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Aurelia und Albert (10)

Eule Aurelia, die alles von ihrem Aussichtspunkt aus beobachtet hat, breitet ihre Flügel aus und schwingt sich in die Lüfte. Sie fliegt über Berge und Täler über Flüsse und zugefrorene Seen.

Nein, sie fliegt nicht ziellos umher. Sie weiß genau, wohin sie will und als sie ihr Ziel erreicht hat, setzt sie sich auf den höchsten Baum. Sie beginnt ein lautes Geschrei. Immer und immer wiederholt sie ihr Rufen.

„Was ist denn hier für ein Tumult!“, wundert sich der Bewohner eines einsam stehenden Hauses mitten in einem tiefen und dunklen Wald. Er sieht ein bisschen wie Albert Einstein aus, doch der ist ja schon lange tot. Aber alle, die diesen alten Mann hier im Wald kennen, nennen ihn wegen seiner Ähnlichkeit, aber auch wegen seiner Weisheit nur Albert. Mit seinem richtigen Namen wird er niemals gerufen. Möglicherweise kennt diesen sogar keiner mehr.

„Ich sollte unbedingt einmal nachsehen. Es hört sich nach Aurelia, der klugen Eule an. Aber normalerweise ist sie ein eher stiller Vertreter ihrer Art“, denkt Albert und geht nach draußen.

„Weiser alter Mann! Albert, hörst Du mich?!“ schallt es ihm entgegen.

„Aurelia? Was ist denn los? Wieso bist Du so aufgeregt?“

„Bruno, der Teddybär, Hugo, der Waldmensch und Kurt, der Schneemann …“, Aurelia muss erst einmal Luft holen. Sie ist total außer Atem. „… sind auf dem Weg zu Dir!“

„Oh, wie schön, ich bekomme Besuch!“, freut sich Albert. „Da sollte ich meine Hütte aufräumen, es ist nämlich wieder einmal dringend nötig. Vor lauter Denken, Erfinden und Grübeln kommt man ja nicht zum Aufräumen…“

„Dazu bleibt keine Zeit!“, schreit die Eule verzweifelt. „Kurt, der Schneemann braucht Deine Hilfe, sonst stirbt er!“

Aurelia berichtet schnell alles, was Albert wissen muss. Dieser wirft vorsichtshalber einen kleinen Schlitten mit Rädern auf sein Gefährt, da er dieses schon für den Winterbetrieb mit Kufen ausgestattet hat.

„Man kann ja nie wissen, wozu er gut ist“, meint er und springt auf sein düsenangetriebenes Gefährt. Diesen Antrieb hat er sich selbst ausgedacht und gebaut. Er ist eben ein kluger Mann, der weiß, wie man schnell vorankommt. 

„Hoffentlich ist Dein Fahrzeug auch schnell genug, damit wir noch rechtzeitig ankommen und Du den Schneemann Kurt retten kannst!“, hofft Aurelia. Sie schwingt sich neben Albert auf den Beifahrersitz. Zum Glück kennt die Eule den Weg und kann dem weisen alten Mann somit ein bisschen helfen. Mit ganz viel Hoffnung im Gepäck düsen die Beiden los…

Fortsetzung folgt …

Ein gewöhnlicher Donnerstag

Sein Name war Anton Helfer.* Er war Oberamtsrat und sehr korrekt. Das drückte auch seine ganze Haltung und sein gesamtes Verhalten aus. Er ging aufrecht, erhobenen Hauptes und mit dem Blick geradeaus. Stellte man ihm eine Frage, so konnte man sicher sein, dass er sie wahrheitsgemäß beantwortete. Man konnte nicht behaupten, dass er viel lachte, doch hin und wieder huschte auch bei ihm ein sympathisches Schmunzeln über das Gesicht. 

Ob er bei seinen Mitmenschen beliebt war? Zumindest war er nicht unbeliebt. Doch durch seine sehr zurückhaltende und recht introvertierte Art begegnete man ihm nicht mit überschwänglichen Gefühlen. Man akzeptierte und respektierte ihn und mochte ihn auf eine ganz eigene Art. Anton war auf keinen Fall ein unangenehmer Zeitgenosse, doch man musste ihn zu nehmen wissen.
Er war unverheiratet. Nein, das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Einst war er es, aber inzwischen geschieden von der Frau, die ihn auch heute noch nicht losließ. Sie führten gewissermaßen eine Wochenendbeziehung, die inzwischen allerdings nur noch auf platonische Art stattfand.
Der Tag, an dem es sich ereignete, war ein gewöhnlicher Donnerstag. Anton packte um Schlag 18 Uhr am Abend seine Aktentasche und schloss sein Büro im Amt ab. Exakt mit dem letzten Schlag der Turmuhr der benachbarten Kirche hörte er noch ein anderes Geräusch. Es war sein Magen, der knurrend kund gab, dass er Hunger hatte.
Anton horchte in sich hinein und erkannte, dass er nicht nur Hunger, sondern auch noch Appetit hatte. Ihm gelüstete es nach einer Spezialität aus einem Schnellrestaurant, das angeblich niemand besuchte, wo man sich allerdings immer in einer Schlange anstellen musste.
Anton Helfer marschierte in die Fußgängerzone und freute sich auf ein richtig deftiges Essen.
Unvermittelt trat ihm ein Mann in den Weg und hielt ihm die ausgestreckte Hand entgegen. Anton stoppte unwillkürlich und blickte auf diese etwas schmutzige Hand, die der Fremde ihm nicht zum Grüße reichen wollte, sondern um etwas hineingelegt zu bekommen.
„Bitte! Haben Sie ein paar Euro?! Ich habe Hunger“, sagte der Mann, der ähnlich schmutzig aussah wie seine Hand.
„Nein“, sagte Anton. „Das wird doch nur in Alkohol angelegt.“
Bevor der Bittende etwas erwidern konnte, erklang Antons raue befehlende Stimme erneut: „Mitkommen!“
Verdutzt sah ihn der Fremde an, doch Anton wandte sich schon zum Weitergehen. So blieb dem Mann nichts anderes übrig, als ihm nachzulaufen.
Verwundert betrat er dann nach Anton das besagte Schnellrestaurant und stellte sich hinter ihm in der Schlange an.
„Suchen Sie sich etwas aus,- egal was auch immer. Nur kein Alkohol“, meinte Anton Helfer bestimmt und ohne jegliche erkennbare Regung.
Als sie dann gemeinsam vor Speis und Trank saßen, herrschte zwischen ihnen totale Stille. Der Fremde aß so gierig, als hätte man ihm ein feudales Menü vorgesetzt.
„Was können Sie?“, wollte Anton irgendwann wissen.
„Nichts mehr“, lautete die Antwort.
„Das gibt es nicht!“, schmetterte der Oberamtsrat ihm entgegen.
„Früher war ich einmal Schreiner, aber nach dem Tod meiner Frau hat mich der Lebensmut verlassen und ich kann alles nur noch mit Alkohol ertragen.“
Anton blickte auf die zitternden Hände, die den Becher mit Limonade umklammerten und dann in das Gesicht des Fremden. Was er sah, waren ehrliche und unsagbar traurige Augen.
„Hier“, sagte Anton und reichte ihm eine Visitenkarte. „Kommen Sie morgen nüchtern und sauber in mein Büro. Dann reden wir weiter und vielleicht finden wir eine Lösung. Aber Sie müssen dem Alkohol für immer abschwören.“ 
Daraufhin erhob sich Anton Helfer, schenkte dem Fremden ein kurzes freundliches Lächeln und verschwand ohne ein weiteres Wort durch die Restauranttür nach draußen…

 

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*Name ist frei erfunden und hat nichts mit lebenden oder gestorbenen Personen zu tun

Ehrlich währt am längsten

Paulchen, wie ihn alle nennen, trottet langsam von der Schule nach Hause. Er hat es heute nicht eilig. Normalerweise ist seine Mutter nach Schulschluss schon daheim. Das Mittagessen steht dann dampfend auf dem Tisch und er kann sofort seinen Hunger stillen. Man muss wissen, dass Paulchen immer und zu jeder Tages- oder Nachtzeit Hunger hat. Er könnte immer essen. Es ist sozusagen sein Hobby.

