Alle Artikel in: Gedichte

Badezimmergespräch

„Jeden Tag das selbe Drama, wenn sie kommen in ihrem Pyjama. Mit kleinen Augen schauen sie mich an, blinzeln mir zu dann und wann. Haben nur ein müdes Gähnen, das Haar hängt herab in Strähnen. Sie wollen zwar meine strahlende Klarheit,  vertragen aber nicht meine Wahrheit.“ „Ach Spiegel, sei nicht traurig, auch mein Dasein ist ganz schaurig. Sie drücken und quetschen mich immerzu, werfen mich in die Ecke im Nu.“ „Oh Tube, du hast noch Glück, mich nennen sie ein dummes Stück. Der Umgang mit mir ist nämlich schwierig, denn ich bin ziemlich schmierig.“ „An mir bleibt alles hängen dann, Seife, Creme ist am Handtuch dran. Ich bin dann schmutzig und auch nass, als wär’ auf mich kein Verlass.“ „Ihr könnt noch alle zufrieden sein, die schwerste Arbeit ist doch mein. Muss mich wühlen durch das krause Haar bei der ganzen Familienschar.“ „Auch meine Arbeit ist ziemlich hart, muss putzen die Zähne, polieren zart, bis sie alle sind sauber und strahlend rein bei Groß und auch Klein.“ „Halt, ich bin auch dabei! Rasiere des Mannes …

Unbeschriebenes Blatt

  „Hallo“, ruft das unbeschriebene Blatt, „ich habe es unendlich satt, denn ich liege einfach hier nur so rum und das ist mir dann doch zu dumm.“ Pinsel, Stift und auch die Schreibfeder verstehen nicht dies Gezeter, denn bald kommt gewiss auch ihr Einsatz, drum gehört Abwarten zum Grundsatz. „Ach, lass doch das Meckern sein, siehst aus so sauber und rein, so perfekt und vollkommen unschuldig, drum sei doch nicht so ungeduldig. Mensch und Muse werden erscheinen, uns alle in Text oder Bild vereinen. Warten wir lieber auf der Stunde Gunst,  um zu erstrahlen als Poesie oder Kunst.“ „Will auch ich nun still und geduldig sein, was meine Bestimmung wird sein, übe mich in Vorfreude und Hoffnung auf die kreative menschliche Schöpfung.“ Stift, Pinsel, Feder beginnen mit ihrem Tanz, zaubern damit prachtvollen Glanz, auf das einst unbeschriebene, traurige Papier, erfüllen es mit Stolz und schöner Zier.     Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Liebeserklärung Gut gemeint! Goldglöckchen

Hitzegedanken

Die Sonne brennt uns auf das Haupt, drum sei ein Schirm als Schutz erlaubt, damit das Hirn nicht zu glühen beginnt und jeder geniale Gedanke einfach nur verrinnt. Mit Schirm oder Sonnenhut beschattet, dazu noch mit Sonnencreme ausgestattet, sollten wir uns eine Erfrischung gönnen, um einen kühlen Kopf bewahren zu können. Wasser uns dann überaus kostbar ist, dessen sind wir uns in der Hitze gewiss, genießen glücklich das einfache Nass, ob aus Wasserhahn, Flasche oder dem Fass. Mit den Füßen waten durch den Teich ist ein Vergnügen ohne jeglichen Vergleich, wirkt erfrischend und belebend zugleich, ganz egal, ob man nun arm ist oder reich. Sucht euch ein nettes schattiges Plätzchen, neben dem Hund oder kleinen Schmusekätzchen, genießt die Ruhe und die schönen Sonnentage, sie entschwinden viel zu schnell,- ohne Frage. So wünsche ich uns allen in der Hitze hier, auf alle Fälle der notwendigen Dinge vier: Frohsinn, Schatten, Wasser und ein kühles Bier. Doch bedenkt, Durst hat auch das kleinste Tier. Lieber Wettergott, schenke Sonne und Regen, dies ist für Mensch, Tier und Natur ein …

Zu verschenken

Ich habe nichts zu verschenken, wird gar mancher Mensch jetzt denken. Doch es ist kein Geld und kein Gut, man braucht dazu noch nicht einmal Mut. Es ist nicht groß, eher recht winzig, du kannst es geben auch noch mit neunzig. Diese Gabe macht nicht arm, aber reich und zwar im selben Moment und sogleich. Gib es Menschen, die du kennst, aber auch solchen, die du Fremde nennst. Du bekommst es sicher zurück, es schenkt allen ein Stückchen vom Glück. Sogar du kannst dich beschenken, selbst dann wird es dir niemand verdenken. Zu jeder Stund’ und Tageszeit es ist willkommen überall und sogar weltweit. Jeder wird es sofort verstehen, Keine Bedenken: Es wird nicht schiefgehen. Es ist in dir selbst verborgen, drum beginne damit schon am frühen Morgen. Ein kleines Lächeln ist es nur, gib dir einen Ruck und sei nicht so stur. Es tut dir gewiss nicht weh, ist zart und rein wie der Kuss einer Fee. Drum lächele jeden einzelnen Tag, es allen Freude und Kraft zu geben vermag. Ich schicke mein Lächeln …

Wer bist du?

