Alle Artikel in: Gedichte

Ausgedient

Hey, altes Haus! Wie schaust Du denn aus? Warst einst ein Schatz, hier mitten auf dem Platz. Warst voller Leben und Geschichten Dich umweben, voller Glück und Schicksal. Du hattest keine andere Wahl. Gabst Schutz, Sicherheit und vor allem Geborgenheit. Warst mal schön anzuseh’n, nun allerdings musst Du geh’n. Wirst nicht gebraucht, gehst mit Schall und Rauch. Niemand Dich mehr pflegt, noch Wert auf Dich legt. Wirst bald ersetzt. Schläge man Dir versetzt. Schon bröckelt die Fassade. Niemand findet es schade. Du gibst auf, nimmst den Untergang in Kauf. Zerfällst Stein für Stein, fragst nicht, was wird sein. Sich wird erheben, hier bald neues Leben. Glanz, Prunk, neuer Schwung, höher, weiter, besser und jung. Hey, neues Haus! Gut schaust Du aus! Bist ein richtiger Schatz, hier mitten auf dem Platz. Was wird sein, wenn verblasst der Schein? Wird es Dir ergehen, wie dem alten Haus geschehen?     Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen: Schnulli Ich hab so gedacht… Nie gedacht…  

Durch die Lüfte getragen

Mein Blick schweift umher und in der Ferne erblicke ich dich. Dein Anblick fesselt mich, doch Du entfernst Dich immer mehr. Schicke Dir meine Gedanken, auch meine Träume mit auf die Reise. Ganz still und leise, getragen durch die Lüfte ohne Schranken. Ich ahne es schon, bald wirst du Dich in Nichts auflösen. Ich muss meinen Blick von Dir lösen. Es gibt keine andere Option. Die nächste folgt Dir. Immer mehr steigen auf und am Himmel, ist das reinste Gewimmel. Werden dort zur Freude und schönen Zier. Wende den Blick herab, von wo sie gekommen und entstanden sind. Ein Kind fröhlich springt, jubelnder Ruf aus seinem Mund erklingt. Welche große Freude doch, eine solche zarte Seifenblase kann sein für Groß und Klein. Schau dort oben fliegt eine noch!!!     Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Anton Sommerabschiedsgruß Von der Sonnenuhr zur Poesie

Liebeserklärung

Ohne Dich fühle ich mich leer, wir sind für einander bestimmt, das weiß ich ganz bestimmt. Ich brauche Dich so sehr. Ich weiß noch genau wie es begann. Dein Zauber hat mich sanft berührt, ich hab es deutlich gespürt. Wir sind ein prima Gespann. Wo ich bin, da bist auch Du, das weiß jeder, der mich kennt. Es gibt nichts, das uns trennt. Wir bleiben beisammen immerzu. Du bist mein Begleiter Tag für Tag. Umhüllst mich mit Deinem Duft, erfüllt ist von Dir die Luft. Oh, wie sehr ich Dich mag. Du bist zart, kein bisschen ungestüm. Ich freue mich, dass es Dich gibt und bin unendlich in Dich verliebt. Du bist und bleibst: Mein Parfüm.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Fräulein Tussnelda Tänzchen gefällig? Gut beschirmt

Der Liebe Lächeln

Fräulein Rosa und Mister Blu’ rufen jedem Gast ein herzliches Willkommen zu. So stehen die Beiden hier, einfach nur zu jedermanns Freude und zur Zier. Beide sind hübsch anzusehen, mit den blumigen Hüten sind sie nicht zu übersehen. So wirft auch Mister Blu’ seiner Rosa verliebte und bewundernde Blicke zu. Fräulein Rosa ganz schüchtern, errötet, als sie hört von Mister Blu’ ein verliebtes Flüstern. Ihre Augenlider sie sittsam senkt und überglücklich Mister Blu’ ihr Herz nun schenkt. Verliebt stehen sie beisammen, sie gehören eindeutig bis in alle Ewigkeit zusammen. Der Liebe Glück lässt erstrahlen und wärmt das Herz mehr als tausend Sonnenstrahlen. Fräulein Rosa und Mister Blu’ geben weiter dieses Lächeln, das spürst doch auch du?! Nimm es und verschenke es in der Welt, denn der Liebe Lächeln ist was ganz Besonderes.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Hui!!! Schön ärgerlich Tänzchen gefällig?  

