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Aurelia und Albert (10)

Eule Aurelia, die alles von ihrem Aussichtspunkt aus beobachtet hat, breitet ihre Flügel aus und schwingt sich in die Lüfte. Sie fliegt über Berge und Täler über Flüsse und zugefrorene Seen.

Nein, sie fliegt nicht ziellos umher. Sie weiß genau, wohin sie will und als sie ihr Ziel erreicht hat, setzt sie sich auf den höchsten Baum. Sie beginnt ein lautes Geschrei. Immer und immer wiederholt sie ihr Rufen.

„Was ist denn hier für ein Tumult!“, wundert sich der Bewohner eines einsam stehenden Hauses mitten in einem tiefen und dunklen Wald. Er sieht ein bisschen wie Albert Einstein aus, doch der ist ja schon lange tot. Aber alle, die diesen alten Mann hier im Wald kennen, nennen ihn wegen seiner Ähnlichkeit, aber auch wegen seiner Weisheit nur Albert. Mit seinem richtigen Namen wird er niemals gerufen. Möglicherweise kennt diesen sogar keiner mehr.

„Ich sollte unbedingt einmal nachsehen. Es hört sich nach Aurelia, der klugen Eule an. Aber normalerweise ist sie ein eher stiller Vertreter ihrer Art“, denkt Albert und geht nach draußen.

„Weiser alter Mann! Albert, hörst Du mich?!“ schallt es ihm entgegen.

„Aurelia? Was ist denn los? Wieso bist Du so aufgeregt?“

„Bruno, der Teddybär, Hugo, der Waldmensch und Kurt, der Schneemann …“, Aurelia muss erst einmal Luft holen. Sie ist total außer Atem. „… sind auf dem Weg zu Dir!“

„Oh, wie schön, ich bekomme Besuch!“, freut sich Albert. „Da sollte ich meine Hütte aufräumen, es ist nämlich wieder einmal dringend nötig. Vor lauter Denken, Erfinden und Grübeln kommt man ja nicht zum Aufräumen…“

„Dazu bleibt keine Zeit!“, schreit die Eule verzweifelt. „Kurt, der Schneemann braucht Deine Hilfe, sonst stirbt er!“

Aurelia berichtet schnell alles, was Albert wissen muss. Dieser wirft vorsichtshalber einen kleinen Schlitten mit Rädern auf sein Gefährt, da er dieses schon für den Winterbetrieb mit Kufen ausgestattet hat.

„Man kann ja nie wissen, wozu er gut ist“, meint er und springt auf sein düsenangetriebenes Gefährt. Diesen Antrieb hat er sich selbst ausgedacht und gebaut. Er ist eben ein kluger Mann, der weiß, wie man schnell vorankommt. 

„Hoffentlich ist Dein Fahrzeug auch schnell genug, damit wir noch rechtzeitig ankommen und Du den Schneemann Kurt retten kannst!“, hofft Aurelia. Sie schwingt sich neben Albert auf den Beifahrersitz. Zum Glück kennt die Eule den Weg und kann dem weisen alten Mann somit ein bisschen helfen. Mit ganz viel Hoffnung im Gepäck düsen die Beiden los…

Fortsetzung folgt …

Strand und Meer / mehr (2)

Heute möchte ich Euch noch ein paar Fotos von Rhodos zeigen, die Euch einen kleinen Eindruck von dieser wunderschönen Insel vermitteln sollen. Wer diese Insel kennt, mag sie sicher so sehr wie wir, denn man kann sich einfach nur in sie verlieben.

Der Blick auf das Meer bis hin zum Horizont. Hier möchte man verweilen.

Was wäre das Meer ohne den Strand?! 

Natürlich gehört am Abend auch noch ein Gläschen Wein und leckeres Essen dazu:

Und das nächste Mal zeige ich Euch noch mehr schöne Orte und Plätze, die wir auf Rhodos besucht haben.

 

 

 

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Wieder zurück (1)

Heute melde ich mich wieder zurück, denn wir haben die letzten zwei Wochen auf einer schönen Insel verbracht. Wo es uns gefällt, da wollen wir auch immer wieder hin. So waren wir inzwischen schon viermal auf Rhodos.  Leider konnten wir die Sonne nicht mitbringen, aber ein paar Eindrücke, die ich mit dem Handy festgehalten habe, möchte ich Euch hier zeigen.

Morgens der Sonnenaufgang war traumhaft und von unserem Balkon aus habe ich ihn auch sogleich versucht einzufangen.

Aus diesem feuerroten Himmel wird dann ein strahlendes Blau, das mich immer wieder fasziniert. Besonders im Zusammenklang mit Weiß.