Seine Mutter meint deshalb immer lachend:

„Dein erstes Wort war Hunger!“

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Paulchen nicht aussieht wie der Suppenkasper, sondern eher wie ein Rollmops, nämlich kugelrund. 
Heute hat seine Mutter in seiner großen Pause angerufen und ihm erklärt, dass sie für eine Kollegin die Schicht übernehmen soll und erst am Abend heimkommt. Das Mittagessen müsse er sich aus der Kühltruhe holen und in der Mikrowelle warm machen. 
Okay, das ist jetzt nicht der Grund für seinen Frust. Immerhin gibt es etwas zu essen. Genau für solche Fälle kocht Mutter nämlich vor und alles, was sie kocht schmeckt einfach lecker.
Der Grund ist eher darin zu suchen, dass die Mutter einen Satz nachgeschoben hat und die Lehrerin auch noch auf eine richtig blöde Idee gekommen ist.
„Ich habe dir einen Zettel auf den Küchentisch gelegt und darauf steht alles, was du heute für mich erledigen musst“, hat die Mutter ihm gesagt und noch bevor er Einspruch erheben konnte, hat sie aufgelegt.
„Schreibt mal bis übermorgen einen kleinen Aufsatz zum Thema ‚Ehrlich währt am längsten‘“, hat die Lehrerin dann am Ende der Deutschstunde gemeint.
„Warum kommt eigentlich immer alles auf einmal?“, fragt sich Paulchen und kickt verärgert einen Stein gegen eine Mülltonne, die am Straßenrand steht.
„Junger Mann, was sind das für Manieren?!“, meint eine vorübergehende ältere Frau kopfschüttelnd und Paulchen geht gleich einen Schritt schneller, damit sie nicht noch mehr sagen kann.
Zuhause überfliegt er den Aufgabenzettel von seiner Mutter.
„Naja, bis auf das stinkende Katzenklo, ist es gar nicht so schlimm“, sagt er halblaut. „Die Spülmaschine schalte ich jetzt gleich ein und dann wird erst mal was gegessen!“
Gesagt, getan. Er sucht sich Spagetti Bolognese aus. Allerdings muss er feststellen, dass nur noch flache Teller im Küchenschrank stehen, die tiefen Teller sind in der Spülmaschine. 
Spagetti Bolognese serviert die Mutter aber immer in tiefen Tellern, daran erinnert sich Paulchen in diesem Moment. 
„Na, dann nehme ich einfach einen Teller von dem guten Geschirr. Ich wasche ihn nachher gleich ab und stelle ihn wieder in den Wohnzimmerschrank. Dann merkt Mutter nichts.“
Paulchen beeilt sich, dass er sein Vorhaben auch gleich nach dem Essen in die Tat umsetzt. 
„Für einen einzigen Teller lasse ich doch das Spülbecken nicht mit Wasser volllaufen. Das ist Wasserverschwendung!“, überlegt er sich. 
So stellt Paulchen den Teller ins Spülbecken und schüttet Spülmittel darauf, greift zur Spülbürste und fegt damit über das gute Geschirr. 
„So und jetzt mit Wasser abspülen und alles ist perfekt“, denkt er und greift geschwind nach dem Teller.
Vielleicht hantiert er im Eifer des Gefechts eine Kleinigkeit zu schnell und vielleicht auch zu unachtsam. So genau lässt sich das nicht sagen.
Auf jeden Fall rutscht ihm der Teller aus der Hand, knallt in das Spülbecken, es macht „Klirr!“  und er zerbricht in zwei große Teile.
„Oh nein!“, entfährt es Paulchen. 
Der Junge ist entsetzt und kann sich erst einmal nicht regen. Als er gewissermaßen aus seiner Schockstarre wieder erwacht, nimmt er eine Abfalltüte und legt die Scherben hinein.
„Jetzt mache ich noch schnell das Katzenklo sauber und dann werfe ich beides in die Mülltonne“, beschließt er und hofft, dass die Mutter nichts merken wird.
Als er den Müll entsorgen will, fällt ihm eine blaue Feder, die er vor der Katzentoilette gefunden hat aus der Hosentasche und landet neben der Tonne. Paulchen will sich gerade bücken, da steht die Nachbarin vor ihm. 
„Hallo Paulchen!“, sagt sie und der Junge wirft die Tüte in die Tonne.
„Na, das klirrt ja ganz schön. Hast du Geschirr kaputt gemacht? Das solltest du deiner Mutter aber sagen, du weißt doch: Ehrlich währt am längsten!“
Bevor Paulchen etwas sagen kann, redet die Nachbarin weiter:
„Ich bin auch ganz traurig. Mein blauer Wellensittich ist mir entwischt. Einfach durch das offene Fenster geflogen und weg war er. Ihm wird doch nichts zugestoßen sein! Wenn du ihn siehst, dann sag mir Bescheid, vielleicht ist er ja bei euch im Garten und lässt sich von mir wieder einfangen.“
Paulchen kombiniert in Gedanken: Die blaue Feder neben dem Katzenklo, – seine Katze und der Wellensittich, – das kann nichts Gutes bedeuten.  So unauffällig wie möglich schiebt er vorsichtig mit dem Fuß die blaue Feder hinter die Tonne, damit die Nachbarin sie nicht sieht.
„Sag mir Bescheid!“, bittet die Nachbarin nochmals. „Und denk daran: Ehrlich währt am längsten!“ Sie deutet auf die Tüten in der Mülltonne, deren Deckel Paulchen nun schließt und schnell ins Haus geht.
Am Abend vor dem Schlafengehen beichtet er seiner Mutter die Sache mit dem Teller, der übrigens schon einen Sprung hatte, wie sich während des Gesprächs rausstellt. 

„Gut, dass ich es ihr erzählt habe“, schreibt er am nächsten Tag unter seinen Aufsatz.
„Aber was mache ich mit der Nachbarin? Ehrlich währt am längsten hat sie auch gesagt, aber sie weiß noch nichts von der blauen Feder…“ 

 

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Ich hab‘ da eine kleine Macke

Wir haben noch alle Tassen im Schrank

 

*Beitragsfoto von M.T.Berg

Glücksgedanken

Alle Menschen wünschen sich Glück,

am besten davon ein ganz großes Stück.

Sie schenken sich Glücksbringer

als Schmuck oder Deko fürs Zimmer.