Sei gegrüßt

Sei gegrüßt lieber Morgen, du strahlst mir freundlich entgegen. Wird der Tag bringen Sorgen oder Segen? Noch ist er hinter dir verborgen. Der Vögel lieblicher Gesang, erweckt mich aus süßem Traum. Zarter Blumenduft erfüllt den hellen Raum. Der Tag nimmt langsam seinen Anfang. Vom Himmel schickt die Sonne mir golden leuchtende Strahlen herab. Hält der Tag, was er versprach vorab? Stunden voller Freude und Wonne? Frohgemut und voller Elan, starte ich nun in den Tagesablauf. Nehme auch so manche Hürde in Kauf, lebe nach Plan oder ganz spontan. Des Abends besonderer Glanz, birgt Ruhe und Geborgenheit, ist als Ausklang die perfekte Tageszeit. Gibt uns Entspannung voll und ganz. Die Nacht bricht heran, die Sterne leuchten vom Himmelszelt. Schöpfer hab Dank für meine Welt. Beschütze uns alle jetzt und dann. Möge auch das Morgen, bringen nur Gutes für Jung und Alt. Frieden auf Erden und keine Gewalt, Freude, Sonnenschein und keine Sorgen. Wir gehen mit Zuversicht, begrüßen hoffnungsvoll jeden neuen Tag, der sich als lebenswert erweisen mag und uns mit seinem Glanz besticht.   Vielleicht möchtet …

Gustav von Blech

Gestatten, ich bin Gustav von Blech, mein Grinsen ist ziemlich frech, aber ich bin ein lieber Geselle, aus einer kleinen Gartenparzelle. Ich stehe auf einer Insel im Mittelmeer und grüße Euch alle sehr. Viele Menschen bleiben vor mir steh’n, um mich zu bestaunen und zu seh’n. Meine Harke habe ich stets dabei, wo auch immer ich sei. Gekleidet in des Gärtners grüner Tracht, verhelfe ich den Pflanzen zu ihrer Pracht. Wenn die Sonne vom Himmel lacht, Gartenarbeit Freude macht. Ich strahle mit der Sonne um die Wette, erfreue mich an meiner Arbeitsstätte. Drum lasst uns nicht mehr länger warten, geht hinaus in den Garten. Mit einem frohen Lied auf den Lippen, klappt das Harken und auch das Schippen. Die Arbeit an der frischen Luft, und der Blumen zarter Duft, macht uns alle froh und munter und die Welt ein Stückchen bunter. Euer lieber und treuer Gustav von Blech wünscht ganz frech, eine frohes und erfolgreiches Gelingen, um die Blumen zum Blühen zu bringen.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Jetzt fängt mein neues Leben …

Lieber Wettermacher!

Was machst du für Sachen? Das ist jetzt aber gar nicht mehr zum Lachen. Du schickst deine Wetterkapriolen ständig. Findest Du das trendig? Was soll das Hin und Her? Langsam muss eine Entscheidung her. Schnee, Hagel, Regen und auch mal Sonne. Verstehst du das unter Wonne? Willst du zeigen Deine Macht? So langsam hege ich diesen Verdacht. Ständig ist von dir und deinem Werk die Rede. Beabsichtigst du eine Fehde? Sollen wir schimpfen auf dich? Das tun wir inzwischen schon heimlich. Und alle sind wir mittlerweile ziemlich empört. Bleiben unsere Wünsche ungehört? Sollen wir bitten inständig? Ich bin mir sicher, das wäre anständig. So bitten wir flehentlich um Frühlingswetter. Wird es dann endlich besser? Wirst du dich uns erbarmen? Wolltest uns sicherlich nur ermahnen, zu Geduld, Hoffen und auch zur Zuversicht. Steht Sonnenschein in Aussicht? Wirst du den Wunsch erfüllen? Wirst mit Sonne und Wärme uns gütig umhüllen, damit wir uns erfreuen an unserem Dasein. Werden wir dann glücklich sein? Zauberst du unser Wunschwetter? Regen, Sonne, Schnee, Hagel oder Donnerwetter. Jedem nach Wunsch und seiner …