Natürlich habe ich noch viele andere Fotos mitgebracht, die es dann in den anderen Teilen zu sehen gibt und die nicht nur den strahlend blauen Himmel betreffen ;-).

Seid alle recht herzlich gegrüßt und und verzeiht mir mein langes Schweigen.

 

 

Augenblicke

 

Das Leben besteht aus vielen Augenblicken,

die uns unverhofft und fröhlich zunicken.

Wir müssen sie nur erkennen und einfangen,

sonst sind sie für immer uns entgangen.

 

Unbemerkt schleichen sie sich dann fort,

unwiederbringlich und ohne ein Wort.

Gar mancher wird dies erst später erkennen,

doch dann hilft kein Jammern und Flennen.

 

Das Leben erscheint ihm irgendwie leer,

ohne zu wissen, was er vermisst so sehr.

Es ist der kleine Moment des Glücks,

der bereichert das Leben Stück für Stück.

 

Ein Lächeln oder ein zwinkernder Blick,

den du verschenkst, kommt zu dir zurück.

Unverhofft und in Sekundenschnelle.

wirkt dies wie eine sprudelnde Quelle.

 

Des Sonnenstrahls Kitzeln auf der Nase,

der Duft des Blümchens in der Vase,

erreicht dich für einen einzigen Moment,

aber intensiv und zu hundert Prozent.

 

Der zwitschernde Vogel, das lachende Kind

und der die Blätter aufwirbelnde Wind,

alles dies will dir immer wieder sagen,

du sollst Freude am Leben haben.

 

Die ständige Suche des besonderen Moments,

den ganz großen und einzigartigen Events,

mit dem super tollen Wahnsinnskick,

vernebelt nicht selten den eigenen Blick.

 

Sich auch auf das kleine Glück zu besinnen,

lässt wahre Freude am Leben gewinnen.

Drum verpasst nicht den kleinen Augenblick,

wenn das Leben schickt Euch das Glück.

 

 

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Einfach und unkompliziert?!

Neulich habe ich Euch ein lustiges und auch nützliches Schild gezeigt, das mir aufgefallen ist. Heute habe ich zwar kein Schild, aber nützlich ist die Sache trotzdem.

In unserem Leben begegnen uns immer wieder Automaten. Aus meiner Kindheit und Jugend kann ich mich im Grunde genommen ganz spontan an den Kaugummi-, Zigaretten- und Briefmarkenautomaten erinnern. Ach ja, im Krankenhaus gab es einen Heißgetränkeautomaten. Und dann war da auch die Parkuhr oder im Parkhaus der Parkautomat. Eines hatten sie alle gemeinsam, man musste nämlich Geld einwerfen, um die besagte Ware zu erhalten. Dann musste man an einem Knopf drücken oder drehen, eine kleine Schublade aufziehen oder auch eine Kurbel betätigen. In einem Kiosk in unserer Stadt gab es noch einen Spielautomaten und eine Jukebox, die nach dem Geldeinwurf auf Knopfdruck Schlager abspielte. Manchmal gab mir mein Opa ein paar Münzen und ich durfte mir ein Lied aussuchen, das dann abgespielt wurde, während ich meine Sinalco aus einem Strohhalm saugte.

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Automaten, mit denen wir mehr oder weniger häufig zu tun haben. Wer mit der Bahn, U-Bahn oder Straßenbahn unterwegs ist, kennt sie ebenso wie derjenige, der sein Leergut am Pfandautomaten zurückgeben will.

Sie übernehmen Aufgaben, die früher Menschen ausgeführt haben. Ihnen konnte man noch Fragen stellen beziehungsweise mit ihnen ein paar Wörtchen reden. Letzteres mache ich gelegentlich allerdings auch mit diversen Automaten, allerdings ist die Unterhaltung eher einseitig und der betreffende Automat beantwortet nicht immer meine Fragen. Jedoch haben sie alle einen Vorteil: Selbst wenn man sie beschimpft, bleiben sie gelassen.

Nicht nur die Anzahl der Automaten hat sich heutzutage erhöht, sondern auch die Bedienung hat sich verändert. Manche haben ein Display oder auch einen Touchscreen (nebenbei bemerkt, hat man in meiner Kindheit diese Begriffe noch gar nicht gekannt), andere fordern neben dem Geldeinwurf auch noch die Erfüllung anderer Voraussetzungen. Ein Zigarettenautomat kann nur noch bedient werden, wenn man eine Karte mit Altersmerkmal einsteckt, was ich persönlich für sehr sinnvoll erachte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch auf dem weiten Feld der Automaten gibt es solche, die sinnvoll und nützlich sind (Man denke nur an die Notrufsäulen an Autobahnen etc) und jene, die uns das Leben erleichtern, aber auch solche, auf die man gut und gerne verzichten könnte.