  Du bist an unserer Seite Tag für Tag, ob man dich hasst oder auch mag. Unser aller Leben ist geprägt von dir, umfasst uns sanft oder wie ein wildes Tier. Wir begegnen dir mit Freude oder Neugier, packen dich an den Hörnern wie den Stier. Manchmal sind wir dir überdrüssig fast, wenn Du uns wirst zur mühsamen Last. Gar manches Mal gibst du uns Halt, mit deiner unverkennbaren Gestalt. Oft wünschen wir uns alle nur das eine, du würdest uns nicht halten an der Leine. Dann versuchen wir alle dir zu entfliehen, wollen einfach nur von dannen ziehen. Wieso hast du diese unendliche Macht? Wer hat sich das alles nur ausgedacht? Manchmal können wir dir entkommen, dies ist die Ausnahme genaugenommen. Genießen Tage wie diese voller Freude, leben ganz entspannt im Hier und Heute. Dann bist du uns fern und ganz egal, mal ehrlich, ist das dann unser Ideal? Der Mensch ist ein seltsames Wesen, er vermisst, alles was einst ist gewesen. Eilt pflichtbewusst und treu zu dir zurück, beginnt erneut des Lebens Theaterstück. …

Gestörte Ruhe

Wir liegen und dösen hier unter Strauch und Baum, denn sie geben uns einen gemütlichen Schattenraum. Doch unsere Ruhe wird plötzlich von jemand gestört, das ist unerhört und wir sind darüber ziemlich empört. Auch wenn gar manchem von uns die Neugierde plagt, ist doch vor Fremden und Unbekannten Vorsicht angesagt. Uns hilft kein lautes Meckern und auch kein Rabatz, wir müssen einfach verlassen unseren schönen Platz. Oh Schreck, bisher ist es noch niemand aufgefallen, dass zurück bleibt voller Angst das Kleinste von allen. Es nach Ziegenart ruft ganz laut nach all uns ander’n, die gemeinsam zum nächsten Ruheplatz hin wandern. Mama Ziege hört das laute Jammern und Rufen, beginnt verzweifelt nach dem Jüngsten zu suchen. Wir Ziegen gemeinsam ein großes Meckern starten, aufgeregt auf das Kleine in sicherem Abstand warten. Erst als wir alle sind wieder froh und glücklich vereint, auch Zufriedenheit und Ruhe bei uns zu sein scheint .   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Strandschönheiten Schnulli Liebeserklärung

Ich beneide dich

„Hey, du da unten auf dem Dach, schläfst du noch oder bist du schon wach?“ „Hey, du da oben am Himmelszelt, betrachtest von oben unsere schöne Welt. Gleitest lautlos majestätisch dahin, mal dort, mal hier, so wie dir steht der Sinn.“ „Ja, mein Leben ist eine Reise, die ich genieße auf meine ganz eigene Weise.“ „Gerne würd‘ ich mit dir kommen, hab vom Herrgott leider keine Flügel bekommen. Bin hier unten festgebunden, drehe nur um mich selbst meine kleinen Runden. Der Wind mir um den Schnabel weht, die Sehnsucht nach Ferne mir im Herzen steht. Voller Neid schau ich auf zu dir, bewundere deinen Flug, der verwehrt ist mir.“ „Ach, du musst nicht beneiden mich, mit deinen Farben bist du hübscher als ich. Gerne wäre ich so bunt wie du, doch dieser Wunsch bleibt ein Traum immerzu. Du musst dich nicht ständig sorgen, ob du kannst das notwendige Futter besorgen. Musst nicht fragen: ‚Was bringt der Tag?‘ Du hast deinen Platz, was auch kommen mag. Warum sollen wir einander beneiden? Zufriedenheit mit dem Sein klingt …