 

Glück hat viele verschiedene Facetten,

für jeden passend, da kann ich wetten.

Das Glück muss man nicht suchen,

man kann es auch nicht buchen.

 

Es kommt daher, wenn es will,

mit Getöse oder ganz heimlich und still.

Es gibt sich nicht sofort zu erkennen,

man kann ihm nicht nachrennen.

 

Mancher sieht es nur im Reichtum,

Besitz, Geld und auch im Konsum.

Der andere wartet tatenlos,

hofft, es fällt ihm in den Schoß.

 

Man denkt, Glück schenkt Zufriedenheit.

Oder Zufriedenheit Glück schenkt jederzeit?

Wer weiß das schon so genau?

Hinterher sagt man, ist man schlau.

 

Eines jedoch, das ist ganz sicher und gewiss,

es gibt immer einen guten Kompromiss.

Gib ein bisschen Glück einfach weiter,

denn das macht auch andere heiter.

 

Verschenke ein kleines Lächeln jeden Tag,

das bestimmt zu Dir zurückkommen mag.

Das ist dann ein kleines Stück,

von deinem persönlichen Glück.

 

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Ein kleines Wort für Euch alle

Ich 

sage Euch

heute, hier und jetzt,

mein allerherzlichstes DANKE.

Es ist nur ein ganz kleines Wort,

das ich Euch allen schenken möchte.

Ein Danke für all Eure treuen Besuche.

Ein Danke für das Lesen meiner Geschichten.

Danke für die lieben Kommentare das ganze Jahr.

Danke, dass es Euch gibt und Ihr mich gefunden habt.

Danke, dass Ihr mir Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt habt.

Hinzu kommen noch meine vielen lieben Wünsche für Euch alle.

Wünsche für eine schöne Weihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben.

Wünsche für Euer Wohlergehen und vor allen Dingen für Gesundheit.

Mögen Eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen, Sorgen vergehen

und Ihr wie einst als Kinder vor dem Zauber der Weihnacht erstrahlen.

Eure Herzen mögen erfüllt sein von Freude und Liebe.

Ich wünsche Euch eine schöne

Weihnacht

und ein 

gutes

Neues 

Jahr!

Viele liebe Weihnachtsgrüße sendet Euch

Astrid 

 

Von 0 auf 100

So geht es mir momentan. Ich fühle mich, als hätte mich jemand ins kalte Wasser geworfen. Ich muss nun von 0 auf 100 weihnachtliche Gefühle entwickeln. 

„Wie kommt das?“, fragt Ihr. „Es ist bereits kurz vor dem 4. Advent. Da sollte man doch schon ein paar weihnachtliche Gefühle entwickelt haben“, sagt Ihr zu Recht. „Überall ist alles weihnachtlich dekoriert und schon lange kann man Plätzchen, Stollen und andere Leckereien für das Fest kaufen.“

„Das stimmt!“, gebe ich zu. „Allerdings habe ich in den letzten drei Wochen nichts oder nur sehr wenig davon mitbekommen. Nein, ich habe die Zeit nicht verschlafen, aber ich war trotzdem irgendwie nicht anwesend.“

Euer Stirnrunzeln sehe ich jetzt vor meinem geistigen Auge. Bestimmt denkt Ihr, ich rede wirres Zeug. Bei diesem Gedanken muss ich lächeln und will Euch erzählen, warum die Adventszeit ein bisschen an mir vorübergegangen ist.

„Wir sind erst seit gestern wieder zurück in Deutschland und kämpfen momentan mit unserem Jetlag. Den Advent haben wir bisher in Thailand verbracht, da mein Mann dort zu einem Kongress war. Besonders im modernen Teil von Bangkok ist zu dieser Jahreszeit alles weihnachtlich geschmückt und erstrahlt im Lichterglanz. In den Malls, Hotels oder auf großen öffentlichen Plätzen stehen riesige Weihnachtsbäume, die Dekoration ist auf X-Mas abgestimmt, sogar Weihnachtslieder werden in englischer oder thailändischer Sprache gespielt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist alles wunderschön, aber hat in uns keine Weihnachtsstimmung erzeugt. Wie sollte es auch? 30 Grad und mehr passen irgendwie nicht mit diesem Fest zusammen. 

Tja, und jetzt ist es kurz vor dem 4. Advent und wir versuchen zu realisieren, dass schon nächste Woche Hl. Abend ist. Wenn die Koffer ausgepackt, die Wäsche gewaschen und alles wieder verstaut ist, wird die Weihnachtsdekoration herausgeholt, aufgestellt und alles weihnachtlich dekoriert. Schon Ende der Woche werden wir das Haus voller Gäste haben, die bis nach Silvester bei uns bleiben werden.

Also sage ich mir nun: 

„Los gehts! Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind und Ruhe einkehrt, werden auch die weihnachtlichen Gefühle aufkommen.“

Weihnachtsmann Willi macht das schon (6)

Der Weihnachtsmann hatte erkannt, dass seine Hilfe dringend erforderlich war und wollte sich auch gleich auf den Weg machen. Doch wohin sollte er zuerst gehen: Zu Elfinchen und der Mäusefamilie? Dort konnte niemand sagen, wo das Zuhause der kleinen Elfe war. Zur Prinzessin und den traurigen Blumen im Schlossgarten?  Sie alle wussten nicht, wo Elfinchen sich aufhielt. Er hätte sie ebenfalls nur in ihrem Kummer trösten können. Zur Elfenfamilie? Wenn sie Elfinchens Aufenthaltsort kennen würden, wären sie alle schon längst dort.

„Nein, ich muss mit Überlegung an diese Sache herangehen“, dachte sich Weihnachtsmann Willi. „Allen muss gleichzeitig geholfen werden, so dass niemand länger als nötig dem Kummer ausgesetzt ist.“
Willi stapfte im Weihnachtsland hin und her und grübelte nach, wie er am schnellsten den Bitten aller Parteien nachkommen könnte. 
„Na klar!“, schallte seine tiefe Stimme plötzlich durch das himmlische Weihnachtsland. „Ich brauche mein Fernrohr! Wo hab ich es nur letztes Jahr hingelegt?“
Die Engelchen schwirrten nach allen Richtungen aus und suchten mal hier und mal dort. 
„Ich habe es an einen Platz gelegt, bei dem ich mir sicher war, dass ich es auch hundertprozentig wieder finden würde. Nur leider habe ich vergessen, wo das war“, Weihnachtsmann Willi kratzte sich unter seiner Weihnachtsmütze, um seinen grauen Zellen zum besseren Nachdenken zu verhelfen.
„Ich hab’s!“, tönte es plötzlich aus der Himmelswerkstatt. „Hier liegt es, neben den alten Stiefeln von Weihnachtsmann Willi.“
„Na also, ich sag doch, ich habe es gut und sicher verwahrt!“, meinte Willi nur und ließ sich das Fernrohr bringen, um sofort hindurchzusehen.
Alle Engelchen waren im Nu um ihn herum versammelt und waren gespannt, was der Weihnachtsmann wohl sehen würde. Doch dieser gab nur hin und wieder ein paar Worte von sich:

„Aha!!!“

„Soso!!!“

„Achja!!!“

„Na also!!!“

„Was ist? Was hast du gesehen?“, fragten die Engelchen im Chor und Weihnachtsmann Willi erklärte:
„Aha, das ist also Elfichen. Soso, die Mäusekinder Eddi, Bob und Babsi versuchen die kleine Elfe zu trösten. Achja, hier ist der Schlossgarten mit den Blümchen und Prinzessin Annelie. Na also und hier haben wir auch die Elfenfamilie, die voller Sorge um Elfichen ist.“
„Und jetzt?“, fragten die Engelchen neugierig.
„Jetzt fliegt ihr zur Elfenfamilie, tröstest alle und sagt ihnen, dass sie bald abgeholt werden“, erteilte Weihnachtsmann Willi den drei Engelchen dort drüben in der linken Ecke den Auftrag. 
„Ihr drei dort vorne, teilt Elfinchen mit, dass bald alles wieder in Ordnung ist und fordert die Mäusefamilie dazu auf, ihre Instrumente zu holen!“
Kaum hatte Weihnachtsmann Willi ausgesprochen, deutete er auch schon auf die nächste kleine Engelsgruppe.
„Und ihr drei dort in der rechten Ecke, ihr geht sofort ins Schloss und sagt der Königsfamilie sie sollen mit Prinzessin Annelie zu dieser Adresse reiten. Sie sollen sich warm anziehen und auch eine kuschelige Jacke für Elfinchen mitnehmen. Es wird für sie allerdings ein weiter Weg sein, doch am Ende wird sie dort alle Elfinchen erwarten“, mit diesen Worten reichte Weihnachtsmann Willi den drei Engelchen einen Zettel mit der Wegbeschreibung zum Schloss und von dort zur Mäusefamilie. „Aber vergesst nicht den Blümchen im Schlossgarten schnell noch ein wenig Wasser zu geben.“
„Und was ist mit uns?“, fragten nun die drei kleinen Engelchen, die in der hintersten Ecke des himmlischen Weihnachtslandes ganz enttäuscht standen.
„Ihr spannt nun die Rentiere vor meinen Schlitten, packt in meinen großen Sack ganz viele Geschenke und kommt dann mit mir. Wir fahren zuerst die Elfenfamilie abholen und dann fahren wir allesamt zur Mäusefamilie und Elfinchen.“
Tja und so war nicht nur allerlei Trubel im Weihnachtsland, sondern auch auf der Erde herrschte große Aufregung. Als Weihnachtsmann Willi mit seinem vollbeladenen Schlitten, den Engelchen und der Elfenfamilie bei der Mäusefamilie ankam, kam auch die Königsfamilie mit Prinzessin Annelie auf prächtigen weißen Pferden angeritten.
Ich kann Euch gar nicht sagen, welch große Wiedersehensfreude das war. Die Mäusefamilie musizierte und alle umarmten sich glücklich. Sie feierten ein rauschendes Fest, packten alle ihre Geschenke aus und dankten Weihnachtsmann Willi für die glückliche Zusammenführung. 

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Überall herrscht Aufregung (5)

Während Elfinchen und die Mäusefamilie noch überlegten, wo sich der Weihnachtsmann aufhalten könnte und wie sie ihn erreichen würden, herrschte in dem Schlossgarten ein großes Durcheinander. Die Blumen vermissten Elfinchen, denn plötzlich öffnete niemand ihre Blütenblätter am Morgen und niemand schloss sie wieder am Abend. Traurig ließen die Blumen ihre Köpfe hängen, so dass sich sogar der König und die Königin schon gewundert hatten, was denn auf einmal passiert sei. 

Auch Annelie vermisste ihre Freundin. Sie saß traurig am Fenster des großen Schlosses und schaute hinaus, ob sie irgendwo Elfinchen sehen würde. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, Elfinichen hatte sich wie in Luft aufgelöst.
So kam es, dass sich das Königspaar neben den Gedanken um die vielen schönen und auch kostbaren Blumen im Schlossgarten auch noch große Sorgen um ihre Tochter machte. Sie wollte nicht mehr essen, sprach nicht, weinte viel und hatte an nichts mehr Freude.

„Was sollen wir nur tun?“, fragte die Königin ihren Gemahl.

„Ich weiß mir auch keinen Rat“, antwortete der König. „Ich lasse nach dem Hofarzt schicken, vielleicht kann er helfen.“

Auch Elfinchens Familie war traurig und voller Kummer. Sie hatten schon den ganzen Schlossgarten nach ihr abgesucht, doch Elfinchen blieb verschwunden. 

„Elfinchen muss etwas zugestoßen sein, sonst hätte sie sich schon längst gemeldet. Sie würde auch niemals die Blumen im Stich lassen“, weinte Elfinchens Mutter.

„Vielleicht braucht eine Blume ihre besondere Hilfe und Elfinchen hat keine Zeit nach Hause zu kommen“, überlegte  der Vater, aber so richtig glaubte er selbst nicht daran.

„Wir müssen uns noch einmal bei allen Bewohnern des Schlossgartens umhören, vielleicht hat jemand einen Rat für uns“, schlägt die Mutter vor.

„Ihr bleibt schön zu Hause!“, befahl der Vater den übrigen Kindern der Elfenfamilie. „Und stellt nichts an, sonst kommt Euch dieses Jahr der Weihnachtsmann nicht besuchen.“

Ja, und dann passierte im Weihnachtsland etwas Merkwürdiges:

Der alte Weihnachtsmann Willi, der ja schon längst im Ruhestand war und durch Weihnachtsmann Rudi abgelöst worden war, half immer noch gerne aus, wenn sein Nachfolger zu viel zu tun hatte. Ab und zu kam auch noch Post für ihn an und so auch heute, als er im Weihnachtsland seine Hilfe anbot.

„Weihnachtsmann Willi!“, riefen ihm schon zwei kleine Engelchen von Weitem entgegen. „Wir haben hier vier Briefe für Dich! Auf allen vier Briefen steht mit großen und fetten Buchstaben: ‚DRINGEND‘.“

„So, So!“, meinte Weihnachtsmann Willi mit seiner tiefen und beruhigenden Stimme. „Dann will ich mal ganz schnell diese vier Briefe lesen!“

Der erste Brief steckte in einem goldenen Umschlag und war mit vielen silbernen Sternchen verziert und in einer zierlichen Schrift stand fein säuberlich geschrieben:

An den lieben Weihnachtsmann Willi!!!‘

„Da hat sich jemand aber ganz besonders viel Mühe gegeben!“, bemerkte Willi, öffnete den Umschlag vorsichtig und las die folgenden Zeilen:

‚Lieber Weihnachtsmann Willi,

ich bin ganz traurig. Meine gute Freundin Elfinchen ist verschwunden. Sie ist eine Blumenelfe und wohnt in unserem Schlossgarten in einem warmen Land. Aber seit ein paar Tagen ist sie spurlos verschwunden. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass Du mir Elfinchen wieder zurückbringst. Ich möchte sonst gar nichts haben, nur meine Freundin soll wieder bei mir sein.

Bitte hilf mir! Ich war auch das ganze Jahr über sehr brav.