Neulich habe ich im Spreewald einen Automaten entdeckt, der in einer echten Notlage weiterhilft. Zuerst dachte ich es handele sich um einen alten Zigarettenautomaten. Obwohl ich keine Raucherin bin, lud mich dieser Automat zum Näherkommen ein. Ich betrachtete ihn ausgiebig und stellte fest, dass man hier keine Zigaretten nach alter Art und Weise aus den Schubladen ziehen konnte, sondern per Tastendruck eine ganz andere Ware erhält.

 

 

Sagt selbst, das ist doch mal wirklich ein nützlicher und auch recht unkomplizierter Automat. Natürlich ist er auch mit der Neuzeit durch den Hinweis auf eine App verbunden und somit absolut up to date.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag, der Euch alles das bringen mag, was Ihr Euch von ihm erhofft und allzeit gute Fahrt. Haltet die Augen auf, vielleicht seid auch Ihr schon an einem solchen Automat vorbei geradelt.

 

 

Sinnvoll?!

Heute schicke ich Euch wieder einmal liebe Grüße aus meiner Plauderecke. 

Ich hatte ja schon berichtet, dass bei uns im Haus wegen eines Wasserschadens die Trocknungsgeräte laufen. Das ist leider nicht sehr angenehm, wie sich jeder vorstellen kann, aber man muss das Beste aus allem machen. Zum Glück ist inzwischen Land in Sicht und am kommenden Donnerstag werden die Geräte endlich abgebaut. Das stehen wir auch noch durch.

Um dem Lärm und den Unannehmlichkeiten ein wenig zu entfliehen, haben wir neulich einen Ausflug nach Bad Saarow gemacht. Hier haben wir die Stille und die Landschaft genossen.

Beim Spazierengehen fiel mir ein Schild auf, das ich Euch unbedingt zeigen möchte. Es gibt ja inzwischen vielerlei Schilder, die uns vorschreiben, wie wir uns zu verhalten haben, die uns auf bestimmte Situationen hinweisen, die den Verkehr regeln oder uns vor Gefahren warnen… Manchmal hat man sogar das Gefühl sich regelrecht in einem Schilderwald zu befinden. 

Es gibt lustige, hilfreiche und auch überflüssige Schilder. Es existieren solche, die es schon seit Jahrzehnten in der einen oder anderen Form gibt, aber auch solche, die ihre Notwendigkeit und Berechtigung erst seit geraumer Zeit besitzen. Zu der letzten Kategorie gehört das von uns entdeckte Schild.

Es stand in keinem Schilderwald, auf keiner Straße und hing auch nicht an einer Haustür, sondern es stand einsam und verlassen auf einer großen Wiese.

Heutzutage erleichtern uns viele Geräte die Arbeit und durch sie läuft vieles, wenn man sie einmal programmiert hat, automatisch ab. 

So hat man früher beispielsweise den rasenmähenden Mitmenschen schon von weitem auf der Wiese gesehen und auch das Geräusch des Rasenmähers war meist nicht zu überhören. 

Inzwischen wird vielerorts der Mensch durch einen Mähroboter ersetzt. Man hört ihn fast nicht und plötzlich kommt er angefahren. Damit kein Spaziergänger über einen solchen Rasenroboter stolpert oder gar angefahren wird, hat man dieses Schild aufgestellt.

Voraussetzung um die Warnung des Schildes zu verstehen, ist nicht unbedingt die Tatsache, dass man lesen kann. Da es neben der Aufschrift ebenfalls eine Abbildung auf diesem Schild gibt, können auch des Lesens Unkundige die Gefahr erkennen.

Mein Fazit ist also: 

Ein wirklich sinnvolles Schild, auch wenn es im ersten Moment ein Schmunzeln hervorruft.

Welche lustigen, unsinnigen oder nützlichen, aber außergewöhnlichen Schilder habt Ihr denn schon gesehen?

 

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Problemlösung

Professor Konfusi freut sich auf ein schönes gemütliches Wochenende mit seiner Frau. Sie haben einen kleinen Ausflug geplant und im Grunde genommen ist alles vorbereitet. 

Er will nur eben mal schnell am Freitagabend noch seine E-mails abrufen und beantworten. Es wäre auch ruckzuck erledigt, aber manchmal gibt es Probleme, die eigentlich keine sind. Zumindest, wenn man sich zu helfen weiß. 