Liebelei

Es stehen sittsam nebeneinander die schöne Anneliese und der fesche Alexander. Sie sind sich völlig unbekannt, doch jeder findet den anderen überaus interessant. Anneliese scheu die Augen senkt. „Ob ich sie anspreche?“, Alexander sich denkt. „Einen schönen Tag“, Alexander spricht, „wünsche ich Ihnen – in jeder Hinsicht!“ Sie erwidert seinen Gruß erfreut und damit sind alle Bedenken restlos zerstreut. Anneliese und Alexander nicht zaudern, sie fröhlich und lebhaft miteinander plaudern. Groß ist die Anziehungskraft. „Sie zu küssen“, Alexander hofft, „wäre fabelhaft!“ So kommen Stück für Stück Alexander und Anneliese näher ihrem Glück. Dann ein Happy End es gibt. Die Beiden haben sich unendlich ineinander verliebt. Zum Abschied einen innigen Kuss und ein baldiges Wiedersehen ist ein unbedingtes Muss. Es ist, wie es scheint, Anneliese und Alexander sind für immer vereint. Es ist einfach wunderbar, sie sind und bleiben ein küssendes Liebespaar.   Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Frau Fröhlich und Herr Trüb Gustav von Blech Ich hab so gedacht

Der Mensch hat einen Vogel

Es ist allseits bekannt und gar nicht selten, dass sich der Mensch bewegt in den Vogelwelten. So ist er beispielsweise eitel und stolz wie ein Pfau, stellt sich hin und wieder sehr gern zur Schau. Er stolziert daher wie ein Storch im Salat, hat eine Meise unter dem Pony in der Tat. Würde sich gerne fühlen wie ein Vogel so frei, ohne Probleme und Ballast, einfach sorgenfrei. Der Mensch, in der Stadt und auf dem Land, liebt auf jeden Fall den Spatz in der Hand. Dieser besser ist als auf dem Dach die Taube, dort drüben auf des Nachbars alter Laube. Plappert er nach dies und das und so Allerlei, sagt man ihm: „Bitte sei doch kein Papagei.“ Erzählt er Uninteressantes dir, dann und wann, kräht kein Hahn danach, – mannomann! Gar mancher mit Adleraugen blickt nach vorn, doch auch ein blindes Huhn findet ein Korn. Hahn im Korb, dumme Pute, verrücktes Huhn, sag mir, was hat das alles mit dem Mensch zu tun? Ein bunter Vogel ist der Mensch gar manches Mal, oder trällert …

Kindersorgen, Kinderfreuden

Kindersorgen, Kinderfreuden Klein Lieschen erwacht fröhlich am frühen Morgen. Doch irgendetwas stört sie an der jetzigen Situation, macht sie traurig und wirbelt auf ihre Emotion. Der Blick aus dem Fenster bereitet ihr große Sorgen. „Mama, was ist nur los da draußen hier und jetzt? Hab ich Ostern und den Osterhasen verschlafen? Oder will Frau Holle den Osterhasen bestrafen?“, fragt sie schnell die Mutter und schaut ganz entsetzt. „Warum nur schüttelt sie gerade ihre Betten aus?“ „Ach“, Mutter spricht. „Sie macht den Frühjahrsputz. Wirft hinaus den ganzen Dreck und Winterschmutz. So schafft sie Ordnung überall in ihrem Wolkenhaus.“ Tränen kullern dem Mädchen über beide Wangen. „Wird der Osterhase trotzdem zu uns kommen?“ Er weiß doch, er ist jederzeit bei uns willkommen!“ „Ostern kommt der Osterhase, du musst nicht bangen.“ „Aber er wird sicher bekommen nasse Pfoten, wenn er die Ostereier versteckt draußen im Garten. Ach, Mama ich kann es gar nicht mehr erwarten, Ist denn Schnee an Ostern nicht verboten?“ „Vielleicht hat er die Ostereier im Haus versteckt, du musst nur suchen überall und in allen …

Hops und die Osterhasenkunst

„Hops, dein ständiger Unfug ärgert mich schon sehr, du wirst ein richtiger Osterhase nimmermehr. Für die Kinder solltest du Eier bemalen und auch verstecken, hier, da und dort, auf Feld, Wiese und in allen Ecken.“ „Aber so höre doch, lieber Herr Papa“, Hops nun spricht, „Familie Zwerghuhn von nun an, alle Arbeit für uns verricht’. Sie legen ihre grünen Eier überall in Stadt und Land, brauchen nicht des Osterhasens malende Hand.“ „Hi, hi!“, Hopsina die große Schwester lauthals lacht. „Hops, was hast du dir da wieder mal ausgedacht? Ostern wird dann lediglich ein großes Rühreifest!“ „Bitte“, Hops bettelt, „machen wir einen Test.“ „Mein lieber Junge, höre jetzt deiner Mama gut zu!“ Mutter Hoppel versucht zu vermitteln in aller Ruh’. „Auch wenn des Zwergenhuhn Ei ist schön grün, es ist roh, so sehr sich die Hühner auch bemüh’n.“ „Wir machen es zu einem Osterei voller Farbenpracht, weil wir alleine wissen, wie man es richtig macht. Dies wird weitergegeben von Generation zu Generation, Rezept und Dekoration ist Osterhasentradition.“ „Auch die Kunst des Versteckens will gelernt schon sein“, …