Liebe, aber traurige Grüße von

Prinzessin Annelie‘

Weihnachtsmann Willi war ganz ergriffen von der Bitte der kleinen Prinzessin und faltet den Brief schweigend zusammen. Er legte ihn auf seinen Schoß und wischte sich erst einmal eine kleine Träne aus dem rechten Augenwinkel. Danach öffnete er den zweiten Umschlag:

Hierin war nichts Geschriebenes, allerdings fielen viele kleine verwelkte Blütenblätter heraus. Es schienen hunderte, tausende oder mehr zu sein. Sie waren von den unterschiedlichsten Blumenarten. 

Der Weihnachtsmann schaute sie sich alle schweigend an. Es dauerte eine ganze Weile bis er begriff, was dies zu bedeuten hatte. 

„Das sind wahrscheinlich die Blütenblätter derjenigen Blumen, die alle nun verwelkt sind, weil das Blumenelfen verschwunden ist und sich nicht mehr um die Blumen kümmert“, überlegte er. „Was ist da wohl passiert? Ich glaube, meine Hilfe ist hier dringend erforderlich!“

Der dritte Brief war von einem Schreibanfänger verfasst, denn es standen sehr undeutliche und schiefe Buchstaben darauf. Auch gingen sie ziemlich durcheinander und der Weihnachtsmann musste sie erst einmal sortieren, um den Sinn erkennen zu können. Doch dann las er:

‚Bitte bring uns Elfinchen zurück!!!“

Ihre Elfengeschwister‘

Ja, und dann war da noch der vierte Brief. Er kam ganz eindeutig von mehreren kleinen Mäusekindern, denn ihre Pfötchenabdrücke waren überall zu erkennen.

Weihnachtsmann Willi versuchte diese Mäusebotschaft  zu entschlüsseln, was gar nicht so einfach war, denn diese Fähigkeit hatte er zum ersten und letztenmal vor einer Ewigkeit als Weihnachtsmannlehrling erlernt. Heutzutage kannte diese Mitteilungsart kaum noch ein Weihnachtsmann.

Willi entschlüsselte die Botschaft folgendermaßen:

‚Elfinchen wurde gerettet, ist bei uns in Sicherheit und will zu ihrer Familie und zu Prinzessin Annelie.

Liebe Grüße von Eddi, Bob und Babsi und der gesamten Mäusefamilie‘

„Oh, oh!“, dachte Weihnachtsmann Willi. „Da wartet eine große Aufgabe auf mich. Meine Hilfe scheint hier wirklich dringend erforderlich zu sein. Also mache ich mich mal schnell auf den Weg …“

 

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Die Mäusefamilie überlegt (4)

Familie Maus blickte ein wenig hilflos zu Elfinchen. Es war verständlich, dass die kleine Elfe Sehnsucht nach ihrer eigenen Familie hatte. Sie hatte sich verlaufen und wusste nicht, ob sie ihre Eltern und Geschwister jemals wieder sehen würde. Diese wären mit Sicherheit in großer Sorge um ihr geliebtes Elfinchen.

„Bitte!“, bettelte Elfinchen erneut und sah den Mäusevater, die Mäusemutter und die Mäusekinder aus traurigen Augen an. „Helft mir! Ihr seid alle so lieb zu mir und habt mich vor dem sicheren Tod gerettet, aber ich habe soooo schreckliches Heimweh! Ich möchte nichts lieber, als endlich wieder bei meiner Familie zu sein! Bitte, bitte!“
Die Mäusemutter streichelte zärtlich über Elfinchens Arm und meinte tröstend zum wiederholten Male: 
„Es wird alles wieder gut! Aber du musst noch ein bisschen Geduld haben.“
„Ich halte es aber nicht mehr aus!“, gab Elfinchen zu. „Diese Sehnsucht nach meiner Familie tut so weh! Jetzt weiß ich warum es ‚Heimweh‘ heißt. Ich muss auch ständig weinen, wenn ich an meine Lieben zu Hause denke.“
Bob, Babsi und auch Eddi waren ganz still geworden. Sie spürten die Qualen, die Elfinchen durchlitt und hatten Mitleid mit ihr. Sie waren froh, nicht von ihren Eltern getrennt zu sein und erkannten, welches großes Glück es ist, bei ihrer Familie Liebe, Schutz und Geborgenheit zu haben.
Jetzt ergriff der Mäusevater das Wort: 
„Elfinchen, erzähle uns von deinem Zuhause, damit wir herausfinden können, wo du herkommst und wie wir dich wieder zurückbringen können. Berichte uns alles, woran du dich erinnern kannst!“
„Ich weiß nicht mehr aus welcher Richtung ich gekommen von, denn ich habe vollkommen die Orientierung verloren. Keine Ahnung, ob ich mich mehrmals um die eigene Achse gedreht habe oder ob ich nur geradeaus gelaufen und geschwebt bin. In meinem Kopf geht alles kreuz und quer.“
„Woran erinnerst du dich ganz genau? Wo hast du dich noch richtig ausgekannt?“, wollte Eddi wissen.
„Im Schlossgarten. Dort kenne ich mich sehr gut aus. Selbst bei Dunkelheit finde ich mich da zurecht. Die Glühwürmchen weisen mir dann den Weg nach Hause. Aber in der Fremde bin ich verloren…“, schluchzte Elfinchen.
„Versuche doch bitte mal das Schloss zu beschreiben!“, bat der Mäusevater.
„Oh!“, strahlte Elfinchen in Erinnerung daran. „Es ist ein großes und prunkvolles Schloss mit unendlich vielen Zimmern. Alles glitzert golden und es gibt dort einen König, eine Königin und eine kleine Prinzessin. Sie ist meine Freundin!“
„Du bist mit einer richtigen Prinzessin befreundet?!“, Babsis Augen wurden immer größer. „Das ist ja toll! So eine Freundin hätte ich auch gerne! Wie heißt sie denn?“
„Annelie!“, antwortete Elfinchen. Sie ist erst vier Jahre und sie hat mich oft im Schlossgarten besucht. Sie hat lockiges, langes blondes Haar und manchmal trägt sie ein kleines goldenes Krönchen auf dem Kopf. Aber das mag sie gar nicht, denn wenn wir ausgelassen Ringelreihen tanzen und Nachlauf spielen, dann fällt es manchmal herunter. Sie legt es dann auf die Bank unter der großen Eiche und setzt das Krönchen erst wieder auf, wenn sie ins Schloss rein gehen muss.“
„Was weißt du von Annelie noch alles?“, versuchten die Mäusekinder neugierig herauszubekommen.
„Sie liebt die Blumen genauso sehr wie ich. Manchmal bringt sie ihr Gießkännchen mit und gibt den Blumen ein bisschen Wasser, damit sie nicht verdursten.“
„Und der König und die Königin?“, will Babsi wissen.
„Oh, der König ist ein strenger, aber gerechter Mann. Die Königin ist eine wunderhübsche Frau, die rauschende lange Kleider trägt und Annelie über alles liebt.“
Der Mäusevater saß stirnrunzelnd in seinem Sessel. Er war sehr schweigsam, was ein Zeichen dafür war, dass er angestrengt nachdachte. Doch immer wieder schüttelte er den Kopf. Irgendwie konnte er sich keinen Rein aus den Erzählungen Elfinchens machen. Doch die Mäusemutter lächelte gedankenverloren in sich hinein. Nach einer ganzen Weile, in der niemand gewagt hatte etwas zu sagen, meinte sie mit ihrer zärtlichen Stimme:
„Das kommt mir irgendwie bekannt vor.“
Alle Augen richteten sich auf die Mäusemutter und Elfinchen begann neue Hoffnung zu schöpfen.
„Du kennst den Schlossgarten, der meine Heimat ist?“
„Nein, eigentlich nicht“, gestand Eddis Mutter und zerstörte damit die aufgekeimte Hoffnung der kleinen Elfe.
„Aber du hast doch gesagt, dass es dir bekannt vorkommt“, fragte Elfinchen unter erneut aufgekommenen Tränen.
„Ja, ich kenne eine Geschichte von einer Königsfamilie, die in einem Schloss wohnt. Meine Großmutter hat sie mir erzählt und die hat sie von ihrer Großmutter und die wiederum hat sie einst vom Weihnachtsmann erzählt bekommen. Aber das ist lange, lange her und die kleine Prinzessin war ganz sicher nicht Annelie.“
„Aber vielleicht ihre Urururgroßmutter oder so…“, gab Babsi zu bedenken, die von dieser Geschichte vollkommen in den Bann gezogen worden war.
„Ich habs!“, meldete sich plötzlich Bob zu Wort. Er war ein kluges Köpfchen und in der Mäuseschule Klassenbester. „Warum fragen wir nicht einfach den Weihnachtsmann?! Der kennt bestimmt die kleine Annelie in dem großen Schloss, denn er kommt viel in der Welt herum!“