„Sei mir nicht böse, aber ich habe noch ein Stündchen in meinem Arbeitszimmer zu tun, dann habe ich aber das ganze Wochenende nur Zeit für dich!“, sagt er zu seiner Frau.

„Das ist gar nicht schlimm“, erklärt sie ihm. „Ich will sowieso noch in mein Nähzimmer, um mir meine neue Hose zu kürzen. Dann kann ich sie nämlich morgen anziehen.“

„Das passt doch perfekt“, denkt Professor Konfusi und schließt die Tür, damit er durch das Surren der Nähmaschine nicht gestört wird. So vertieft sich jeder in seine Arbeit und seine Gedanken. Der ältere Herr klappt seinen Laptop auf und arbeitet sich durch die E-mails. Doch nach ungefähr der Hälfte, überfällt ihn ein plötzliches Bedürfnis …

Auch Frau Konfusi holt ihre Arbeitsutensilien hervor und beginnt ihre Näharbeit. Gerade als sie das erste Hosenbein gekürzt hat, klingelt das Telefon im Flur. Sie weiß, dass gleichzeitig auch der Apparat im Arbeitszimmer ihres Mannes klingelt. Er steht direkt auf dessem Schreibtisch. Somit macht Frau Konfusi keinerlei Anstalten ihre Arbeit niederzulegen. Allerdings klingelt das Telefon einfach weiter.

„Wieso hebt er denn nicht ab?“, fragt sie sich insgeheim.

Nach dem vierten Klingelton, legt sie Nadel und Faden zur Seite und öffnet die Zimmertür.

„Geh’ doch bitte mal ran!“, ruft sie in den Flur hinaus, doch das Telefon klingelt unbeirrt zum wiederholten Male.

„Das darf doch nicht wahr sein!“, schimpft sie leicht verärgert in sich hinein. 

Schnellen Schrittes marschiert sie in Richtung Telefon, das sie allerdings erst erreicht, als das Klingeln verstummt. So schreitet sie weiter zum Arbeitszimmer ihres Mannes und öffnet die Tür. 

„Kannst du mir sagen, wieso …?“

Mitten im Satz stockt sie, denn sie muss erkennen, dass der Platz hinter dem Schreibtisch leer ist. Ihr Gatte befindet sich gar nicht in diesem Zimmer.

„Seltsam!“, wundert sie sich, als sie bemerkt, dass der Anrufbeantworter blinkt. Jetzt siegt ihre Neugier und sie drückt den Knopf zum Anzeigen der Nummer des Anrufers.

„Unbekannt“, überlegt sie. „Wer könnte das wohl gewesen sein? Um diese Uhrzeit ruft doch eigentlich niemand mehr an. – Es sei denn, es ist ein Notfall!“

Der Schreck fährt ihr in die Glieder und mit leicht zittrigen Händen drückt sie den Knopf zum Abhören der gesprochenen Nachricht.

„Jetzt weiß ich auch, wie man mit dem Laptop über Skype anruft“, erklingt eine männliche Stimme. Eine ihr wohlbekannte Stimme.

Frau Konfusi bleibt keine Zeit sich zu wundern, denn der Anrufer spricht in einem freundlichen Ton weiter.

„Meine Liebe, verzeih mir bitte, dass ich dich in deiner Arbeit unterbreche, aber es ist dringend.“

Frau Konfusi wird bewusst, dass es sich tatsächlich um einen Notfall handelt und so lauscht sie weiterhin gebannt der Stimme.

„Ich bin auf der Toilette und hier gibt es kein Toilettenpapier. Könntest du mir bitte welches bringen?!“

Mit schallendem Gelächter holt Frau Konfusi aus dem Vorratsschrank das Gewünschte und errettet ihren Gatten, der immer wieder für eine Überraschung gut ist, aus einer echten Notlage.

 

 

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Ich muss dir nun ehrlich sagen,

was ich habe an dir zu beklagen.

Du störst mich ungemein,

ob du nun groß bist oder ganz klein.

 

Du machst dich breit im Garten,

in tausend verschiedenen Arten,

als ein ungebetener Gast.

Du bist einfach nur eine große Last.

 

Ob der Regen vom Himmel fällt,

uns das Sonnenwetter gut gefällt,

dich stört dies alles nicht,

du lachst uns frech ins Gesicht.

 

Du störst meinen Ordnungssinn,

setzt dich ungefragt irgendwo hin,

wächst und gedeihst schnell,

deine Verbreitung ist sensationell.