Ich hab so gedacht …

  Endlich ist es wieder soweit, es beginnt die schöne Gartenzeit. Schon morgens breche ich auf zu meiner Tour, mich zieht’s in die Natur. Vögel zwitschern ganz laut, weil ich zu ihnen hab‘ hochgeschaut. Ich durchstreife die Wiese und das Feld, weil es mir so gefällt. Alle sind nun schon bereit, aufzunehmen die Gartenarbeit. Schleppen Hacken und Rechen herbei, und sonst noch allerlei. Ich bin mit von der Partie, voller Tatendrang und Energie. Laufe aufgeregt hier hin und da hin, weil ich einfach neugierig bin. Tja, da hab‘ ich mir gedacht, wenn die Sonne vom Himmel lacht, ist das Frühjahr eingekehrt,- doch dies war verkehrt. Dieser hinterlistige Monat April, macht einfach, was er will. Gestern strahlender Sonnenschein, heute Regen, – Kälte obendrein. Beschloss ich doch zu schnell, ich ziehe an mein Sommerfell. Sollte warten lieber noch ein Weilchen, bis blühen die Pfingstveilchen. Dachte ich doch geschwind, zu eisig ist mir noch der Wind. Kuschele gemütlich mich ins Kissen, will Wärme nicht missen. Hier kann ich geduldig warten, hab‘ im Blick den Garten. Kann den Frühling …

Nie gedacht…

Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, aber ich brauch dich, du bist unentbehrlich für mich. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, bin verloren ohne dich, bist eine große Hilfe für mich. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, ging der Faden doch, einfach durch des Nadels Loch. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, waren sie doch groß, sah alle Buchstaben ganz famos. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, ich und meine Pupille brauchen unbedingt heute eine Brille. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, es sind der Dinge zwei, die ich haben muss immer dabei. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, ohne dich und ihn, ich kann nicht zum Einkauf zieh’n. Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, Einkaufszettel noch so klein, muss unbedingt in meiner Tasche sein.   Ich hätte es nie gedacht, früher hab ich darüber gelacht, es ist gar nicht ärgerlich, ändern doch …

Frühlingsgruß

Wenn alle anderen sich noch scheuen, dann will ich Euer Herz erfreuen. Es ist noch überall weiß oder kalt und das Jahr ist noch gar nicht alt. Hab in meinem Zwiebelstübchen geschlafen, hinter dem Haus, tief unter dem Rasen. Der erste Sonnenstrahl hat mich gelockt, hab so lange unter der Erde gehockt. Neugierig wollt ich die Welt besehen und prachtvoll vor Euch stehen. Kein Blümelein ist zu sehen weit und breit, ich wollt Euch sagen, es ist bald soweit. Da steh ich nun auf weiter Flur allein, mit nickendem Köpfchen und auf einem Bein. Mein weißes Kleid ich angezogen hab’ die grünen Bänder, die Natur mir gab. Ein bisschen stolz darf ich wohl sein, denn ich läute ihn nun leise ein, begrüßt mit mir meinen Liebling, den langersehnten Frühling. Zu diesem Gedicht hat mich ein  Text aus meinem alten Schulheft motiviert. Ich fand mein Geschreibsel und meine Zeichnungen so niedlich, dass ich mir dachte, ich zeige Euch diesen Eintrag und schicke Euch zusammen mit meinem Gedicht einen lieben Frühlingsgruß. In eigener Sache: Leider gibt es …

Schnulli

  Einst waren wir gute Freunde, hatten gemeinsame Träume. Niemals wollt ich ohne ihn sein, denn mit ihm war ich nicht allein. Er war da, wenn ich traurig war, wenn ich weinte ganz furchtbar. Ja, es ist absolut richtig, sein Trost war mir wichtig. Waren wir zusammen, stellte sich ein, das ach so vertraute Gefühl mein. Er war mein geliebter Begleiter, der mich machte wieder heiter. Doch dann ist der Tag zu nennen, an dem wir mussten uns trennen. Ich wuchs heran ganz geschwind, war nun schon ein großes Kind. Ich legte ihn heimlich zur Seit’, so war er doch allzeit bereit. Mit der Zeit er verlor an Wichtigkeit und dann er geriet in Vergessenheit. Nun ich schmunzele in mich hinein, und gedenke dem Schnuller mein. Niedlich die Fotos sind anzusehen, auf denen er ist nicht zu übersehen. Ihr alle habt ihn wohl gekannt, den Freund der ‚Schnulli‘ genannt. Er schmückte des Kindes Gesicht, drum widme ich ihm dies Gedicht.   Vielleicht möchtet ihr auch das noch lesen: Mit Schaufel und Eimer Meine ganz normale, …

