösen Reise zu Weihnachtsmann Willi auf. Angeführt werden sie von dem Waldmenschen Hugo, der sie zu dem weisen alten Mann bringen will. Währenddessen herrscht im Weihnachtsland ein heilloses Chaos. Die Engelchen und Helferlein haben alle Hände voll zu tun, denn inzwischen weihnachtet es schon sehr. Alle müssen sich tüchtig beeilen, um rechtzeitig zum Fest fertig zu sein. Und wie das immer so ist, wenn man sich beeilen muss, alles besonders gut und schnell machen will, geht garantiert etwas schief. Das ist einfach so, warum auch immer. So ist es leider auch im Weihnachtsland. Weihnachtsmann Willi, der eigentlich nicht mehr in Amt und Würden ist und schon längst in Rudi, seinem ehemaligen Lehrling einen Nachfolger gefunden hat, kann sich dennoch nicht ganz zur Ruhe setzen. Während Rudi mit dem Schlitten und den ersten Geschenken unterwegs ist, führt Willi im Weihnachtsland die Oberaufsicht.  „Sind denn alle Schleifen schon gebunden, die dann die …