 

Versuchst zu täuschen machmal,

beginnst zu blühen auf einmal.

Trotzdem musst du gehen,

ich will dich im Garten nicht sehen.

 

Ohne dich wirkt der Garten gepflegt,

deshalb hab’ ich mir was überlegt.

Ich hab ein Schild aufgehängt,

doch dich will niemand geschenkt.

 

 

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Damals

Gerade habe ich mir die Fotos von diesem Jahr auf meinem Handy angesehen. Zu einem Foto, das ich auch als Beitragsfoto ausgewählt habe, gibt es eine kleine Erinnerungsgeschichte. Diese möchte ich Euch heute gerne erzählen, denn sie kam uns auf Mallorca wieder in den Sinn: 

Wir schlendern durch einen kleinen Ort, in dem gerade Markttag ist. Die Händler bieten ihre vielfältigen Waren an und verkaufen wohl nur zu einem geringen Anteil noch an die Einheimischen. Meist sind solche Märkte ein Touristenmagnet und dementsprechend ausgelegt. Trotzdem macht es Spaß die Stände und die feilgebotenen Waren zu betrachten. Und eine Kleinigkeit findet sich immer, die man als Souvenir oder Geschenk mit nach Hause nehmen kann.

„Ich muss Dir etwas zeigen“, sage ich zu meinem Mann, als ich meinen Blick auf dem Marktplatz des kleinen spanischen Ortes schweifen lasse. „Komm doch mal mit!“

Ich nehme Peter an der Hand und führe ihn zu einem Verkaufsstand, an welchem handgefertigte Korbwaren angeboten werden.

 „Willst Du Dir wieder mal einen Sonnenhut kaufen? Hast Du nicht erst im Frühjahr auf Teneriffa einen solchen Hut erstanden?“, versucht er mein Anliegen fragend zu ergründen.

„Stimmt!“, pflichte ich ihm bei. „Den habe ich allerdings zu Hause vergessen. Keine Ahnung, wieviele Sonnenhüte ich inzwischen schon daheim habe. Aber darum geht es mir im Moment gar nicht.“

Im Augenblick scheint mein Gatte noch nicht zu wissen, worauf ich hinaus will, aber ich werde versuchen in ihm schlummernde Erinnerungen zu wecken.

„Schau Dich hier ein bisschen um und denk dabei doch mal an unsere Studienzeit. Ich habe Dich an einem Wochenende in Darmstadt besucht und wir waren in einem großen Supermarkt einkaufen.  Dort gab es einen ….“

„Kleinen Koffer aus Korb“, ergänzt mich Peter und beginnt zu grinsen und ich sehe regelrecht wie Gedankenblitze durch seine Gehirnwindungen zucken.

„Genauer gesagt waren es drei Koffer“, füge ich hinzu und sehe alles wieder vor meinem geistigen Auge. „Ein größerer und die beiden anderen wurden immer ein bisschen kleiner, so dass alles ineinander passte, – ähnlich wie bei den Matroschka Puppen.  Man konnte sie als eine Art Handtasche benutzen oder einfach auch nur Sachen darin verstauen. Das war damals groß in Mode.“

„Ich weiß. Du warst total begeistert davon.“

„Ja, und Du hast sie mir kurzerhand gekauft. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut.“

Peter runzelt die Stirn und meint augenzwinkernd: „Diese Freude war aber nur sehr kurz.“

„Logisch!“, schmettere ich ihm entgegen. „Von unseren paar Kröten, die wir im Studium hatten, konnten wir uns eine solche Ausgabe gar nicht leisten. Ich meine, es wären 45 DM oder so gewesen. Vielleicht waren es auch viel weniger. Nur 29 DM“, überlege ich laut. „Egal, aber für uns war es in jedem Fall eine horrende Summe.“

„Eben drum folgte bei uns auf die Freude auch schon ziemlich schnell das schlechte Gewissen darüber, so viel Geld ausgegeben zu haben. Das Geld hätte eigentlich noch für den Rest des Monats reichen sollen. Das hat uns einfach keine Ruhe mehr gelassen.“

Ich nicke ihm beipflichtend zu, denn ich kann mich noch gut erinnern, wie wir  hin und her überlegt haben, ob wir die Korbwaren behalten sollten oder nicht. 