 

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Elfinchen erzählt (3)

„Meine Eltern werden sich große Sorgen machen um mich“, begann Elfinchen nach einer Weile. Die Mäusemama hatte ihr ein Taschentuch gereicht und die kleine Elfe hatte sich die Tränen getrocknet, aber richtig versiegt waren diese nicht. Während sie nun von den Geschehnissen der letzten Tage berichtete, kullerte immer wieder die eine oder andere dicke Träne aus ihren Augen.

„Ich bin am Morgen zu meiner gewohnten Runde aufgebrochen und habe meine Freunde, die lieben und bunten Blumen in dem großen Schlossgarten besucht. Ich öffnete ihre Blüten und schenkte jeder von ihnen ein paar liebe Worte, bevor ich zur nächsten Blume flog,  um meine Aufgabe zu verrichten. Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, dass ich alle Hände voll zu tun hatte, denn so ein Schlossgarten ist mächtig groß und es gibt unzählige Blumen von den verschiedensten Sorten und Farben. Ich kenne und liebe sie alle.“

Die Mäusefamilie saß um Elfinchen herum versammelt und lauschte gebannt ihrem Bericht. Niemand wagte sie zu unterbrechen, denn sie wollten alle die gesamte Geschichte erfahren.

„Ich gebe zu, dass ich nach getaner Arbeit nicht gleich nach Hause bin. Mich hat die Neugierde gepackt und ich bin zu den Rosen am Schlossgartentor zurück. Ich schwebte leise über sie hinweg und warf einen Blick aus dem Schlosstor auf das Leben außerhalb des Gartens. 
Die Rosen im Beet direkt am Tor riefen mir zu: ‚Halt Elfinchen! Nicht weiter! Da draußen lauern nur Gefahren!’
Zunächst tat ich das, was sie sagten…“

Elfinchen holte tief Luft und wischte geschwind eine Träne weg, die ihre Wange hinunter kullerte.

„Aber dann hast du doch nicht auf die Warnungen gehört“, meinte Eddi.

„Die Blümchen draußen vor dem Tor riefen mich und wollten auch die Blütenblätter von mir geöffnet bekommen. Sie waren nicht so prächtig wie die wunderschönen Blumen im Schlossgarten, weil sich niemand um sie kümmerte. Ich hatte Mitleid mit ihnen. Ich wollte nicht weglaufen, das müsst ihr mir glauben, aber kaum hatte ich einer Blume die Blütenblätter geöffnet, rief mich schon die nächste zu sich.“

Die Mäuseeltern, aber auch Eddi, Bob und Babsi ahnten schon, was passiert war. Vor Aufregung hielten sie die Luft an und atmeten erst wieder weiter als Elfinchen ihre Erzählung fortsetzte.

„So kam es, dass ich kreuz und quer flog und mich immer weiter vom Schlossgarten entfernte. Ich war so in meine Arbeit vertieft, dass ich mir weder den Weg merkte, noch auf die Entfernung und Himmelsrichtung achtete. Erschöpft hielt ich irgendwann inne. Doch da war es schon zu spät, um mich noch irgendwie zu orientieren. Aber das merkte ich erst später, denn ich vernahm schon wieder Stimmen, die nach mir riefen.“

„Das waren wohl schon wieder irgendwelche Blumen“, meinte Babsi, die mitfühlend Elfinchens Hand ergriffen hatte.

„Nein“, erklärte die kleine Elfe. „Es waren zwei Käferchen, ein Stückchen weiter links. Sie waren auf dem Weg in ihr Winterquartier, hatten nicht aufgepasst und waren so unglücklich gefallen, dass sie beide zappelnd auf dem Rücken lagen. Ich konnte sie doch nicht hilflos ihrem Schicksal überlassen.“

„Also hast du ihnen auch geholfen. Sonst wären sie ja womöglich gestorben“, ergriff nun Bob das Wort.

„Ja, aber das war keine einfache Arbeit. Sie zappelten so heftig, dass sie im Nu wieder auf dem Rücken lagen. Aber ich habe es irgendwann geschafft und sie waren mir auch unendlich dankbar und hätten gerne auch etwas für mich getan. Aber den Weg zum Schlossgarten konnten sie mir auch nicht sagen, denn sie hatten noch nie in ihrem Leben ihre winzig kleine Welt verlassen.“

„Und was hast du dann getan?“, möchte die Mäusemutter wissen und sprach damit der ganzen Familie aus der Seele.

„Ich schwebte noch eine Weile hin  und her, in der Hoffnung wieder zurückzufinden. Aber ich hatte jegliche Orientierung verloren und plötzlich kam auch noch Nebel auf. Ich setzte mich traurig hin und mich übermannten Angst, Hoffnungslosigkeit, das Zittern vor Kälte und auch eine große Müdigkeit. Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe. Als ich aufwachte, war überall Schnee und ich begann aus Leibeskräften zu rufen und zu weinen…“

„Und dann habe ich dich gehört…“

„Ja und hast mich zu deiner Familie gebracht. Ich bin dir auch sehr, sehr dankbar dafür. Aber ich habe so unendliche Sehnsucht nach meiner Familie, meinen Eltern und Geschwisterrn. Ich will nach Hause!!! Bitte, bitte!! Ich möchte nach Hause!!! …“

Elfinchen begann wieder herzerweichend zu weinen…

 

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Wer bist Du? (2)

Es war ein mühsamer und langer Weg. Obwohl das zarte Wesen auf Eddis Rücken federleicht war, hatte Eddi große Probleme. Er konnte kaum noch seine eigenen Fußstapfen von vorhin erkennen, denn inzwischen hatte es wieder zu schneien begonnen.