Probleme im Osterhasenland

Familie Hoppel ist in großer Aufregung ununterbrochen bereits schon seit ein paar Wochen. Wie jedermann weiß, ist das Osterfest nun schon bald mit der großen Eiersuche im Wald. Vater Hoppel kommen schreckliche Neuigkeiten zu Ohr, denn es stehen große Probleme bevor. Die Hühner klagen, über zu viel Arbeit, wenig Personal, wollen streiken, die Arbeit niederlegen total. Der Familienrat trifft sich ganz dringend und sofort, Osterhasen benötigen der Hühner Support. Familie Hoppel braucht eine Lösung für das Problem, denn die Situation ist äußerst unbequem. „Wie nur kann man die Hühner entlasten geschwind?“, fragt nun Hops, das Osterhasenkind. Er hat sich auf’s Eiermalen mit bunten Farben gefreut, will anfangen damit noch heut. Mutter Hoppel hätte da vielleicht eine brauchbare Idee, erwägt sie beim Nachmittagskaffee. Voller Hoffnung richten sich die Blicke gespannt auf sie, überlassen alles ihrer Fantasie. Eine Legefabrik voller Hennen existiert hinter dem Wald, die armen Tiere sterben schon bald. Sie sind eingesperrt in Käfigen, klein und eng zum Eierlegen, können sich nur unter Schmerzen bewegen. „Wir müssen sie unbedingt und ganz schnell befreien, denn ihre …

Lottchens kalte Winterwelt

Ich liege hier im mollig warmen Zimmer, auf meiner kuscheligen Decke , so wie immer. Gerade versuche ich ein Nickerchen zu machen, da kommt Frauchen auf so komische Sachen. Sie will unbedingt nach draußen gehen, obwohl dort der kalte Wind beginnt zu wehen. Sie sagt mir, der Himmel sei wundervoll blau, aber ich weiß, die Luft ist kein bisschen lau. Sie streichelt mir ganz zärtlich übers Fell, doch ich bin nicht dumm und kapiere es schnell. Ich soll mit nach draußen kommen, verrät ihr Blick, sie denkt ich kenne nicht diesen Trick. Mir ist die Welt da draußen einfach zu kalt, da frieren meine Pfötchen fest auf dem Asphalt. Nein ich bleibe hier, träume von der Sommerzeit, mit Maus und Käfer als meine leckere Mahlzeit. Was ist denn nun schon wieder passiert? Ich denke, ich bekomme den Kopf massiert. Nein, sie setzt mir auf ein schwarzes Mützchen, und sagt, ich soll machen keine Mätzchen. Das lasse ich mir nicht noch einmal sagen, so etwas kann ich nämlich gar nicht vertragen. Drum springe ich vom Sessel …

Ein Leben ohne sie

Sie alle miteinander können den Alltag erhellen, ein Leben ohne sie ist schwer vorzustellen. Doch es ist und war nicht immer so, damals und auch anderswo. Sie sind für uns da schon ziemlich lange, ohne sie wird es uns ganz bange. Ihr kleinen und großen Helferlein, lasst uns bitte niemals allein. Sind viele Gäste im Haus oder auch nicht, die liebe Spülmaschine uns Hilfe verspricht. Hemd und Hose schmutzig und verfleckt, wird in die Waschmaschine gesteckt. Es draußen regnet oder vielleicht auch schneit, nasse Wäsche? Das Problem ist Vergangenheit. Ein elektrischer Wäschetrockner ist optimal und die Erfindung einfach genial. Auf Teppich, Fliesen und auch Parkett, gibt es Krümel bei Abendbrot und Bankett. Doch eines ist ganz sicher und gewiss, Sauger kennen keinen Kompromiss. Kuchen zum Kaffee, frisches Brot zum Essen, ob Pizza, Auflauf oder andere Delikatessen, dies und noch mehr gelingt ganz unbeschwert mit Backofen und Elektroherd. Zum Kuchen und auch zum leckeren Eis, schlägt man Sahne ohne Mühe und Fleiß. Eierkocher, elektrische Zahnbürste, Föhn machen unser aller Leben schön. Es gibt unzählige kleine und …