„Ja“, sage ich. „Wir haben uns dann allerdings entschlossen, die Korbkoffer wieder zurückzugeben. Und das war auch gut so. Man soll nicht über seine Verhältnisse leben und das wäre definitiv der Fall gewesen.“

„Vielleicht gibt es hier so etwas Ähnliches“, überlegt Peter. „Hast Du schon einmal nachgeschaut?“

Insgeheim habe ich danach Ausschau gehalten, das gebe ich zu. Jedoch kaufen würde ich mir diese Köfferchen heute nicht mehr. Es ist einfach nur noch eine Erinnerung, wenngleich auch eine schöne und ein bisschen wehmütige Erinnerung. 

 

 

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Vergessen

 

Einst haben sie alle uns geliebt,

denn wir waren überall beliebt.

Gehütet und gepflegt wurden wir,

denn man war stolz auf unsere Zier.

 

Auf keiner Feier durften wir fehlen,

darüber könnten wir viel erzählen.

Wir waren gefragt jeden Sonntag,

zum Jubiläum oder auch Geburtstag. 

 

Wurde eine festliche Tafel bereitet

und weißer Damast ausgebreitet,

waren wir immer mit von der Partie

und ließen spielen unsere Magie.

 

Wir waren von schlichter Schönheit,

oder auch edel, je nach Feierlichkeit.

Ob einfach nur weiß oder verziert,

unsere Beliebtheit war garantiert.

 

Wurden gereicht von Hand zu Hand,

ob in der Stadt oder auf dem Land,

verströmten in des Räumen Luft

des Kaffee besonders köstlichen Duft.

 

Doch mussten wir warten zu lange,

wurde der Hausfrau ganz bange.

War der Kaffee dann wohl eiskalt,

griff man zur Thermoskanne bald.

 

Drum haben wir nun ausgedient.

Womit haben wir das verdient?

Stehen nun vergessen im Schrank,

das ist eben der Welten Dank.

 

Vielleicht in vielen, vielen Jubeljahren,

wenn sie uns so lange aufbewahren

und uns dann  nicht mehr übersehen,

werden wir im Glanze auferstehen.

 

Unsere Anmut und die Nostalgie

vereinen sich zur Symphonie.

Man wird uns wieder begehren

und hochachtungsvoll ehren.

 

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Auf der Suche

Neulich habe ich ja schon von unserer Katze berichtet. Sie hält sich zur Zeit hauptsächlich draußen auf und lässt sich nur noch selten blicken. Auch frisst sie sehr wenig und ist ziemlich abgemagert.

Da wir nicht einfach nur warten wollten, dass sie sich wieder einmal bei uns blicken lässt, sind wir auf die Suche nach ihr gegangen. Unsere Katze hört nicht nur auf ihren Namen, sondern auch auf unser Pfeifen. Mein Pfeifen ist ihr zwar manchmal ziemlich egal, aber auf den Pfiff meines Mannes, der sehr intensiv und durchdringend ist und selbst mir in den Ohren weh tut, reagiert sie sofort. Also haben wir uns auf den Weg durch unser Wohngebiet gemacht. Zunächst sind wir die näheren Straßen mit dem Auto abgefahren, denn normalerweise kommt sie sofort aus irgendeiner Ecke hervor, wenn sie das Motorgeräusch unseres Wagens hört. Mit heruntergekurbeltem Fenster ließ mein Mann seinen durchdringenden Pfiff ertönen. Leider blieben wir erfolglos und fuhren etwas traurig wieder nach Hause. Doch so schnell gaben wir natürlich nicht auf.

Wir gingen zu dem nahegelegenen kleinen Wäldchen, da mein Mann sie neulich mal aus dieser Richtung hat kommen sehen. Kurz vor dem Wald blieben wir stehen und mein Mann schickte seinen Pfiff durch die Luft. Unterstützend rief ich den Namen unserer Katze.

Siehe da, schon hörten wir ein Rascheln und lautes Miauen. Beide Geräusche näherten sich uns. Und dann sahen wir sie. Sie kam geradewegs auf uns zu. Allerdings nicht aus dem Wäldchen, sondern aus einem Gebüsch in einem Garten. Jetzt sahen wir auch, dass der Maschendrahtzaun am Boden verbogen war und somit ein Schlupfloch bot. Genau dort hindurch schlüpfte unsere Katze und umschmeichelte jetzt unsere Beine.