Der neue Schnee bedeckte die Spuren und verschlechterte die Sicht. Zu dieser Schwierigkeit kam noch die hereinbrechende Dunkelheit hinzu. So musste sich Eddi hauptsächlich auf sein Gefühl und seinen inneren Kompass verlassen.
Nach einer Weile hörte er Stimmen, die ihm die Richtung wiesen. Er erkannte die Stimmen seiner beiden Geschwister, die voller Sorge nach ihm riefen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten sie jedoch glücklicherweise das Mauseloch in dem Eddi mit seiner Familie lebte. 
Bob und Babsi, seine Geschwister, empfingen die beiden ebenso herzlich wie seine Eltern dies taten.
„Da bist du ja endlich wieder!“, freute sich seine Mutter. „Wir haben uns alle schon große Sorgen gemacht. Gerade wollte ich Deinen Vater losschicken, um dich zu suchen.“
Erst jetzt bemerkten alle Umstehenden das zarte Wesen, das ebenfalls durch das Mauseloch in die warme Behausung geschlüpft war.
„Oh,du hast uns einen Gast mitgebracht!“, sagte die Mutter und begrüßte die Unbekannte mit einer warmen Umarmung.
„Herzlich willkommen!“, meinte auch der Vater.
Bob und Babsi riefen ihr ein freudiges „Hallo!“ entgegen.
„Ich wünsche allen einen schönen guten Tag“, sagte das zarte Wesen mit einer glockenhellen sympathischen Stimme. „Vielen Dank für die Rettung und die Gastfreundschaft!“
Schon eilte Eddis Mutter los und brachte Tee, Kuchen und Brot herbei.
„Greif zu! Der Tee wird dich wärmen und Brot und Kuchen wird dich wieder zu Kräften bringen.“
„Oh, danke! Ich bin übrigens Elfinchen!“
„Hallo Elfinchen!“, riefen Bob, Babsi und Eddi im Chor.
Nachdem sich alle vorgestellt hatten, stellte der Vater die entscheidende Frage.
„Elfinchen, woher kommst du und was hat dich zu uns geführt oder besser gesagt, was ist passiert?“
„Eigentlich heiße ich Elfi, aber jeder nennt mich nur Elfinchen. Ich bin eine kleine Blumenelfe und wohne in einem Schlossgarten unterhalb der großen alten Eiche“, beginnt das zarte Wesen zu berichten. 
„Eine Blumenelfe?“, fragt Bob erstaunt.
„Wie süß!“, ruft Babsi entzückt.
„Erzähle uns doch ein bisschen aus deinem Leben“, fordert die Mutter auf.
„Im Frühling und im Sommer bin ich dafür eingeteilt jeden Morgen den Blumen in dem großen prächtigen Garten einen Besuch abzustatten“, berichtet nun Elfinchen. „Ich öffne ganz vorsichtig ihre Blütenblätter und richte sie nach der Sonne aus. Am Abend, wenn die Sonne untergeht, schwebe ich wieder vorsichtig von Blume zu Blume und schließe ihre Blüten. Ich finde, ich habe eine schöne und ehrenvolle Aufgabe.“
„Oh ja!“, pflichtet ihr die Mäusemutter bei. „Blumen sind so herrlich anzusehen. Ich freue mich immer über ihre bunten Blüten.“
„Aber das lüftet noch immer nicht das Geheimnis, um dein Schicksal. Was ist passiert? Wie und wo hat Eddi dich gefunden?“ Der Mäusevater spricht aus, was alle brennend interessiert.
„Oh, das ist eine lange Geschichte“, sagt Elfinchen und senkt traurig die Augen, aus denen nun zarte kleine Elfentränchen kullern.
Zärtlich streicht die Mäusemutter ihr über das Haar und meint:
„Es wird alles wieder gut, das verspreche ich dir. Lass dir nur Zeit und wenn du dich wieder ein bisschen beruhigt hast, dann erzählst du uns alles von Anfang an!“
Elfinchen nickt und nippt an ihrem Tee… 

Fortsetzung folgt…

 

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Plötzlicher Wintereinbruch (1)

Erschöpft von der langen und vergeblichen Suche war sie in ihrem Versteck eingeschlafen. Doch als sie jetzt erwachte war es bitterkalt. Die Landschaft war bedeckt mit einer weißen Schicht aus Schnee. Sie zitterte, so sehr fror sie, aber das war auch kein Wunder, denn sie trug nur ein hauchdünnes Kleidchen.

Was sollte sie nur tun? Sie hatte sich verlaufen und fand den Weg nach Hause nicht mehr. Sicher würden sie sie schon alle vermissen. Bestimmt hatte die Familie auch nach ihr gesucht, aber jetzt da der Winter hereingebrochen war, hatten sie bestimmt ihre Suche eingestellt. Sie waren nicht für den Winter geschaffen. Sie waren Sommerwesen.

Sie begann zu weinen und zu wimmern, doch wer sollte sie hören? 

Eddi war durch irgendetwas geweckt worden. Er konnte nicht genau sagen, was es war, aber ihm kam es vor, als hätte er ein leises Weinen gehört. Ob er das nur geträumt hatte? Er strengte seine kleinen Mäuseohren an und tatsächlich, da war es wieder. Es hörte sich an, als würde ein zierliches Wesen um Hilfe jammern. Eddi marschierte nach oben zum Ausgang und schaute vorsichtig aus seinem Mauseloch. Er schrak zusammen, denn ein eisiger Wind blies um sein Schnäuzchen. Über Nacht hatte es einen plötzlichen Wintereinbruch gegeben, der nicht nur Schnee, sondern auch eisige Kälte mit sich gebracht hatte.

Da! Da war es wieder! Dieses erbarmenswürdige Wimmern und Weinen. Eddi blickte sich um, konnte aber nichts erkennen, nur dort hinten am Stamme der alten Eiche flatterte etwas. Er rieb sich seine Augen, um zu erkennen, was es war. Aus dieser Richtung kam das zarte Stimmen, das jetzt um Hilfe rief. Es half alles nichts, er musste aus seinem Mauseloch heraus und nachsehen, um was oder wen es sich dort vorne handelte. 

Schon bei seinen ersten Schritten versank er im tiefen Schnee. Nur mit großer Mühe kam er überhaupt vom Fleck. Aber mit jedem Schritt konnte er auch das Weinen und die Hilferufe lauter und deutlicher vernehmen.

„Halte durch!“, rief er. „Ich komme und helfe dir!“

Der eisige Wind trug seine Stimme weiter und er hoffte, das unbekannte Wesen könne ihn hören. „Rufe irgendetwas, damit ich dich finden kann!“

„Hier! Hier!“ hörte er nun klar und deutlich. „Hier bin ich!“ 

Eddi war auf dem richtigen Weg, dessen war er sich sicher. Und nun konnte er auch ein winziges ganz zartes Wesen erkennen, das ihm mit beiden Armen wild zuwinkte.

„Du bist ja viel zu dünn bekleidet!“, sagte er entsetzt, als er das Wesen erreichte. „Hier kannst du nicht bleiben, so holst du dir nur den sicheren Tod!“

Edi, das Mäuschen spürte instinktiv, dass ihnen keine Zeit blieb, um sich vorzustellen und lange Erklärungen zu machen. Sie mussten so schnell es ging in sein Mauseloch, wo es warm und kuschelig war.