Kleidersammlung

  Heute möchte ich es einmal wagen und sozusagen ein As im Ärmel haben. Ob ich es kann aus dem Ärmel schütteln, daran wage ich zu rütteln. Alles unter einen Hut zu bringen, wird mir dies in meinem Gedicht gelingen? Es kann nicht mehr als in die Hose gehen, so sag ich mir, ihr werdet es schon sehen. Gut, ich gebe es ja schon zu, ich bekomme Fracksausen im Nu. Ich werde einfach darauf vertrauen, dass mir niemand wird den Frack verhauen. Auf die Socken mache ich mich, zu betrachten unsere Sprache an sich. Ihre Redewendungen sind hier zu nennen, die wir wie aus der Westentasche kennen. Nicht um Kopf und Kragen reden, niemals jemand auf den Schlips zu treten, nicht sein Mäntelchen hängen nach dem Wind, so lernt es schon jedes Kind. Niemand unter dem Pantoffel stehen will, oder gar an Mutters Rockzipfel hängen will, nicht aus den Puschen kippen oder sich ducken, um nicht am Ende dumm aus der Wäsche zu gucken. Sich in kein Korsett zwängen lassen, etwas mit Samthandschuhen anfassen, sich …

Hallo, ich bin’s!

  Ich war ein kleines süßes Würmchen. Nicht das, mit dem Schirmchen auf dem Türmchen. Nein, ich einst in einem saftigen Apfel saß, den Mariechen in der Schule als Frühstück aß. Doch oh Schreck, als sie mich plötzlich fand, ich mich ganz schnell im Mülleimer wiederfand. Ich kroch von oben nach unten und hin und her, dort ich leck’re Sachen fand, die schmeckten sehr. So wuchs ich heran und war kein Würmchen mehr, war nun ein großer Wurm, der zog in der Welt umher. Eines Tages ich kam an ein Regal hoch und breit. Tausend Bücher standen drin, sah ich schon von weit’. Eine große schwarze, runde Brille man mir schenkte. Fortan sie meine Blicke auf alle Buchstaben lenkte. Ich las mich durch jedes einzelne Buch und lernte viel, denn schlau zu werden, das war mein absolutes Ziel. Von Bücherregal zu Bücherregal ging ich auf die Reise. Mit der Zeit wurde ich nicht nur schlau, sondern weise. Alle mich nun nur noch den Bücherwurm nannten und immer neue Bücher zum Lesen mir sandten. Soll ich …

Jetzt geht’s erst richtig los

  Wollen wir es mal ganz nüchtern betrachten, vorbei, vorbei ist nun Weihnachten. Tage zuvor die Hektik und das Gerenne, Besinnlichkeit man darin nicht erkenne. Noch schnell hat man dies und das besorgt, dass man auch sei mit allem versorgt. Zwei Tage ohne jegliche Einkaufsmöglichkeit, in Angst und Schrecken versetzt diese Angelegenheit. Hunger und Durst könnte in dieser Zeit plagen, niemand soll über zu wenig Geschenke klagen. Gerannt wird von einem zum anderen Ort gekauft, geschleppt und verpackt in einem fort. Die Werbung sagt: Nimm drei, zahl nur zwei, schnell, sonst ist die Rabattaktion vorbei. Nach Weihnachten gibt es nichts mehr, ein jeder sich denkt,- so ungefähr. Nun ist vorbei die schöne Weihnachtszeit und der Handel hält neue Ware bereit. Hier ein Sonderpreis, dort saftige Rabatte, vom Computer bis hin zur Krawatte. Onkel, Tante, Sohn und Tochter sich bekennt, ihnen allen nicht gefällt das Präsent. Drum gibt es allerorts die Information, dass existiert eine große Umtauschaktion. Und schon wieder ist sie um uns herum entfacht, die berühmte nachweihnachtliche Schlacht. Alle hetzen und rennen, um zurückzubringen, …