Zunächst machte es den Eindruck, als wolle sie uns etwas zeigen, denn sie lief den Waldweg ein paar Schritte entlang, dann wartete sie auf uns. Wir folgten ihr und sie lief wieder ein paar Meter. Allerdings schien sie schon bald selbst nicht mehr genau zu wissen, was sie eigentlich wollte und so schlugen wir die entgegengesetzte Richtung ein und marschierten nach Hause. Unsere Katze folgte uns erzählend und kam sogar mit ins Haus. Als sie ein paar Happen gefressen hatte, wollte sie wieder nach draußen. Von der geschlossenen Haustür marschierte sie zur geschlossenen Terrassentür. Da beides keinen Erfolg zeigte, probierte sie ihre Katzenklappe aus, doch auch diese hatten wir wohlweißlich verschlossen. Sie begann natürlich zu jammern. Hätte ich es nicht besser gewusst, so hätte ich gedacht, sie sei rollig oder hätte irgendwo Junge, die sie versorgen muss.

Gerade als wir schon fast durch ihr Jammern nachgeben und sie wieder nach draußen entlassen wollten, beruhigte sie sich. Sie legte sich gemütlich auf den Teppich und begann sich zu putzen. Danach sprang sie zu meinem Mann auf das Sofa, ließ sich kraulen und schlief dann tief, fest und zufrieden ein.

Am Morgen musste sie allerdings ganz schnell und dringend weg. Natürlich ohne Frühstück. Aber sie kam tagsüber, futterte und schlief auf der Terrasse in ihrem Körbchen, bevor sie wieder auf Tour ging.

Mal sehen, ob sie heute Nacht von alleine kommt…

 

 

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Sorgen

Heute waren es bei uns wieder 28 Grad. Zum Glück ist die extreme Hitze vorbei und die Temperaturen sind wieder angenehmer.

Bei diesem Sommerwetter hält es Mensch und Tier nicht im Haus. Unsere Katze mag zur Zeit nicht im Haus übernachten, sondern zieht es vor draußen die Nacht zu verbringen. Das sind wir eigentlich von den vorangegangenen Sommern schon gewohnt. Auch die Tatsache, dass sie tagsüber viel unterwegs ist, beziehungsweise irgendwo an einem schattigen Plätzchen vor sich hin döst, ist nichts Ungewöhnliches.

Während unsere Katze in der kalten Jahreszeit recht gut genährt aussieht und sogar schon 5 Kilogramm auf die Waage bringt, verliert sie im Sommer an Gewicht. Wir lachen immer, denn sie kann im Winter nicht zwischen den Stäben von Nachbars Zaun hindurchschlüpfen, aber im Sommer springt sie locker leicht hindurch.

In diesem Sommer ist es aber trotzdem etwas anders. Unsere Katze sieht schon recht dünn und abgemagert aus. Wir machen uns Sorgen, denn sie kommt zwar immer wieder vorbei, aber sie will sofort wieder nach draußen, als hätte sie einen wichtigen Termin. Auch frisst sie jedes Mal nur ein paar Happen. Allerdings weiß ich, dass sie auch von den Nachbarn gefüttert wird. Sie haben jedoch die selben Beobachtungen gemacht und sind ebenfalls besorgt. Man muss dazu sagen, dass unsere Katze der Liebling aller Nachbarn ist.

Als sie heute wieder einmal auf Stippvisite bei uns zu Besuch war, haben wir sie geschnappt und sind mit  ihr kurzerhand schnell mal zum Tierarzt. Unsere Katze hat allerdings einen guten Eindruck hinterlassen. Sie war neugierig und ist gleich durch die Praxis marschiert, hat alle Ecken ausgeschnuppert und wirkte wie immer. Die Tierärztin begutachtete ihr Fell, das glänzt und tastete sie ab. Keine Parasiten oder Zecken waren erkennbar und der Gesamteindruck stimmte. Da sie zur Zeit viel draußen durch die Gegend streunert, wurde nochmals eine Wurmkur verabreicht.

Wenn die Situation sich nicht bessert und unsere Katze weiter abmagert, dann werden wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, sie zu Hause einzusperren. Allerdings scheint uns dies nicht der richtige Weg zu diesem Zeitpunkt. Obwohl wir uns Sorgen machen, hoffen wir doch, dass sich die Lage stabilisiert und normalisiert. Wir werden sie auf alle Fälle gut beobachten und umsorgen.

Wie die Zeit vergeht

Heute melde ich mich wieder einmal aus meiner Plauderecke, um Euch einen lieben Gruß zu schicken. Ich hatte die letzten Tage wenig Zeit, um meine Blogrunden zu drehen, denn bei uns gab und gibt es große Ereignisse, in erfreulicher und nicht erfreulicher Hinsicht.