„Setz dich auf meinen Rücken und halte dich gut fest. Ich bringe dich in mein Zuhause. Dort kannst du dich aufwärmen und dort können wir uns auch unterhalten und du erzählst mir, wer du bist und was passiert ist. Aber jetzt müssen wir schnell weg, denn schon bald wird die Dunkelheit hereinbrechen.“

Das zarte kleine Wesen schwang sich auf Eddis Rücken. Er spürte kaum ein Gewicht, so leicht war es. Dann machten sie sich auf den Weg…

 

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Advent

Martin besucht heute seine Großmutter. Sie hat extra für ihren Enkelsohn Bratwürstchen mit Zwiebelsoße, Rotkraut und Kartoffelbrei gemacht, denn das ist sein Lieblingsgericht. Zwei Bratwürstchen hat er geschafft und ist jetzt „pappesatt“, wie er zu sagen pflegt. 

„Sag mal Oma“, setzt er zu einer Frage an, als er sich im Wohnzimmer umsieht. „Du hast ja überhaupt keinen Adventskranz.“

„Ach, den brauche ich doch nicht mehr. Seit Opa nicht mehr da ist, zünde ich sowieso keine Kerze mehr an. Höchstens noch auf dem Friedhof auf seinem Grab. Stell dir nur vor, ich würde einschlafen und in der Zwischenzeit fängt der Kranz an zu brennen. Nein, nein, mir kommt kein Adventskranz mehr ins Haus.“

„Aber ein Adventskranz gehört doch in die Vorweihnachtszeit“, versucht es Martin erneut.

„Ach“, lacht die Oma, „die Vorweihnachtszeit beginnt doch neuerdings schon direkt nach deinen Sommerferien.“

„Was, wieso? Das verstehe ich nicht. Oma bist du vielleicht ein bisschen verwirrt?“

„Nein mein Junge. Nur heute ist alles ganz anders als früher. In meiner Kindheit gab es zwar auch Adventskalender und Adventskranz, aber in den Geschäften gab es die Weihnachtsmänner und die bunten Kugeln erst kurz vor Weihnachten. Damals gab es keinen Stollen und auch keine Plätzchen aus der Großbäckerei, die man schon Monate vorher kaufen konnte.“

„Aber du backst doch die Plätzchen immer noch selbst und den Stollen  hast du auch immer gemacht.“

„Ja, aber jetzt ist Opa nicht mehr da und für wen soll ich mir die Arbeit machen, wenn ich alles alleine essen muss. Ich werde wohl dieses Jahr nur ein paar Plätzchen vom Bäcker nebenan kaufen.“

„Die schmecken aber bestimmt nicht so gut!“, versucht Martin zu protestieren. „Wir gehen jetzt einkaufen und besorgen alle Zutaten zum Plätzchenbacken und morgen gehen wir dann ans Werk. Gemeinsam macht das doch auch viel mehr Spaß.“

Im Supermarkt hat Martin plötzlich eine Idee, aber die behält er zunächst für sich. Wenn alles klappt, dann hat er morgen eine Überraschung für seine Oma.

Am Abend sitzt er in seinem Zimmer und zählt sein Taschengeld. Sooft er auch nachzählt, es reicht einfach nicht. Das macht ihn traurig. Gerne hätte er der Großmutter einen geschmückten Adventskranz gekauft, aber die sind alle viel zu teuer. Doch dann fällt ihm die Kiste mit den Weihnachtssachen ein, die seine Mutter ganz hinten im Keller stehen hat. Vielleicht darf er davon etwas haben.  

Am nächsten Tag gleich nach der Schule geht er nochmals in den Supermarkt und danach gleich in den Garten. Dort schneidet Martin ein paar kleine Tannenzweige ab und hebt zwei heruntergefallene Tannenzapfen von der Erde auf. 

In der Weihnachtskiste hatte er am Abend noch einen goldfarbenen Teller gefunden. Hierauf legt er die kleinen Tannenzweige und die Zapfen. Erst kurz bevor er an Großmutters Tür klingelt, stellt er obendrauf noch vier LED-Teelichter und schaltet sie an. Welches Leuchten jetzt stärker war, lässt sich nicht sagen,- das Leuchten der Teelichter, Martins strahlendes Lachen oder Großmutters vor Freude glänzende Augen.

 

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Schon wieder Sorgen

Bestimmt könnt Ihr Euch noch erinnern, dass ich mir im Sommer große Sorgen um unsere Katze gemacht habe. Sie wollte immerzu nach draußen und kam auch nachts nicht nach Hause. Wir haben sie den gesamten Sommer über immer nur als Gast bei uns begrüßen dürfen.

Sie hat sich ein paar Leckerlies bei uns und bei den Nachbarn abgeholt und dann war sie auch schon wieder verschwunden. Die Folge war, dass sie ziemlich abgenommen hatte und uns damit in Sorgen versetzt hat.

Doch kaum änderte sich das Wetter und der Herbst ist eingekehrt, war sie ständig zu Hause, hatte keine Lust nach Draußen zu gehen und futterte sich wieder „kugelrund“. Jetzt dachte ich schon, dass sie im Laufe des Winters wohl oder übel platzen würde, wenn sie so weiter futtert. 😉

Naja und jetzt bereitet sie uns schon wieder Kummer. Sie miaut nicht mehr. Ich war jetzt schon zweimal mit ihr beim Tierarzt und sie hat Medikamente bekommen. Zuerst nur etwas zur Stärkung des Immunsystems  und jetzt etwas gegen Entzündungen. Auf der Fahrt zum Tierarzt kam gestern nur ein krächzendes Jammern aus ihrem Maul. Auch heute Morgen hat sie uns nicht mit ihrem fröhlichen Miau begrüßt. 

Während sie in den letzten Tagen viel geschlafen und wenig gefressen hat, scheint sich heute ihr Appetit doch langsam wieder einzustellen. Zumindest hat sie gerade krächzend ihr Futter verlangt.

Habt Ihr so etwas auch schon bei Eurer Katze oder Eurem Hund erlebt? 

Unsere Katze ist zwar schon 11 Jahre, aber eine solche Stimmlosigkeit gab es noch nie. Wir hoffen von Tag zu Tag, dass sie ihr schönes Miauen wiederfindet. 

 

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Wo?

 

Verzweifelt stehe ich hier

und stelle immer und immer eine Frage mir.

Sie lässt mir keine Ruh’

und kreist nun in meinem Kopf immerzu.

 

Wo hast du dich versteckt?

Heute Morgen hat mich diese Frage geweckt,

trage sie mit mir rum,

überlege hin und her und auch drumherum.

 

Hallo, wo bist du nur?,

rufe ich, doch du bleibst stumm und stur.

Komm bitte zurück zu mir,

sonst sitze ich hier verlassen vor dem Papier.

 

Ich weiß du bist irgendwo,

hast dich verkrochen, lachst mich aus sowieso.

Warum bist du gegangen?

Kann ich deine Rückkehr einfach so verlangen?

 

Ich suche nicht mehr,

auch wenn ich dich vermisse noch so sehr.

Ich bin mir ganz sicher,

du kommst zu mir zurück mit viel Gekicher.

 

Dann ist alles wieder gut,

verraucht ist dann auf dich meine große Wut.

Liebe Muse ich erwarte dich,

damit du kannst überschütten mit Ideen mich.

 

 

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