Sehr ärgerlich war, dass wir im Haus einen Rohrbruch hatten. Wir saßen ungefähr eine Dreiviertelstunde auf dem Balkon, als es passierte und unser gesamtes Erdgeschoss plötzlich unter Wasser stand. Als ich die Treppe hinunter ging, stand ich mit den Füßen im Wasser. Eine echte Havarie. Wir hatten Glück im Unglück, denn knappe zwei Wochen vorher waren wir noch im Urlaub. Ich mag nicht darüber nachdenken, was dann passiert wäre. Das Ausmaß der „Überflutung“ wäre auf alle Fälle wesentlich größer gewesen. Nächste Woche kommt der Gutachter und die Trocknungsphase mit großen Trocknungsgeräten beginnt. Dann sehen wir weiter.

Viel erfreulicher war ein großes Ereignis in unserer Familie. Meine Mutter hatte am Siebenschläfer ihren 90. Geburtstag, den sie bei uns in Cottbus verbrachte. Ich hatte für sie eine große Überraschungsfeier bei uns geplant, die auch ein voller Erfolg war. Es war nicht ganz einfach alle Vorbereitungen vor ihr geheim zu halten, aber es hat geklappt.

So klingelte es um 15 Uhr an unserer Haustür und die Gäste standen davor. Meine Mutter war tatsächlich freudig überrascht und sollte den ganzen Tag nicht mehr aus dem Staunen und Freuen herauskommen. Denn schon um 17 Uhr hörten wir seltsame Geräusche von draußen und eilten alle zur Tür (die Gäste wussten natürlich Bescheid). Auf der Straße stand ein Kremser (Planwagen), gezogen von zwei schwarzen Pferden. Und dann ging unsere dreistündige Fahrt los, die lustig und interessant war. Wir hatten alle viel Spaß und meine Mutter war begeistert. Am Abend wurde auf unserer Terrasse weiter gefeiert und köstlich gespeist, denn wir hatten für den Ehrentag meiner Mutter auch hierfür vorgesorgt. Als sie sich später von ihren Gästen verabschiedete, meinte sie, es sei ihr schönster Geburtstag gewesen. Das macht mich natürlich sehr, sehr glücklich.

Tja und das nächste freudige Ereignis folgt nun Mitte nächster Woche, wenn unser Sohn 30 wird.

Da sage mal jemand, das Leben sei langweilig ;-). Momentan können wir uns über Langeweile nicht beklagen.

So, nun muss ich mich wieder unserem aufregendem Leben widmen.

Seid alle herzlich gegrüßt von mir.

Astrid

Wege des Lebens

 

Jeder Mensch befindet sich im Leben,

auf den unterschiedlichsten Wegen.

Auf manchen kann er vor Glück schweben,

auf anderen ist er von Steinen umgeben.

 

Es gibt Weggabelungen und Kreuzungen,

Überlegungen und Entscheidungen,

die er dann notwendigerweise treffen muss,

die erfordern des Menschen Entschluss.

 

Angetrieben von Hoffen und Sehnen,

heißt es annehmen oder ablehnen,

zu schreiten mit Elan, Mut und Kraft vorwärts

oder ein paar Schritte zu gehen rückwärts.

 

Fragen über Fragen zermartern das Gehirn,

legen in Falten des Menschen Stirn.

An den einzelnen Etappen und Standorten,

sucht er die passenden Antworten.

 

Wird dieser Weg zum ersehnten Ziel

schwierig oder ein Kinderspiel?

Geht er daraus hervor mit Erfolg und Applaus?

Niemand weiß dies so genau im Voraus.

 

Wie er sich auch entscheiden mag,

Eines steht sicher außer Frag’:

Entschieden durch Überlegung, Glück oder Zufall,

lernen und klüger wird er in jedem Fall.

 

 

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Ich war mal kurz weg

mit Mann und Gepäck.

Sind entflohen ein paar Tage

in eine schmucke Hotelanlage.

 

Eine Insel mit Bergen,

Palmen und Ziegenherden,

mit dem Flieger nicht allzu fern,

wo wir sind immer wieder gern.

 

Einfach nur entspannen

und den Alltag verbannen,

kein Stress und auch keine Eile,

eine Auszeit für eine kleine Weile.

 

Tief einatmen die Luft,

der Blumen zarter Duft.

Still lauschen der Wellen Klang,

erfreuen am Sonnenuntergang.

 

Spaziergänge am Strand,

Burgenbauen im weißen Sand

und eine Schifffahrt sind Muss,

bieten Seele und Auge Genuss.

 

Nehmen dann mit zurück

Erinnerungen voller Glück.

Dankbar für des Alltags Pause,

sichten wir die Fotos zu Hause.

 

So schön es auch war,

eines ist doch ganz klar:

Am Schönsten ist es daheim!

Das passt auch zu meinem Reim.

😉

 

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